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Premiere im Bürgerhaus

Dienstag, 13. Januar 2015, 19:19 Uhr
Zum ersten Mal wird der Neujahrsempfang der Stadt und der Hochschule Nordhausen im neuen Bürgerhaus ausgerichtet. Damit erlebt der 15-Millionen-Euro-Bau seine zweite politische Premiere...

Trio: Zeh, Wagner, Ramelow (Foto: nnz) Trio: Zeh, Wagner, Ramelow (Foto: nnz)

Die erste Premiere war die erste Sitzung des Nordhäuser Stadtrates, nun der Neujahrsempfang. Hier musste das Haus zeigen, ob es den Erwartungen der vielen Gäste entsprach.

Zu jenen, die da eingeladen waren, gehörte auch Thüringens neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow. Und das war eine weitere Premiere, denn noch nie nahm ein Thüringer MP eine Einladung an.

Zuvor eine Kritik, die sein muss: Die ersten Darbietungen der Kreismusikschule gingen komplett im Redeschwall der mehr als 300 Gäste unter. Entweder lag das an der Unhöflichkeit der Damen und Herren oder am technischen Unvermögen der Veranstalter, die akustischen Klänge elektronisch zu verstärken.

Nach dem Oberbürgermeister Zeh fast acht Minuten lang die besonderen Ehrengäste begrüßt hatte, erinnerte er an die Ereignisse in Paris, an die Opfer des Terrors und ging dann auf wesentlich freudigere Ereignisse ein. "Es waren noch einmal 36 kleine Nordhäuserinnen und Nordhäuser mehr, die im Vergleich zum Vorjahr auf die Welt gekommen sind. Und Nordhausen ist auch insgesamt gewachsen: Es fehlen nur noch fünf Einwohner, dann sind wir genau 42.000 Nordhäuser." Weitere Ausführungen können Sie, liebe nnz-Leser, im doku-Archiv nachlesen.

Blick auf die Gäste (Foto: nnz) Blick auf die Gäste (Foto: nnz)

Auch Hochschul-Präsident Prof-Jörg Wagner erinnerte an den Terrorakt in Frankreich und rief aus: Wir alle sind Charlie. Danach referierte der Hochschul-Chef acht Punkte. Unter anderem sagte Wagner, dass die Thüringer Hochschulen dem Land das Zehnfache einbringen, "was sie dem Land kosten". Auch bot Wagner an, noch in diesem Jahr einen Fernstudiengang für Betriebswirtschaft aufzulegen. Allerdings nur, wenn es Interesse aus Verwaltung und Wirtschaft dafür gebe.

Bodo Ramelow redete Klartext (Foto: nnz) Bodo Ramelow redete Klartext (Foto: nnz)

Ramelow freute sich über die Anregung von Dr. Zeh, Kooperationen in Richtung von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aufzubauen. Vor allem im Tourismus - eine Möglichkeit, deren Wirkung allerdings von den Kommunen initiiert werden muss.

Auch Wacker Nordhausen war ein Ramelow-Thema, er werde sich dessen Probleme annehmen, er werde zu einem Heimspiel im AKS sein und er werde mit der Stadt Nordhausen nach Lösungen suchen, so wie das im Koalitionsvertrag niedergeschrieben sei. Übrigens: Bodo Ramelow war sowas von locker an diesem Abend, er zelebrierte die komplette Spanne der Landespolitik, immer mit einem Wink auf die Opposition in persona von Egon Primas versehen.

Dann war der Teil der Reden und der Musik am Ende angekommen. Der zweite Part des Abends war der Kulinarik und den geistigen Seiten dieses Empfangs vorbehalten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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