Vom Gründer zum Entrepreneur
Dienstag, 17. Februar 2015, 15:56 Uhr
Im diesjährigen Wintersemester wurde erstmals an der Hochschule Nordhausen das ergänzende Modul Existenzgründungsmanagement im Masterstudiengang Innovations- und Changemanagement angeboten...
Insgesamt wählten 17 Studierende dieses Zusatzangebot, um ihr Wissen zum Thema Wie entwickle ich mein eigenes Geschäftsmodell anzureichern. Geleitet wurde das Seminar von Dr. Kareen Schlangen, die gleichzeitig seit 2011 Existenzgründungsberaterin der Hochschule Nordhausen ist.
Das Ziel des Seminars ist die Motivation der Studierenden, bisherige Strukturen der Märkte, der Branchen bis hin zu einzelnen Unternehmen kritisch zu hinterfragen und sie an die neuen Rahmenbedingungen unserer Zeit anzupassen (z. B. neue Kundenbedürfnisse, neue Marktmechanismen). Manchmal ist es erforderlich, Bestehendes gezielt zu zerstören, um daraus etwas Innovatives, etwas Nachhaltigeres, etwas Kreatives neu zu erschaffen, erklärt Dr. Kareen Schlangen.
Es braucht spannende Impulse und stetige Kontinuität, diese Denkstrukturen in den Köpfen der Studierenden zu entwickeln. So wird aus Existenzgründern die besondere Gattung der Entrepreneure, die gezielt Innovationen hervorbringen. Daher lautet die Aufgabe des Seminars, eine neuartige Gründungsidee zu generieren und ein dazu passendes Geschäftsmodell zu entwickeln – gemäß dem Motto Be an Entrepreneur!.
Damit die Studierenden für diese Aufgabe gerüstet sind, wurden verschiedene Aspekte der Existenzgründung vermittelt, wie zum Beispiel der Aufbau eines Businessplans, Finanzierungsmöglichkeiten, statistische Entwicklung zum Gründungsgeschehen. Besonderer Wert wurde im Seminar auf das Kennenlernen neuer Methoden und Techniken zur Konzeptionierung von neuen Geschäftsmodellen gelegt. Dazu zählt die Business Model Canvas, eine Art Baukastensystem, das dem Aufgreifen und Klären der wichtigsten Fragen einer Geschäftsentwicklung hilft: Wer sind meine attraktivsten Kunden? Wie kann ich eine Bindung zu ihnen aufbauen? Wer sind meine Partner zum Erbringen meiner Kernleistungen? Wodurch erziele ich Einnahmen?
Zusätzlich fanden eine Reihe von Vorträgen externer Gastreferenten statt, um die Inhalte noch praxisorientierter zu vermitteln: Die Frage nach dem Umgang mit eigenen Finanzmitteln und der Suche nach Fremdkapital wurde von Heike Schinke, selbständig tätig für die Deutsche Vermögensberatung in Nordhausen, anhand praktischer Beispiele erläutert. Dr. Merle Fuchs, u.a. Head-Coach der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen, berichtete über die Unterstützung von innovativen, technologieorientieren Gründungen in Thüringen. Das grenzüberschreitende Austauschprogramm Erasmus für Jungunternehmer stellte Stephanie Kespohl, Projektleiterin des Europa-Service Nordthüringen im Business and Innovation Center Nordthüringen, vor.
Es bietet neuen bzw. angehenden Unternehmern die Möglichkeit, von einem erfahrenen Unternehmer im europäischen Ausland zu lernen. Der Höhepunkt der Praktikervorträge war die Präsentation der jüngsten Gründungsgeschichte der Hochschule Nordhausen (Gründung im April 2014) – die vegane Bio-Weinschorle Schlükk wurde von einem der Gründer Johannes Weise eindrucksvoll vorgestellt, die zum Abschluss der Veranstaltung noch probiert werden durfte.
Zum Abschluss des Semesters präsentierten die Studierenden ihre innovativen Geschäftsmodelle. Neben der Benotung der Herangehensweise an die Entwicklung eines Gründungskonzeptes gab es zudem ein Feedback des Thüringer Vertreters der Mikrofinanzagentur, Oliver Krahl. Er ist verantwortlich für die Vergabe von Kleinstkrediten zur Förderung des Gründungsgeschehens.
Insgesamt wurden acht Gründungskonzepte vorgestellt. SmartArms ist eine Idee für ein biometrisches Erkennungssystem für Handfeuerwaffen. Es koppelt die Funktionalität der Waffe an den Fingerabdruck des Besitzers sowie den Ort der Nutzung mit Hilfe von GPS-Daten.
Das Problem verlorengegangener Koffer greift die Idee my case auf. Dabei handelt es sich um individuell gestaltbare Koffer mit integrierten technischen Funktionen zur Gewichtsmessung, zur Ortung im Fall des Verlorengehens, zur Identifikation mittels Fingerabdruck sowie zum Feststellen der Rollen durch Wärmesensor. Neben diesen Einfällen für neue Produkte bezogen sich die anderen Ideen auf den Dienstleistungsbereich, wie zum Beispiel in der Gastronomie.
Ich bin stolz auf die entwickelten Ideen. Auch wenn nur zwei der acht Konzepte in die Tat umgesetzt werden sollen, so gab es für die Kompetenzentwicklung der Studierenden wertvolle Impulse in Richtung Innovation und Veränderung – ganz entsprechend der Ziele des Studienganges, betont Dr. Kareen Schlangen.
Autor: redInsgesamt wählten 17 Studierende dieses Zusatzangebot, um ihr Wissen zum Thema Wie entwickle ich mein eigenes Geschäftsmodell anzureichern. Geleitet wurde das Seminar von Dr. Kareen Schlangen, die gleichzeitig seit 2011 Existenzgründungsberaterin der Hochschule Nordhausen ist.
Das Ziel des Seminars ist die Motivation der Studierenden, bisherige Strukturen der Märkte, der Branchen bis hin zu einzelnen Unternehmen kritisch zu hinterfragen und sie an die neuen Rahmenbedingungen unserer Zeit anzupassen (z. B. neue Kundenbedürfnisse, neue Marktmechanismen). Manchmal ist es erforderlich, Bestehendes gezielt zu zerstören, um daraus etwas Innovatives, etwas Nachhaltigeres, etwas Kreatives neu zu erschaffen, erklärt Dr. Kareen Schlangen.
Es braucht spannende Impulse und stetige Kontinuität, diese Denkstrukturen in den Köpfen der Studierenden zu entwickeln. So wird aus Existenzgründern die besondere Gattung der Entrepreneure, die gezielt Innovationen hervorbringen. Daher lautet die Aufgabe des Seminars, eine neuartige Gründungsidee zu generieren und ein dazu passendes Geschäftsmodell zu entwickeln – gemäß dem Motto Be an Entrepreneur!.
Damit die Studierenden für diese Aufgabe gerüstet sind, wurden verschiedene Aspekte der Existenzgründung vermittelt, wie zum Beispiel der Aufbau eines Businessplans, Finanzierungsmöglichkeiten, statistische Entwicklung zum Gründungsgeschehen. Besonderer Wert wurde im Seminar auf das Kennenlernen neuer Methoden und Techniken zur Konzeptionierung von neuen Geschäftsmodellen gelegt. Dazu zählt die Business Model Canvas, eine Art Baukastensystem, das dem Aufgreifen und Klären der wichtigsten Fragen einer Geschäftsentwicklung hilft: Wer sind meine attraktivsten Kunden? Wie kann ich eine Bindung zu ihnen aufbauen? Wer sind meine Partner zum Erbringen meiner Kernleistungen? Wodurch erziele ich Einnahmen?
Zusätzlich fanden eine Reihe von Vorträgen externer Gastreferenten statt, um die Inhalte noch praxisorientierter zu vermitteln: Die Frage nach dem Umgang mit eigenen Finanzmitteln und der Suche nach Fremdkapital wurde von Heike Schinke, selbständig tätig für die Deutsche Vermögensberatung in Nordhausen, anhand praktischer Beispiele erläutert. Dr. Merle Fuchs, u.a. Head-Coach der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen, berichtete über die Unterstützung von innovativen, technologieorientieren Gründungen in Thüringen. Das grenzüberschreitende Austauschprogramm Erasmus für Jungunternehmer stellte Stephanie Kespohl, Projektleiterin des Europa-Service Nordthüringen im Business and Innovation Center Nordthüringen, vor.
Es bietet neuen bzw. angehenden Unternehmern die Möglichkeit, von einem erfahrenen Unternehmer im europäischen Ausland zu lernen. Der Höhepunkt der Praktikervorträge war die Präsentation der jüngsten Gründungsgeschichte der Hochschule Nordhausen (Gründung im April 2014) – die vegane Bio-Weinschorle Schlükk wurde von einem der Gründer Johannes Weise eindrucksvoll vorgestellt, die zum Abschluss der Veranstaltung noch probiert werden durfte.
Zum Abschluss des Semesters präsentierten die Studierenden ihre innovativen Geschäftsmodelle. Neben der Benotung der Herangehensweise an die Entwicklung eines Gründungskonzeptes gab es zudem ein Feedback des Thüringer Vertreters der Mikrofinanzagentur, Oliver Krahl. Er ist verantwortlich für die Vergabe von Kleinstkrediten zur Förderung des Gründungsgeschehens.
Insgesamt wurden acht Gründungskonzepte vorgestellt. SmartArms ist eine Idee für ein biometrisches Erkennungssystem für Handfeuerwaffen. Es koppelt die Funktionalität der Waffe an den Fingerabdruck des Besitzers sowie den Ort der Nutzung mit Hilfe von GPS-Daten.
Das Problem verlorengegangener Koffer greift die Idee my case auf. Dabei handelt es sich um individuell gestaltbare Koffer mit integrierten technischen Funktionen zur Gewichtsmessung, zur Ortung im Fall des Verlorengehens, zur Identifikation mittels Fingerabdruck sowie zum Feststellen der Rollen durch Wärmesensor. Neben diesen Einfällen für neue Produkte bezogen sich die anderen Ideen auf den Dienstleistungsbereich, wie zum Beispiel in der Gastronomie.
Ich bin stolz auf die entwickelten Ideen. Auch wenn nur zwei der acht Konzepte in die Tat umgesetzt werden sollen, so gab es für die Kompetenzentwicklung der Studierenden wertvolle Impulse in Richtung Innovation und Veränderung – ganz entsprechend der Ziele des Studienganges, betont Dr. Kareen Schlangen.

