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Harz gemeinsam voranbringen

Freitag, 23. Januar 2015, 13:13 Uhr
Vertreter der Landkreise und verschiedener Städte im Harz haben sich gestern im Nordhäuser Landratsamt getroffen, um die Thematik Verkehrsinfrastruktur im Harz zu diskutieren...

Gemeinsam für den Harz (Foto: J. Piper) Gemeinsam für den Harz (Foto: J. Piper)
„Ziel ist es, unsere gemeinsamen Interessen zu bündeln und eine Strategie für die länderübergreifende Region Harz vorzubereiten“, sagte Jutta Krauth, die zur Arbeitsgruppe Verkehrsinfrastruktur eingeladen hatte.

Eines der Kernthemen war erneut der dringend erforderliche Weiterbau der B 243, da durch die weitgehende Fertigstellung in Niedersachsen insbesondere der Schwerlastverkehr noch weiter zugenommen habe.

„Das Vorhaben muss beim Bund wieder prioritär behandelt werden. Hierzu sind wir im Gespräch mit unserer Verkehrsministerin Birgit Keller, wie das Land uns bei diesem Anliegen unterstützen kann“, so Jutta Krauth. Der Nordhäuser OB Dr. Klaus Zeh sprach noch einmal die perspektivische Zielstellung eines Harzrings einer, also einer durchgehenden Verbindung der Bundesstraßen und Autobahnen, um den Harz insgesamt noch besser zu erschließen. Dabei spiele neben der B 243 auch die B 6n und in der Fortführung der A 38 die A 71 Richtung Bayern eine Rolle.

Zusätzlich zum Straßennetz diskutierten die kommunalen Vertreter auch die landkreisübergreifende Weiterentwicklung des ÖPNV und des Radwegenetzes. Hier sprach Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold die Problematik an, dass trotz Förderung sich viele Kommunen den Eigenanteil für den Bau eines Radwegs nicht leisten können, denn aufgrund der angespannten Finanzsituation seien gerade freiwillige Aufgaben schwer umsetzbar. Andiskutiert wurde auch die Idee, zukünftig einen Staatsvertrag für die gesamte Harzregion abzuschließen, um einheitliche Entwicklungsziele und -korridore festzulegen und eine länderübergreifende Förderpolitik zu erreichen.

Getroffen haben sich in der gestrigen AG-Sitzung die Landkreise Harz, Mansfeld-Südharz, Goslar, Osterode und Nordhausen sowie die Städte Nordhausen, Ellrich, Bad Sachsa, Wernigerode, Ilsenburg und Samtgemeinde Oberharz. Hervorgegangen ist die AG Verkehrsinfrastruktur ebenso wie weitere Arbeitsgruppen aus dem länderübergreifenden Treffen von Landkreisen und Kommunen im Harz, das die Stadt Goslar initiiert hat. Zum vierten Mal werden sich die kommunalen Vertreter Ende Februar in Sangerhausen treffen und dort auch die Fortschritte in den einzelnen Arbeitsgruppen zusammentragen.
Autor: red

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