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Gottesdienst mit Bergwerks-Segen

Freitag, 16. Januar 2015, 06:56 Uhr
Unter dem „Friedenslicht aus Bethlehem“ fand am vergangenen Wochenende ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Segen für das Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld statt...


Durch diese Bergwerkssegnung unter dem Friedenslicht wurde die Bedeutung von historischer Tradition und moderner, zukunftsweisender Ökumene verdeutlicht. Zum zweiten Mal nahmen auch Geschwister der Neuapostolischen Gemeinde Nordhausen an diesem gemeinsamen Treffen teil. Sie wurden sehr freundlich aufgenommen.

Ilfeld ist ein Bergbau- und Erholungsort am Südharz mit zwei Besucherbergwerken und vielen montanhistorischen Bergbaurelikten. Christlicher Glaube und Harzer Bergbau sind historisch untrennbar verbunden. Ohne die Bitte um Gottes Beistand fuhr früher kein Bergmann in den Berg ein. Umso wichtiger ist der Bergwerkssegen auch mit der Bitte, diesen historischen Bergbau zu erhalten und auszubauen.

Eröffnet wurde der segensreiche Gottesdienst von den Sternsingern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Ilfeld. Der katholische Diakon i.R. Döring ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung und den Zusammenhang zwischen Glauben und Bergbau ein.
Im Gebet wurde namentlich der verstorbenen Bergleute des letzten Jahres gedacht. Nach dem gemeinsamen Vaterunser wurden die Anwesenden und das Bergwerk gesegnet und für das neue Jahr um den Segen und die Hilfe Gottes gebeten.

Der Gottesdienst wurde bereichert durch die musikalische Begleitung der evangelischen Ilfelder Organistin Frau Heimrich, den Sternsingern und dem Chor der Neuapostolischen Kirche Nordhausen, der mit passenden Liedern dem Gottesdienst eine besondere Note verlieh. Die Farbtupfer und die Bedeutung dieser Bergwerkssegnung setzten die Bergleute des Nordhäuser Bergmannvereins St. Barbara und den Bergwerkführern aus Ilfeld.

In seinem Schlusswort ging Manfred Kappler, Vorsitzender der Bergwerk- und Wanderführergruppe Ilfeld, auf den alten Namen „Grube; Segen des Herrn“ sowie des St. Barbara Stollens im Bergwerk „Lange Wand“ ein. „Gott schütze unseren montanhistorischen Bergbau und unsere Bergleute, welche sich darum bemühen.“, betonte Bruder Kappler.

Der Gottesdienst wurde mit dem gemeinsam gesungenen „Steigerlied“ beendet. Bei Kaffee und Gebäck kam man anschließend noch miteinander ins Gespräch. Dank sagen möchten die Organisatoren den etwa 40 Gottesdienstbesuchern, die zu diesem Bergwerkssegen gekommen waren. Ein besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden, die diesen besonderen Gottesdienst im Bergwerk mitgestaltet haben sowie für die Spenden, welche die Sternsinger für Kinder in Afrika bekommen haben.
Autor: red

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