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Ordentlich Holz vor der Hütte

Freitag, 23. Januar 2015, 15:19 Uhr
Diese Woche fand im Forstamt Erfurt wieder die Holzauktion statt. Unter den 17 Thüringer Forstämtern befanden sich auch das Amt Bleicherode-Südharz. 63 Festmeter Holz hatten die Südharzer zur Versteigerung gebracht. Und das dürfte sich gelohnt haben, denn wenn die Qualität stimmt, stimmt auch der Preis...

Wie jedes Jahr fand am 20. und 21. Januar 2015 im Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode die Laub- und Nadelholzsubmission statt.

Neben 17 Thüringer Forstämtern, der Stadt Mühlhausen, boten zwei Forstämter aus Sachsen-Anhalt insgesamt 1.627 Festmeter Besthölzer an. Die Langhölzer sind auf dem Lagerplatz Egstedt fachgerecht zur Begutachtung durch die Holzexperten präsentiert wurden. Das Forstamt Bleicherode-Südharz hat sich mit 63 Festmetern Laubholz am Meistgebotsverkauf beteiligt. In 10 von den 11 Revieren sind vorallem Traubeneichen, Gemeine Esche und Bergahorn geschlagen wurden.

Bei „weißen“ Hölzern haben sich die Förster und Waldbesitzer dieses Mal zurückgehalten. Die Eiche bleibt ein Dauerbrenner und die Gemeine Esche leidet unter dem Eschentriebsterben und wird verstärkt aus den Waldbeständen entnommen.

Eine Prachteiche aus dem Stadtwald Sondershausen, war in Egstedt gut präsentiert. Der Hauptamtsleiter Herr Schard von der Stadt und der zuständige Revierleiter Marcel Raube, freuen sich über die gelungene Verkaufsaktion.  (Foto: Klaus-Wilhelm Brüggemann) Eine Prachteiche aus dem Stadtwald Sondershausen, war in Egstedt gut präsentiert. Der Hauptamtsleiter Herr Schard von der Stadt und der zuständige Revierleiter Marcel Raube, freuen sich über die gelungene Verkaufsaktion. (Foto: Klaus-Wilhelm Brüggemann)

Der Einschlag der Werthölzer konzentrierte sich auf die Hainleite mit 28 Festmetern und den Thüringer Südharz mit 15 Festmeter. Für die Stadt Sondershausen submittierte das Forstamt allein 21 Festmeter. Der Bieterkreis zu 2014 ist annährend gleich geblieben. Erfreulich ist die Tendenz zu mehr regionalen Kaufinteressenten.

Das hohe Preisniveau bedingt auch eine hohe Qualität der Angebotsware. Die preiswerteren Nachbildungen von Rohholz auf dem Markt, z. B. Laminate, sind eine immer größere Konkurrenz für Echtholz.

Das veräußerte Premiumholz erzielte einen Nettoerlös von 21.300 €. Der durchschnittliche Preis pro Festmeter war immerhin 353 €. Das ist im Einzelverkauf nicht zu erreichen. Das höchste Gebot für Holz aus dem Südharz wurde für eine Eichenwalze aus dem Günzeröder Hagen mit 781 € pro Festmeter abgegeben.

Knapp 2.000 € für einen Stamm, das lässt sich sehen. Eine sehr alte, leicht abgängige Elsbeere aus dem Helbetal bei Himmelsberg im Revier. Großfurra füllt das Finanzsäckel der Stadt Sondershausen mit 612 € pro Festmeter. Insgesamt eine runde Sache!

Die Esche aus heimischen Wäldern erwarb fast komplett ein Meistbieter aus Polen. Übrigens, der Renner der Auktion war ein Bergahorn mit 2.150 € pro Festmeter vom Hainich aus dem Privatwald.
Klaus-Wilhelm Brüggemann
Autor: red

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