Comics von Luther
Donnerstag, 29. Januar 2015, 09:34 Uhr
Am 12. Februar findet im Lesesaal der Stadtbibliothek ein Lichtbildervortrag zum Themenjahr Reformation und Bild mit Dr. Bodo Seidel statt. Da stehen Comics von Luther im Mittelpunkt...
Unter dem Motto Luthers Comics zeigt er, wie in einer Zeit, in der rund 90 Prozent der Menschen in Mitteleuropa nicht lesen und schreiben können, mit karikaturähnlichen Illustrationen beim Buch- und Bibeldruck gearbeitet wurde.
In der Reformationszeit war der Buchdruck erst rund ein Jahrhundert alt. Es gab im frühesten Bibeldruck allerdings schon Illustrationen. Fast jeder kennt die Holzschnitte der Lutherbibel aus der Cranach-Werkstatt, erklärt Bodo Seidel.
Gleichzeitig waren sogenannte Einblattdrucke im Umlauf. Das waren die Flugschriften der Reformation. Sie hatte nicht selten unbarmherzigste Darstellungen der gegnerischen Seite zur Absicht. Da kommt der Papst schlecht weg. Aber auch die katholische Seite bediente sich dieser karikaturähnlichen Drucke, um sich zu verteidigen und die Gegenseite bloß zustellen.
In der Reformationszeit gab es einen regelrechten Kampf der Comics. Die bildliche Darstellung wurde verwendet, und die Autoren wollten offenkundig keine Grenzen kennen. Aufgrund des fast flächendeckenden Analphabetismus in dieser zeit konnte Schrift da nicht ankommen, Bilder schon.
Autor: redUnter dem Motto Luthers Comics zeigt er, wie in einer Zeit, in der rund 90 Prozent der Menschen in Mitteleuropa nicht lesen und schreiben können, mit karikaturähnlichen Illustrationen beim Buch- und Bibeldruck gearbeitet wurde.
In der Reformationszeit war der Buchdruck erst rund ein Jahrhundert alt. Es gab im frühesten Bibeldruck allerdings schon Illustrationen. Fast jeder kennt die Holzschnitte der Lutherbibel aus der Cranach-Werkstatt, erklärt Bodo Seidel.
Gleichzeitig waren sogenannte Einblattdrucke im Umlauf. Das waren die Flugschriften der Reformation. Sie hatte nicht selten unbarmherzigste Darstellungen der gegnerischen Seite zur Absicht. Da kommt der Papst schlecht weg. Aber auch die katholische Seite bediente sich dieser karikaturähnlichen Drucke, um sich zu verteidigen und die Gegenseite bloß zustellen.
In der Reformationszeit gab es einen regelrechten Kampf der Comics. Die bildliche Darstellung wurde verwendet, und die Autoren wollten offenkundig keine Grenzen kennen. Aufgrund des fast flächendeckenden Analphabetismus in dieser zeit konnte Schrift da nicht ankommen, Bilder schon.

