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nnz-Ergebnisdienst: Träumen und Kämpfen

Montag, 09. Februar 2015, 13:43 Uhr
Für Salza's Damen wird es schwer, doch noch den Staffelsieg zu verteidigen, während die Männer in Gera ohne Chance blieben. Die Herren des Teams Bleicherode/Sollstedt dürfen weiter um den Klassenerhalt kämpfen und die Nordhäuser zeigten Schwächen. Uwe Tittel berichtet vom Kegelwochenende...

Salzaerinnen zu unausgeglichen

Kegeln Landesliga Frauen 120 Wurf
KSC 03 Weißensee – TSG Salza 5:1 (2020:1994/9:7)


Zwar sind noch vier Spiele zu absolvieren, doch nach der nunmehr schon vierten Niederlage dürfte es für die Frauen der TSG Salza in dieser Saison nichts mehr werden mit einer erfolgreichen Verteidigung des Staffelsieges. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf die beiden Führenden Voigtstedt und Rudolstadt. War in der Vergangenheit die Ausgeglichenheit zumeist die große Stärke der Salzaerinnen, so gibt es aktuell zu viele Schwankungen in der Mannschaft.

In Weißensee waren zwei schwache Resultate nicht auszugleichen. Heike Hase hat derzeit keine Stabilität. Nach gutem Beginn folgten zwei schwache Bahnen, was auf er vierten nicht mehr wett zumachen war. Auch Toni Herrmann musste in ihrem kampfbetonten Duell durch Niederlagen auf der zweiten und dritten Bahn den entscheidenden Rückstand hinnehmen. Und so lagen die Salzaerinnen nach dem ersten Durchgang mit 0:2 und 22 Holz in Rückstand. Noch nicht gravierend aber man hatte schon etwas zu schlucken. Die Mienen hellten sich aber schnell auf, denn Kapitän Steffi Boenki mit tollen 152:125 und Ines Werner mit gleichfalls sehr guten 132:114 bliesen gewaltig zum Sturm.

Auch die schwache zweite Bahn von Ines Werner brachte zunächst noch keine Unruhe bei den Gästen, denn Steffi Boenki gewann erneut sehr deutlich. Doch dann begann es schon wieder zu kribbeln, denn Ines Werner blieb schwach und auch der Kapitän hatte eine kleine Schwäche, verlor nun gegen die sich enorm steigernde Justine Müller. Und sie musste ihr auch noch die letzte Bahn mit 139:148 überlassen. Der Vorsprung aus den beiden ersten Bahn aber reichte dennoch zum Mannschaftspunkt. Den verlor hingegen Ines Werner, die nicht mehr wirklich aus ihrem Tief heraus fand und durch die deutliche 120:149-Schlappe zum Schluss auch den Gesamholzvorsprung und damit das mögliche Unentschieden verspielte.
Heike Hase0:1(462:477/2:2)
Toni Herrmann0:1(505:512/2:2)
Steffi Boenki1:0(559:534/2:2)
Ines Werner0:1(468:497/1:3)

Endlich der dritte Saisonsieg und weiter Hoffnung

Kegeln Landesliga Männer 200 Wurf
SG Bleicherode/Sollstedt – SV 1883 Langla II 4885:4748


Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und hoffen auf den Klassenerhalt in der Landesliga der Kegler dürfen die Männer der Spielgemeinschaft Glückauf Bleicherode/Aktivist Solltstedt weiter. Am Sonnabend gelang im Heimspiel gegen die 2. Mannschaft des SV 1883 Langula endlich der dritte Saisonsieg, der das Team wieder bis auf zwei Punkte an die Nichtabstiegsplätze heran brachte.

Der Beginn war diesmal nicht der beste, denn sowohl Maik Schäfer als auch der derzeit beste SG-Spieler Daniel Schäfer blieben unter ihren gewohnten Leistungen. Aber während Maik Schäfer gegen den Tagesbesten Mario Koch (863 Holz) wegen zu vieler Fehlwürfe eine deutliche Niederlage bezog konnte das Daniel Schäfer trotz schwachen Spiels in die Vollen gegen den Schlechtesten der Gäste Frank Breitbarth wenigstens ausgleichen und dem nächsten Paar sogar noch einen kleinen Vorsprung mit auf die Bahn geben.

Das SG-Mittelpaar wurde dann an diesem Tag zum Prunkstück der Gastgeber während die Gäste hier entscheidend an Boden verloren. Hanjo Sinzel und Rainer König waren ihren Gegnern sowohl in die Vollen als auch im Räumen mit starken Resultaten klar überlegen und nahmen ihnen zusammen 173 Punkte ab. Damit lag die SG vor dem letzten Paar mit 181 Holz in Führung. Doch dass selbst solch eine klare Führung noch keine Garantie für einen Sieg am Ende ist, dass musste die SG zuletzt erst gegen Waltershausen schmerzlichst erfahren. Da hatte ein Vorsprung von 180 Holz vor dem letzten Paar auch nicht gelangt. Doch diesmal geriet man nicht mehr in Bedrängnis. Fabian Arnhold musste zwar noch eine deutliche Niederlage hinnehmen, leistete sich einfach zu viele Fehlwürfe, doch Uwe Schäfer ließ nichts anbrennen, sicherte mit dem fünften Achthunderter für die SG nach zuvor acht Niederlagen in Folge den langersehnten Sieg ab. Für die SG war es am Ende das zweitbeste Heimresultat der Saison.
Maik Schäfer800:863
Daniel Schäfer825:754
Hanjo Sinzel846:767
Rainer König857:763
Fabian Arnhold744:810
Uwe Schäfer813:791

TSG-Senioren in Gera chancenlos

Kegeln Verbandsliga Senioren 120 Wurf
KSV Heinrichsbrücke Gera – TSG Salza 5:1 (2047:1858/13:3)


Ohne Kapitän Rainer Schubert und den zur Zeit formschwachen Erwin Fessel waren die Senioren der TSG Salza illusionslos zum Tabellendritten nach Gera gereist. Und schon nach dem ersten Paar deutete sich dann auch eine deutliche Niederlage an. Dieter Werner war dem Tagesbesten Thomas Richter (538 Holz) nicht gewachsen, konnte nur auf Bahn Drei einen denkbar knappen 129:128-Erfolg verbuchen. Und auch der glückliche Sieg von Wolfgang Heinze konnte bei den Gästen kaum Optimismus für den zweite Durchgang auslösen. Hier konnte zunächst Rainer Krätzschel zwei Bahnen lang noch einigermaßen gegenhalten, war dann aber genauso chancenlos wie Karl-Heinz Meister von Beginn an.
Dieter Werner0:1(487:538/1:3)
Wolfgang Heinze1:0(490:489/2:2)
Rainer Krätzschel0:1(431:504/0:4)
Karl-Heinz Meister0:1(450:516/0:4)

Kapitän schwach aber die Mannschaft stark

Kegeln Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV – ZSG Grün-Weiß Waltershausen 1753:1670


Vieselbachs Siegfried Wenzel sorgte mit 482 Holz bei Spitzenreiter Gebesse für die überlegene Tagesbestleistung. Der Waltershäuser Dieter Pommerenke war mit gleichfalls herausragenden 479 Holz in Nordhausen der Tagesbeste. Doch während Wenzel mit seinen Vieselbachern Gebesee überraschen die erste Heimniederlage beibrachte mussten sich Pommerenkes Waltershäuser am Ende dem Nordhäuser SV doch noch klar geschlagen geben. Damit geht es nun für Gebesee und Nordhausen punktgleich an der Spitze in die letzten drei Spieltage.

Uwe Schmögner war diesmal der Beste in der siegreichen NSV-Mannschaft (Foto: Uwe Tittel) Uwe Schmögner war diesmal der Beste in der siegreichen NSV-Mannschaft (Foto: Uwe Tittel)

Uwe Schmögner war diesmal der Beste in der siegreichen NSV-Mannschaft

Die Beobachter in Nordhausen staunte zunächst nicht schlecht, als nach dem ersten Durchgang der Tabellenletzte ZSG Grün-Weiß Waltershausen deutlich mit 67 Zählern Vorsprung führte. Karl-Josef Gleitze spielte wie schon in den letzten Partien sehr durchwachsen, fand einfach nicht zu Stabilität. Es reichte aber noch zum knappen Einzelsieg. Dafür hatte Kapitän Reiner Hagemeier einen rabenschwarzen Tag. Von Beginn an stand er gegen den bekannt starken Dieter Pommerenke sowohl in die Vollen als auch im Räumen auf verlorenem Posten. Doch Kegeln ist bei aller Individualität der Einzelnen auch Mannschaftssport und abgerechnet wird am Ende. Und mit großartigen Leistungen glich das zweite NSV-Paar die Tagesschwäche ihres Kapitäns aus. Rainer Willes Gegner Bernhard Neubauer leistete zunächst harten Widerstand, lag nach der ersten Bahn nur knapp zurück. Aber Schmögner deklassierte mit einer überragenden ersten Bahn (262 Holz) seinen zu schwachen Kontrahenten und brachte Nordhausen damit schon leicht in Führung. Er konnte auf den zweiten 50 Wurf dieses Niveau zwar nicht halten, baute seine Führung aber weiter aus und war mit 175 Holz der tagesbeste Räumer. Zum tagesbesten Spieler in die Vollen (320 Holz) schwang sich auf der anderen Bahn Rainer Wille auf. Während Neubauer sein Pulver verschossen hatte steigerte sich Wille deutlich und landete auch noch einen überlegenen Sieg. Für einen spannenden Schlussspurt um den Thüringer Landestitel ist also gesorgt.
Uwe Tittel

Karl-Josef Gleitze 413:410
Reiner Hagemeier 409:479
Rainer Wille 462:421
Uwe Schmögner 469:360
Autor: red

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