Konsens quer durch die Gesellschaft
Mittwoch, 11. Februar 2015, 10:15 Uhr
Wenn es darum geht, das etwas teurer werden soll, ist nicht unbedingt mit breiter Zustimmung zu rechnen. Wie eine Umfrage jetzt ergab, ist das in Sachen Plastiktüte anders. 85% der Befragten befürworten eine Abgabe auf Plastiktüten und viele würden sie nicht mehr nutzen, wenn die Abgabe kommen sollte...
Die von der Bundesregierung angedachte Abgabe auf Plastiktüten trifft auf breite Zustimmung: 85 Prozent der deutschen Verbraucher befürworten eine solche Maßnahme. Dies ist das Kernergebnis einer Sondererhebung im Rahmen des GfK Global Green Index, einer regelmäßigen Verbraucherbefragung von GfK und GfK Verein.
Die geplante Abgabe auf Plastiktüten geht auf eine EU-Richtlinie zur Verwendung von Plastiktüten zurück. Diese schreibt den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vor, Gebühren auf die Einkaufsbeutel zu erheben oder konkrete Ziele zur Verminderung zu beschließen. Der EU-Kommission zufolge verwendet jeder EU-Bürger durchschnittlich rund 200 Plastiktüten pro Jahr. Die EU-Richtlinie soll dazu beitragen, den Verbrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren. Die Bundesregierung hat bisher nicht festgelegt, wie diese Richtlinie in Deutschland umgesetzt werden soll.
Der hohen Zustimmung einer Abgabe stehen lediglich 15 Prozent der Bevölkerung entgegen, die eine mögliche Gebühr als nicht sinnvoll erachten. Knapp 50 Prozent der Befragten mit ablehnender Haltung nennen als wichtigsten Grund, dass diese Maßnahme nur in geringem Maße zum Umweltschutz beitrage. Knapp 32 Prozent glauben zudem, dass der Verbrauch von Plastiktüten in Deutschland ohnehin geringer sei als in anderen Ländern.
Autor: redDie von der Bundesregierung angedachte Abgabe auf Plastiktüten trifft auf breite Zustimmung: 85 Prozent der deutschen Verbraucher befürworten eine solche Maßnahme. Dies ist das Kernergebnis einer Sondererhebung im Rahmen des GfK Global Green Index, einer regelmäßigen Verbraucherbefragung von GfK und GfK Verein.
Die geplante Abgabe auf Plastiktüten geht auf eine EU-Richtlinie zur Verwendung von Plastiktüten zurück. Diese schreibt den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vor, Gebühren auf die Einkaufsbeutel zu erheben oder konkrete Ziele zur Verminderung zu beschließen. Der EU-Kommission zufolge verwendet jeder EU-Bürger durchschnittlich rund 200 Plastiktüten pro Jahr. Die EU-Richtlinie soll dazu beitragen, den Verbrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren. Die Bundesregierung hat bisher nicht festgelegt, wie diese Richtlinie in Deutschland umgesetzt werden soll.
Zustimmung quer durch die Gesellschaft
Ob Mann oder Frau, Jung oder Alt, Gering- oder Gutverdiener: Die aktuellen Ergebnisse im Rahmen des GfK Global Green Index zeigen, dass 85 Prozent der Befragten eine Abgabe auf Plastiktüten im gesamten Einzelhandel für sehr sinnvoll beziehungsweise grundsätzlich sinnvoll halten. Als wichtigsten Grund führen 9 von 10 Befürwortern der Abgabe an, dass Müll grundsätzlich vermieden werden sollte. Wichtige Argumente sind zudem der Schutz von Gewässern (76 Prozent) und Tieren (64 Prozent), die durch Plastikmüll gefährdet sind.Der hohen Zustimmung einer Abgabe stehen lediglich 15 Prozent der Bevölkerung entgegen, die eine mögliche Gebühr als nicht sinnvoll erachten. Knapp 50 Prozent der Befragten mit ablehnender Haltung nennen als wichtigsten Grund, dass diese Maßnahme nur in geringem Maße zum Umweltschutz beitrage. Knapp 32 Prozent glauben zudem, dass der Verbrauch von Plastiktüten in Deutschland ohnehin geringer sei als in anderen Ländern.
