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Mutwillig zerstört

Freitag, 30. Januar 2015, 08:45 Uhr
Die ureigene Aufgabe der Forstpartie ist es, unseren Wald zu mehren und ihn vor Schaden zu bewahren. Ab Mitte der 1990er Jahre begann man im Raum Nordhausen verstärkt mit der Erstaufforstung von ertragsschwachen, landwirtschaftlich genutzten Flächen. Aber auch davor macht der Vandalismus keinen Halt...

Mutwillig zerstört (Foto: Apel) Mutwillig zerstört (Foto: Apel)
Mutwillig zerstörter Wildschutzzaun einer Eichen- Edellaubholzkultur nahe Kehmstedt

Ein Schwerpunkt der Waldmehrung liegt dabei im Raum Kehmstedt und Wipperdorf. Hier etablierten sich neue Waldflächen mit unterschiedlichen Baumarten.

Mit Fördermittel des Freistaates, aufforstungswilligen Landwirten und Unternehmen, wie der Wipperdorfer Agrargesellschaft, entstanden überwiegend Eichen- und Edellaubholzbestände. Ausnahmslos alle dieser ökologisch und kulturell nachhaltigen Anpflanzungen bedürfen des besonderen Schutzes durch Wildzäune. Verbeißendes, schälendes und verfegendes Wild muss von den jungen Bäumen fern gehalten werden.

Es dauert oft länger als 10 Jahre um die langsam wachsenden Eichen aus den frühzeitliche Gefahren herauszupflegen. In letzter Zeit bemerkt man gerade im Bereich Kehmstedt eine verstärkte Zunahme des Vandalismus an den Forstschutzzäunen und Jungbäumen. Mutwillig wird das schützende Drahtgeflecht zerschnitten, Zaunpfosten umgeworfen und Leittriebe junger Bäume abgebrochen. Ungeachtet der Nichtwürdigung der langwierigen Arbeit und Nichtachtung des Allgemeingutes, stellt diese eindeutige Sachbeschädigung eine Straftat nach BGB dar, die strafrechtlich verfolgt wird.

Das Forstamt Bleicherode-Südharz empfiehlt den Waldbesitzern und allen sich mit dem Wald verbunden fühlenden Bürgern verstärkt Kontrollen durchzuführen, um das sichere Überführen der Forstkulturen in dauerhaften Wald zu gewährleisten.
Michael Böhme
Autor: red

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