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NSV-Handballnachwuchs mit hohen Siegen

Montag, 16. Februar 2015, 16:12 Uhr
Die weibliche A-Jugend des Nordhäuser SV hat es weiter selber in der Hand, die Saison in der Handball-Landesliga als Staffelsieger zu beenden. Uwe Tittel mit einem Überblick auf den Handball-Nachwuchs des Nordhäuser Sportvereins...

Handball-Landesliga weibliche Jugend A

Schlotheimer SV 1887 – Nordhäuser SV 10:30

Mit einem erwartet deutlichen 30:10-Erfolg beim Schlotheimer SV bleibt man Tabellenführer Hermsdorf, gegen den es die bislang einzige Niederlage gab, dicht auf den Fersen.

In Schlotheim brauchten die jungen NSV-Damen zunächst einige Minuten, um das gegnerische Tor richtig ins Visier zu nehmen. Dann aber brach es mit einem 9:0-Lauf für den NSV heftig auf die Gastgeberinnen ein. Die fanden gegen die vom ersten Augenblick an festgefügte Nordhäuser Abwehr kaum eine Lücke, kamen erst in der 22. Minuten zu ihrem ersten Torerfolg. Die Gäste blieben aber weiter konzentriert und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf 17:3 aus.

Nach dem Seitenwechsel bekamen nun auch die noch für die C-Jugend spielberechtigten Jüngeren längere Einsatzzeiten. Und die machten ihre Sache ebenfalls sehr gut, auch wenn Schlotheim nun etwas besser mitspielen konnte, Nordhausen nicht mehr ganz so drückend überlegen war. Dennoch wuchs der Vorsprung weiter an, da die Mannschaft bis zum Ende konzentriert blieb.

Isabell Steinkopf – Sophia Götze (5), Josephin Friebel (1), Larissa Förster (2), Anna Reinhardt (7), Clara Fiedler (2), Sophie Schröder (1), Jenny Galonska, Soraya Franz (3), Jasmin Friedrich (1), Desiree Balik, Jenny Struck (8)

Handball-Verbandsliga weibliche Jugend D

Nordhäuser SV – SG Behringen/Sonneborn 29:18

Die Handball-D-Mädchen des Nordhäuser SV haben die Endrunde um die Thüringer Landesmeisterschaft weiter fest im Visier. Am Sonnabend zeigten sie sich in der heimischen Ballspielhalle im Spiel der Verbandsliga der SG Behringen/Sonneborn mit 29:18 überlegen.
Die erste Halbzeit, in der Manndeckung gespielt werden muss, war wie erwartet hart umkämpft. Zuletzt hatten die NSV-Mädchen da große Schwächen gezeigt.

Diesmal aber waren sie deutlich verbessert, konnten die körperlich starken Gäste allerdings nicht immer am Durchbruch hindern. Zwischenzeitlich führte die SG dadurch sogar 7:5. Aber während bei den Gästen praktisch nur zwei Spielerinnen durchgängig gefährlich waren verteilte sich das beim NSV deutlich besser. Und so führten die Nordhäuserinnen zur Pause auch schon verdient mit 16:13.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste noch bis zum 15:18 mithalten, dann liefen sie sich immer wieder in der NSV-Abwehr fest oder scheiterten am guten Torhüterinnen-Gespann. Das eröffnete schnelle Gegenstöße. Aber auch im Positionsangriff wurde die Gäste-Abwehr immer wieder ausgespielt. 21:15 und 25:16 waren die nächsten klaren Zwischenstände. Und es hätte für die Gäste noch deutlich schlimmer kommen können, den die individuell starken Clarissa Graichen und Luise Weber ließen noch eine ganze Reihe bester Gelegenheiten aus. Am Ende dennoch ein überzeugender Sieg der NSV-Mädchen.

Nicole Kaempfe/Anna-Lena Mut – Juzy Hattenhauer (1), Michelle Peter (2), Isabell Münchow (4), Thekla Heimrich, Hanna Hustedt (1), Clarissa Graichen (5), Selina Billert, Luise Weber (13), Jessica Gerlach, Neele Arnold (3)

Handball-Thüringenliga weibliche Jugend C

HSV Weimar – Nordhäuser SV 11:44

„Es macht überhaupt keinen Spaß mehr“, so Trainer Alfons Jarmuszewski völlig frustriert nach dem Thüringenligaspiel seiner C-Mädchen beim HSV Weimar. Trotz angezogener Handbremse und ohne die an der Wurfhand verletzte Spielmacherin Ella Krieß gab es einen 44:11-Kantersieg. Einen, den man befürchten musste, denn Weimar hatte schon gegen den THC hoch mit 12:30 verloren und Nordhausen den THC seinerseits mit 33:12 deklassiert. Sportlich völlig wertlose Siege. Aber es sind die drei einzigen Teams, die für die höchste Thüringer Spielklasse in dieser Altersklasse gemeldet hatten.

Ein Armutszeugnis für die Situation im weiblichen Nachwuchs im Lande. Entsprechend schlecht war dann auch die Präsentation Thüringens bei der DHB-Sichtung für den Jahrgang 2000/2001 vor gut einer Woche im Bundesleistungszentrum Kienbaum, bei der nur Larissa Förster vom NSV trotz ihres Traingsrückstandes wegen Verletzung Platz auf den Notizzetteln der DHB-Trainer fand. Und mit der ein Jahr jüngeren Sophia Götze eine weitere NSV-Spielerin für das kommende Jahr schon vorgemerkt wurde.

Dazu hat die beim NSV ausgebildete und nun beim HC Leipzig bereits eine tragende Rolle spielende Julia Weise einen festen Platz in der DHB-Auswahl. Es machte keinen Spaß mehr. Und das nicht nur wegen der deprimierenden Überlegenheit seiner Mannschaft. Unverständlich für Alfons Jarmuszewski ist auch, dass seine Mannschaft mit der Meldung für die Thüringenliga auch für die Teilnahme an den Spielen der unterklassigen Landesliga verpflichtet wurde (wem bringt das was???), das Team vom THC aber offensichtlich nicht.

Der spielt aber auch nicht bei der B-Jugend mit, was Nordhausen eigentlich wollte, aber aus Termingründen wegen der C-Landesliga nicht kann. Und noch eins: Warum nimmt man nicht die seit Jahren ihre jeweilige Altersklasse dominierende Mannschaft als Stamm für die Landesauswahl und ergänzt sie mit den Besten aus anderen Vereinen? In der Vergangenheit, als es beim THC in diesem Altersbereich noch starke Mannschaften gab, wurde das vom Auswahltrainer jedenfalls so praktiziert. Und hatte zumindest mehr Erfolg als gegenwärtig.
Uwe Tittel
Autor: red

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