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WVN: Der Freistaat muß finanzieren

Donnerstag, 31. Mai 2001, 12:19 Uhr
Nordhausen/Sülzhayn (nnz). Zum Stand der Bauarbeiten an der L 1014 im Bereich Sülzhayn äußerte sich jetzt der Wasserverband Nordhausen (WVN). nnz hatte gestern berichtet, daß mit dem Ausbau der Straße in Richtung Jägerfleck in diesem Jahr nicht mehr begonnen werden kann.

Seitens des Straßenbauamtes Leinefelde wurden als Gründe auch umfangreiche Ersatzmaßnahmen für die Trinkwasserversorgung des Ortes angesprochen. Zu diesen Ersatzmaßnahmen gehört die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung des Ortes. Der WVN betreibt in diesem Bereich ein Wasserwerk und drei Gewinnungsanlagen, weiterhin gehören aber auch Leitungen dazu. Der Betrieb dieser Anlagen sei durch den Ausbau der Straße nicht mehr vollauf gewährleistet, so WVN-Geschäftsführer Ulrich Schardt auf nnz-Anfrage. Eine Finanzierung der Ersatzmaßnahmen durch den Wasserverband sie nicht nachvollziehbar, da so die Bürger zusätzlich belastet werden.

Nach nnz-Recherchen würden die Ersatzmaßnahmen rund eine halbe Million Mark verschlingen, Geld, das aus dem Landeshaushalt zur Verfügung gestellt werden müsse. Der Wasserverband hat dem Straßenbauamt seinen Standpunkt bereits klar gemacht, jetzt warte man auf eine Reaktion aus Leinefelde. Grundsätzlich wird der Trinkwasserversorger einer Verbesserung der Infrastruktur im Bereich Sülzhayn nicht im Wege stehen. Für den Verband hat jedoch die Versorgung der Bürger im Südharz mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser absolute Priorität, so Schardt abschließend.
Autor: nnz

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