Wenn eine Elfe ihr Haar verliert…
Sonntag, 18. Januar 2015, 19:59 Uhr
Bei einem Spaziergang im Wald hat Finn (4) aus Stempeda etwas Besonderes entdeckt. Sind es Schneereste, Wattebäusche, weiße Schimmelpilze, Federn oder gar die herabgefallenen weißen Haare einer Waldelfe...
Nachdem der außergewöhnliche Fund genauer untersucht und fotografiert war, wurde zu Hause von Mama Internetrecherche betrieben.
Dabei stellte sich heraus, es ist nichts dergleichen! Dafür jedoch eine seltene Naturerscheinung: Bei den zarten Gebilden scheint es sich um Haareis, auch Eiswolle genannt zu handeln.
Das weiße Wunder entsteht nicht wie der Raureif durch gefrierende Luftfeuchtigkeit, sondern "wächst" regelrecht aus toten, am Boden liegenden Ästen heraus. Die eisigen Haare sind nie zu Büscheln miteinander verbunden. Vereinzelt bilden sie Locken, sind durch einen Windhauch gescheitelt worden oder wickeln sich um die Äste. Die Fäden können bis zu zwölf Zentimeter lang werden. Meist verzaubert die weiße Pracht nur für wenige Stunden den Wald, denn damit das Haareis entsteht, müssen auf kleinstem Raum einige Bedingungen genau aufeinander treffen. Die feinen, knapp ein Zehntelmillimeter dünnen Härchen entstehen an schneelosen Tagen nur auf morschem Laubholz (vorwiegend Buchen), dessen Rinde sich schon gelöst hat oder sich gerade löst. Außerdem müssen hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur knapp unter dem Gefrierpunkt herrschen. Aus den Poren des sehr feuchten Holzes tritt das Wasser heraus und gefriert zu feinen Fäden. Es wächst also wie Haare von der "Wurzel" her und nicht an der Spitze.
Leider konnte Finn den außergewöhnlichen Fund nicht mit nach Hause nehmen. Nimmt man nämlich die weißen Härchen in die Hand, schmelzen sie sofort weg.
Autor: redNachdem der außergewöhnliche Fund genauer untersucht und fotografiert war, wurde zu Hause von Mama Internetrecherche betrieben.
Dabei stellte sich heraus, es ist nichts dergleichen! Dafür jedoch eine seltene Naturerscheinung: Bei den zarten Gebilden scheint es sich um Haareis, auch Eiswolle genannt zu handeln.
Das weiße Wunder entsteht nicht wie der Raureif durch gefrierende Luftfeuchtigkeit, sondern "wächst" regelrecht aus toten, am Boden liegenden Ästen heraus. Die eisigen Haare sind nie zu Büscheln miteinander verbunden. Vereinzelt bilden sie Locken, sind durch einen Windhauch gescheitelt worden oder wickeln sich um die Äste. Die Fäden können bis zu zwölf Zentimeter lang werden. Meist verzaubert die weiße Pracht nur für wenige Stunden den Wald, denn damit das Haareis entsteht, müssen auf kleinstem Raum einige Bedingungen genau aufeinander treffen. Die feinen, knapp ein Zehntelmillimeter dünnen Härchen entstehen an schneelosen Tagen nur auf morschem Laubholz (vorwiegend Buchen), dessen Rinde sich schon gelöst hat oder sich gerade löst. Außerdem müssen hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur knapp unter dem Gefrierpunkt herrschen. Aus den Poren des sehr feuchten Holzes tritt das Wasser heraus und gefriert zu feinen Fäden. Es wächst also wie Haare von der "Wurzel" her und nicht an der Spitze.
Leider konnte Finn den außergewöhnlichen Fund nicht mit nach Hause nehmen. Nimmt man nämlich die weißen Härchen in die Hand, schmelzen sie sofort weg.



