nnz-Forum: Verantwortungslos
Mittwoch, 19. Mai 2004, 14:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte heute berichtet, daß die Handwerker in Nordthüringen ab dem kommenden Jahr keine Lehrlinge mehr ausbilden wollen. Dazu erreichte die Redaktion jetzt ein Statement des DGB.
Der Aufruf zum Lehrstellenboykott des Nordthüringer Handwerks, im nächsten Jahr keine Lehrlinge mehr auszubilden, zeigt, wie verantwortungsvoll die Handwerkerschaft in Zukunft mit der Ausbildung der Jugendlichen in der Region umgehen wird. Der eigentliche Skandal ist, dass der Streit um den Standort der überbetrieblichen Ausbildung, in dem es nur um die Interessen einiger Weniger geht, auf dem Rücken der Auszubildenden ausgetragen wird.
Die Aussage der Kreishandwerkerschaft vom März diesen Jahres, jährlich rund 400 Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, wird mit dem Aufruf zum Lehrstellenboykott durch die Innungsobermeister der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft absurdum geführt. Dies zeigt auch, was von der Selbstverpflichtung der Arbeitgeber zur Bereitstellung von Ausbildungsplätzen zu halten ist. Die Forderung nach einer Ausbildungsplatzabgabe ist damit mehr als gerechtfertigt.
Im übrigen wird durch Herrn Senft verschwiegen, dass schon im September 2001 durch den Berufsbildungsausschuss der zuständigen Stelle für die Berufsausbildung im Handwerk der Handwerkskammer Erfurt beschlossen wurde, in dem auch die Vertreter des nordthüringischen Handwerks ihre Stimme haben, aus gutem Grund die überbetriebliche Ausbildung in Leinefelde bis zum Jahre 2005 zu befristen. Die Nordthüringer Handwerker hatten somit genügend Zeit, sich auf diese Situation einzustellen.
Ulrich Hannemann, DGB Nordthüringen
Der Aufruf zum Lehrstellenboykott des Nordthüringer Handwerks, im nächsten Jahr keine Lehrlinge mehr auszubilden, zeigt, wie verantwortungsvoll die Handwerkerschaft in Zukunft mit der Ausbildung der Jugendlichen in der Region umgehen wird. Der eigentliche Skandal ist, dass der Streit um den Standort der überbetrieblichen Ausbildung, in dem es nur um die Interessen einiger Weniger geht, auf dem Rücken der Auszubildenden ausgetragen wird.
Die Aussage der Kreishandwerkerschaft vom März diesen Jahres, jährlich rund 400 Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, wird mit dem Aufruf zum Lehrstellenboykott durch die Innungsobermeister der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft absurdum geführt. Dies zeigt auch, was von der Selbstverpflichtung der Arbeitgeber zur Bereitstellung von Ausbildungsplätzen zu halten ist. Die Forderung nach einer Ausbildungsplatzabgabe ist damit mehr als gerechtfertigt.
Im übrigen wird durch Herrn Senft verschwiegen, dass schon im September 2001 durch den Berufsbildungsausschuss der zuständigen Stelle für die Berufsausbildung im Handwerk der Handwerkskammer Erfurt beschlossen wurde, in dem auch die Vertreter des nordthüringischen Handwerks ihre Stimme haben, aus gutem Grund die überbetriebliche Ausbildung in Leinefelde bis zum Jahre 2005 zu befristen. Die Nordthüringer Handwerker hatten somit genügend Zeit, sich auf diese Situation einzustellen.
Ulrich Hannemann, DGB Nordthüringen
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
