nnz-Forum: Wohin mit den 16 Euro?
Montag, 16. Februar 2015, 08:08 Uhr
16 Euro: Diese Summe bekommt Rüdiger Neitzke als Sachkundiger Bürger für jede Teilnahme an den Sitzungen des Ausschusses für Tourismus, Kultur und Stadtmarketing. Da ihm noch nicht so richtig klar ist, wofür er eigentlich dieses Geld bekomme, und wieso es ausgerechnet genau 16 Euro sind, hat er sich auch überlegt, was er mit diesen unerwarteten Mehreinnahmen alles so machen könnte...
Ist es eine Erstattung von eventuell anfallenden Fahrtkosten? Ich kann zum Rathaus gemütlich zu Fuß laufen, Parkgebühren oder Fahrtkosten entstehen mir also nicht.
Ist es eine Aufwandentschädigung für eventuell benötigtes Schreibzeug? Ich schreibe meist auf die Rückseite der Einladung, bzw. mache mir meist auf den Entwürfen zu Beschlussvorlagen meine Notizen. Also auch hier entstehen mir keine Kosten. Also betrachte ich es als Entschädigung für verbrauchte Lebenszeit?!
Zwei Stunden, manchmal auch drei Stunden, in denen ich Themen lauschen darf, die (leider) nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein sollen. Nur so viel sei verraten: bei keinem Thema hatte ich bisher die Notwendigkeit erkennen können, dieses Thema als nichtöffentlich zu behandeln. Aber keine Angst, ich höre nicht nur zu, ich stelle auch Fragen, um zu verstehen. (Was nicht immer einfach ist). Und ich sage auch was ich denke. Doch dafür 16 Euro zu bekommen?
Ich habe damit so meine Schwierigkeiten. In Vereinssitzungen oder anderen Gremien, in denen ich ehrenamtlich mitarbeite, gibt es auch keine Entschädigungen, im Gegenteil, ich bringe mich ein, weil mir die Gestaltung der Zukunft am Herzen liegt.
Zurück zu den 16 Euro. Bei rund zehn Ausschussmitgliedern kostet jede Sitzung also 160 Euro. Wie viele Ausschüsse gibt es? Wie oft tagen diese Ausschüsse? Dies alles sind Informationen, die im Informationssystem der Stadt Nordhausen zu finden sind. Ich habe mir hier nicht die Mühe gemacht, diese rauszusuchen. Ich weiß nur, dass ich seit Juli 2014 bisher an fünf Sitzungen teilgenommen habe, dafür bekam ich also 80 Euro.
Dieses Geld und auch alle weiteren Sitzungsgelder werde ich eins zu eins auf das Spendenkonto des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) zur Ausübung des Vorkaufrechtes vom Gipsabbau bedrohter Flächen einzahlen. Wenn jetzt noch weitere Mitglieder verschiedener Ausschüsse meinem/diesem Beispiel folgen würden, sind wir dem Erhalt der einmaligen Gips – Karst – Landschaft im Landkreis Nordhausen wieder ein kleines Stückchen näher.
Rüdiger Neitzke, Berufener Bürger der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Ist es eine Erstattung von eventuell anfallenden Fahrtkosten? Ich kann zum Rathaus gemütlich zu Fuß laufen, Parkgebühren oder Fahrtkosten entstehen mir also nicht.
Ist es eine Aufwandentschädigung für eventuell benötigtes Schreibzeug? Ich schreibe meist auf die Rückseite der Einladung, bzw. mache mir meist auf den Entwürfen zu Beschlussvorlagen meine Notizen. Also auch hier entstehen mir keine Kosten. Also betrachte ich es als Entschädigung für verbrauchte Lebenszeit?!
Zwei Stunden, manchmal auch drei Stunden, in denen ich Themen lauschen darf, die (leider) nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein sollen. Nur so viel sei verraten: bei keinem Thema hatte ich bisher die Notwendigkeit erkennen können, dieses Thema als nichtöffentlich zu behandeln. Aber keine Angst, ich höre nicht nur zu, ich stelle auch Fragen, um zu verstehen. (Was nicht immer einfach ist). Und ich sage auch was ich denke. Doch dafür 16 Euro zu bekommen?
Ich habe damit so meine Schwierigkeiten. In Vereinssitzungen oder anderen Gremien, in denen ich ehrenamtlich mitarbeite, gibt es auch keine Entschädigungen, im Gegenteil, ich bringe mich ein, weil mir die Gestaltung der Zukunft am Herzen liegt.
Zurück zu den 16 Euro. Bei rund zehn Ausschussmitgliedern kostet jede Sitzung also 160 Euro. Wie viele Ausschüsse gibt es? Wie oft tagen diese Ausschüsse? Dies alles sind Informationen, die im Informationssystem der Stadt Nordhausen zu finden sind. Ich habe mir hier nicht die Mühe gemacht, diese rauszusuchen. Ich weiß nur, dass ich seit Juli 2014 bisher an fünf Sitzungen teilgenommen habe, dafür bekam ich also 80 Euro.
Dieses Geld und auch alle weiteren Sitzungsgelder werde ich eins zu eins auf das Spendenkonto des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) zur Ausübung des Vorkaufrechtes vom Gipsabbau bedrohter Flächen einzahlen. Wenn jetzt noch weitere Mitglieder verschiedener Ausschüsse meinem/diesem Beispiel folgen würden, sind wir dem Erhalt der einmaligen Gips – Karst – Landschaft im Landkreis Nordhausen wieder ein kleines Stückchen näher.
Rüdiger Neitzke, Berufener Bürger der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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