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In Bleicherode können bald die Bagger rollen

Donnerstag, 22. Januar 2015, 20:37 Uhr
Zur Sitzung des Hauptausschusses in Bleicherode dominierte vor allem das Thema Bauvorhaben, allen voran die Sanierung der Friedrich-Naumann-Straße. Aber auch viele andere Themen, welche Bleicherode zu Beginn des Jahres bewegen werden, wurden angesprochen. Gute Nachrichten gab es unter anderem für Häuslebauer...

Es hat einige Jahre gedauert, bis das Bauvorhaben Friedrich-Naumann-Straße so richtig in die Gänge kam. Heute wurde im Hauptausschuss der Stadt Bleicherode bekannt, dass die Bagger wohl bald rollen können. Die Fördermittel für das Gemeinschaftsvorhaben der Stadt, des Wasserverbandes und des Abwasserzweckverbandes stünden nun endlich bereit. 856.000 Euro entfallen dabei auf die Stadt, von denen 75% durch Fördermittel abgedeckt sind.

Der Ausbau soll bis zur Kreuzung Angerberg erfolgen und wird Veränderungen und Modernisierungen mit sich bringen. Bis auf Höhe der Altdeutschen Bierstube soll das Pflaster Denkmalgerecht saniert, die Bushaltestelle modernisiert werden. Der Fußgängerüberweg an der Kreuzung Gartenstraße soll zur Sicherheit der Bleicheröder Schüler auf die südliche Seite verlegt werden. Ob man auch den bisherigen Überweg erhält, ist noch unklar. Den Gehweg von bisher zwei Metern Breite will man auf 1,50 Meter verengen, die Fahrbahnbreite auf 6,50 Meter anlegen. Die Baustellenampel am Angerberg, einst als Provisorium gedacht, soll durch eine ordentliche Anlage ersetzt werden.
Außerdem plant man, den Schilderwald etwas zu lichten.

Sobald der Boden frei von Frost ist, sollen die Bauarbeiten beginnen und in drei Abschnitten durchgeführt werden. Am Kreuzungsbereich nahe der Schule soll möglichst während der Ferien gearbeitet werden.

Zur letzten Sitzung des Stadtrates in Obergebra hatte es eine kontrovers geführte Diskussion um die Aufstellung einer Photovoltaikanlage gegeben. Anwohner hatten angeboten, die Pacht für das in Frage kommende Grundstück selber zu übernehmen und der Stadtrat entschied, die Beschlussfassung auf den Januar zu verlegen um in der Zwischenzeit weitere Gespräche führen zu können.

Vergangene Woche tagte noch einmal der Ortschaftsrat Obergebras und empfahl den ursprünglichen Antrag zur Errichtung der Anlage mit vier "Ja"-Stimmen, einer Enthaltung und einer Ablehnung. Man habe alles "detailliert besprochen", sagte Bleicherodes Bürgermeister, Frank Rostek. Ein alternatives Konzept seitens der Bürgerschaft war nicht eingereicht worden, zur Stadtratssitzung in der kommenden Woche wird nun also endgültig über den Beschluss abgestimmt werden.

Rostek kündigte für den Februar auch eine Einwohnerversammlung an, ein genaueren Termin gibt es bisher aber nicht. Stadtentwicklungskonzept, Baumaßnahmen und Häuser, Breitbandausbau und Erdgasverdichtung - vor allem die Infrastruktur soll dann Thema sein.

In Sachen öffentlicher Nahverkehr will Bleicherode mit einigen Änderungswünschen an den Landkreis herantreten. Es soll geprüft werden, ob auf Höhe der neuen Backstube eine Haltestelle eingerichtet werden kann. In Obergebra möchte man eine Haltestelle schließen, die im wöchentlichen Durchschnitt gerade einmal zwei Fahrgäste nutzen. Für Sollstedt und Umgebung will man auf eine bessere Abstimmung verschiedener Linien drängen.

Gute Nachrichten hatte Rostek von der Industriebrache der ehemaligen Stielwerke zu vermelden. War bisher befürchtet worden, der Grund und Boden der Brache könnte kontaminiert sein, hat die abschließende Kontrolle ergeben, dass die Fläche frei von Belastung ist. Auf den Grundstücken könnte also gebaut werden. Mit dem entsprechenden Bebauungsplan will man sich im Laufe des Jahres beschäftigen.

Zu guter letzt konnte auch über einen leicht positiven Trend am Arbeitsmarkt berichtet werden. Hatte Bleicherode im Juni 2014 noch 289 Arbeitslose, so sank die Zahl auf aktuell 275 Menschen, die ohne Anstellung sind.
Angelo Glashagel
Autor: red

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