Verblendet, überheblich, von Hass erfüllt
Dienstag, 27. Januar 2015, 11:35 Uhr
Der 27. Januar ist traditionell der Tag, an dem in Deutschland den Opfern des Nationalsozialismus gedacht wird. Es ist der Tag, an dem vor 70 Jahren das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde. Auch in Nordhausen fand man sich zur Kranzniederlegung an der Gedenkstele auf dem Ehrenfriedhof ein...
Im Jahr 1996 wurde der 27. Januar erstmals auf betreiben des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als offizieller Gedenktag begangen. Als Synonym für den Schrecken der Hitler-Jahre stand dabei das Konzentrationslager Auschwitz. Die Bilder der Befreiung und mit ihnen die Gräuel dieser Zeit, gingen vor 70 Jahren um die Welt.
Die Bilder sind "so furchtbar, dass einem oft die Worte fehlen", sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh in seiner Rede . Die Deutschen seien damals "verblendet, überheblich und voller Hass" gewesen. Heute müsse man sich vor diesen Spiegel stellen. "Unser Land ist in Bewegung. Die Gründe dafür sind diffus, doch umso schärfer muss die Grenze gezogen werden", sagte Zeh in Anspielung auf die Protestbewegungen in Dresden, Leipzig und andernorts.
Man solle Minderheiten nicht zu Sündenböcken machen, so Zeh, die Mehrheit der Muslime und der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten könne nichts für fanatische Mörder. Es gehe den Asylbewerbern um die nackte Existenz und es sei unsere ethische Verpflichtung, hier zu helfen. "Wer auf Radikalisierung setzt, der sei auf das Grundgesetz, Artikel 1 verwiesen - die Würde des Menschen ist unantastbar".
Auch die Befreiung des Konzentrationslagers Dora vor den Toren der Stadt jährt sich zum 70. Mal und noch einmal werden dann einige der Überlebenden des Lagerhorrors in Nordhausen erwartet. Es könnte das letzte mal sein, dass die Zeitzeugen an diesen Ort des Schreckens und des Todes zurückkehren.
Ab dem 10. April wird die Gedenkstätte in Kooperation mit der Stadt mehrere Tage mit verschiedenen Programmpunkten an die Befreiung erinnern. Unter anderem wird es Veranstaltungen in Woffleben und Ellrich aber auch in Nordhausen selbst geben. Die zentrale Gedenkfeier findet am 13. April in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora statt.
Angelo Glashagel
Autor: redIm Jahr 1996 wurde der 27. Januar erstmals auf betreiben des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als offizieller Gedenktag begangen. Als Synonym für den Schrecken der Hitler-Jahre stand dabei das Konzentrationslager Auschwitz. Die Bilder der Befreiung und mit ihnen die Gräuel dieser Zeit, gingen vor 70 Jahren um die Welt.
Die Bilder sind "so furchtbar, dass einem oft die Worte fehlen", sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh in seiner Rede . Die Deutschen seien damals "verblendet, überheblich und voller Hass" gewesen. Heute müsse man sich vor diesen Spiegel stellen. "Unser Land ist in Bewegung. Die Gründe dafür sind diffus, doch umso schärfer muss die Grenze gezogen werden", sagte Zeh in Anspielung auf die Protestbewegungen in Dresden, Leipzig und andernorts.
Man solle Minderheiten nicht zu Sündenböcken machen, so Zeh, die Mehrheit der Muslime und der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten könne nichts für fanatische Mörder. Es gehe den Asylbewerbern um die nackte Existenz und es sei unsere ethische Verpflichtung, hier zu helfen. "Wer auf Radikalisierung setzt, der sei auf das Grundgesetz, Artikel 1 verwiesen - die Würde des Menschen ist unantastbar".
Auch die Befreiung des Konzentrationslagers Dora vor den Toren der Stadt jährt sich zum 70. Mal und noch einmal werden dann einige der Überlebenden des Lagerhorrors in Nordhausen erwartet. Es könnte das letzte mal sein, dass die Zeitzeugen an diesen Ort des Schreckens und des Todes zurückkehren.
Ab dem 10. April wird die Gedenkstätte in Kooperation mit der Stadt mehrere Tage mit verschiedenen Programmpunkten an die Befreiung erinnern. Unter anderem wird es Veranstaltungen in Woffleben und Ellrich aber auch in Nordhausen selbst geben. Die zentrale Gedenkfeier findet am 13. April in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora statt.
Angelo Glashagel













