Die Welt ist ein Dorf
Freitag, 13. Februar 2015, 21:28 Uhr
Zum Jahresauftakt der Jungen Union hatte heute Kreisvorsitzender Chris Schröder die Mitglieder in das Ilfelder Gemeindehaus eingeladen. Gastredner Prof. Dr. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der Bauer AG, referierte zum Thema Deutschlands Rolle in der Welt...
Die Demokratie in Deutschland ist stabil, eröffnete der Münchner Prof. Dr. Thomas Bauer seinen Vortrag. Es gibt eine breite Autobahn von Meinungen, jedoch müssen vor allem die Jugendlichen mehr für die Demokratie gewonnen werden.
Wir leben in einem kleinen Land mit rund 1 Prozent der Weltbevölkerung. Mit 6 Prozent Wirtschaftsleitung ist unser Land an der Weltwirtschaft beteiligt und das Leben hat sich in den letzten Jahren enorm geändert, berichtete der Vorstandsvorsitzende, der auch an der TU in München Vorlesungen hält.
Hauptgrund für die Veränderungen ist die Beschleunigung. Früher wurden Briefe geschickt, 1978 zog das Telefaxgerät in die Büros der Unternehmen ein, heute verkehren wir innerhalb kürzester Zeit von einem Ende der Welt zum anderen über Email oder Handy. Wir sind überall erreichbar, Entfernungen spielen keine Rolle mehr und das hat auch den Wettbewerb in der Wirtschaft verändert. Informationen haben Bedürfnisse geweckt und Menschen, selbst in einem kleinen indischen Dorf, wollen den Lebensstandard in Deutschland erreichen. Wir müssen uns darauf einstellen: Die Welt ist zu einem Dorf geworden.
Früher wurden vor allem in China deutsche Produkte nachgebaut, das war nicht schlimm, denn es bedeutete, dass wir einen innovativen Vorsprung hatten, blickt der erfolgreiche Unternehmer zurück. Heute gibt es in diesem Land viele junge Menschen die studieren, sich bilden und eigene Innovationen entwickeln. In Deutschland gibt es im Vergleich zu wenig Ingenieure. Unsere Chance besteht darin, bessere, produktivere Produkte zu bauen, mahnt Dr. Bauer in Hinblick auf den Fachkräftemangel. Unternehmen müssen international handeln, Standorte überall in der Welt aufbauen, auch wenn das an deutschen Standorten Ängste weckt. Die Internationalisierung von Firmen ist unabdingbar.
Mit fremden Kulturen umzugehen, war eine meiner wichtigsten Erfahrungen, erläutert der Münchner, der eigentlich überall auf der Welt zuhause ist. Früher war das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern schwierig und nicht immer freundschaftlich. Heute nach 30 Jahren in der Bauer AG arbeiten im Unternehmen 10.000 Mitarbeiter, von ihnen sind 3.000 Deutsche, der Rest kommt aus 110 Ländern in der Welt.
Manchmal arbeiten bis zu 20 Nationen auf einer Baustelle, ihr Umgang ist respektvoll und jeder schätzt jeden, wirbt er für Toleranz und verurteilt die Pegida-Bewegung. Das ist der falsche Weg, denn man kann sich nicht abgrenzen. Deutschland muss lernen sich entsprechend der Veränderungen zu organisieren, die Durchmischung der Gesellschaft gibt es in allen Ländern der Welt. Wir müssen alle Menschen einladen, gemeinsam mit uns zu leben und unsere Traditionen besonders pflegen. Toleranz muss hier zur Selbstverständlichkeit werden.
Sandra Witzel
Autor: swiDie Demokratie in Deutschland ist stabil, eröffnete der Münchner Prof. Dr. Thomas Bauer seinen Vortrag. Es gibt eine breite Autobahn von Meinungen, jedoch müssen vor allem die Jugendlichen mehr für die Demokratie gewonnen werden.
Wir leben in einem kleinen Land mit rund 1 Prozent der Weltbevölkerung. Mit 6 Prozent Wirtschaftsleitung ist unser Land an der Weltwirtschaft beteiligt und das Leben hat sich in den letzten Jahren enorm geändert, berichtete der Vorstandsvorsitzende, der auch an der TU in München Vorlesungen hält.
Hauptgrund für die Veränderungen ist die Beschleunigung. Früher wurden Briefe geschickt, 1978 zog das Telefaxgerät in die Büros der Unternehmen ein, heute verkehren wir innerhalb kürzester Zeit von einem Ende der Welt zum anderen über Email oder Handy. Wir sind überall erreichbar, Entfernungen spielen keine Rolle mehr und das hat auch den Wettbewerb in der Wirtschaft verändert. Informationen haben Bedürfnisse geweckt und Menschen, selbst in einem kleinen indischen Dorf, wollen den Lebensstandard in Deutschland erreichen. Wir müssen uns darauf einstellen: Die Welt ist zu einem Dorf geworden.
Früher wurden vor allem in China deutsche Produkte nachgebaut, das war nicht schlimm, denn es bedeutete, dass wir einen innovativen Vorsprung hatten, blickt der erfolgreiche Unternehmer zurück. Heute gibt es in diesem Land viele junge Menschen die studieren, sich bilden und eigene Innovationen entwickeln. In Deutschland gibt es im Vergleich zu wenig Ingenieure. Unsere Chance besteht darin, bessere, produktivere Produkte zu bauen, mahnt Dr. Bauer in Hinblick auf den Fachkräftemangel. Unternehmen müssen international handeln, Standorte überall in der Welt aufbauen, auch wenn das an deutschen Standorten Ängste weckt. Die Internationalisierung von Firmen ist unabdingbar.
Mit fremden Kulturen umzugehen, war eine meiner wichtigsten Erfahrungen, erläutert der Münchner, der eigentlich überall auf der Welt zuhause ist. Früher war das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern schwierig und nicht immer freundschaftlich. Heute nach 30 Jahren in der Bauer AG arbeiten im Unternehmen 10.000 Mitarbeiter, von ihnen sind 3.000 Deutsche, der Rest kommt aus 110 Ländern in der Welt.
Manchmal arbeiten bis zu 20 Nationen auf einer Baustelle, ihr Umgang ist respektvoll und jeder schätzt jeden, wirbt er für Toleranz und verurteilt die Pegida-Bewegung. Das ist der falsche Weg, denn man kann sich nicht abgrenzen. Deutschland muss lernen sich entsprechend der Veränderungen zu organisieren, die Durchmischung der Gesellschaft gibt es in allen Ländern der Welt. Wir müssen alle Menschen einladen, gemeinsam mit uns zu leben und unsere Traditionen besonders pflegen. Toleranz muss hier zur Selbstverständlichkeit werden.
Sandra Witzel


