Neuer Rekord mit schwacher erster Hälfte
Samstag, 10. Januar 2015, 23:04 Uhr
Mit einem neuen Tordifferenz-Rekord besiegte der Thüringer HC die DJK MJC Trier mit 39:17 (14:11). Auffälligste Spielerinnen waren die Trierer Torhüterin Verena Flöck, die in der ersten Hälfte die Thüringerinnen entnervte und Danick Snelder, die Kerstin Wohlbold auf der Regieposition über weite Strecken hervorragend vertrat...
Die meisten Treffer der Partie erzielte Katrin Engel (10/8) für den THC - für die Miezen war Katrin Schneider mit acht Toren (8/1) erfolgreichste Werferin.
Die Partie begann völlig anders als erwartet. Denn der Tabellenletzte spielte von der ersten Minute ohne Respekt vor dem hohen Favoriten und dieser kam einfach nicht aus den Startlöchern. Das erste Tor der Partie gehörte den Gästen - Katrin Schneider überwand Dinah Eckerle aus der Fernwurfzone. Die THC-Abwehr stand zu passiv und im Angriff traf man nur per Strafwurf. So konnten die Miezen über die Stationen 3:1, 4:2 und 5:3 in Führung bleiben.
Trainer Herbert Müller hatte genug gesehen und bat seine Mädels bereits in der siebten Minute zum Gespräch. Kurz darauf gelang Katrin Engel das erste Feldtor für ihre Mannschaft, davor hatte sie bereits dreimal von der Siebenmeterlinie getroffen. Im Angriff blieben die Thüringerinnen der Chancentod, reihenweise wurden freie Würfe nicht verwandelt. Auch noch nach 15 gespielten Minuten führte der Tabellenletzte aus Trier mit 8:7 und spätestens jetzt war wohl jedem in der Salza-Halle bewusst: das wird heute kein Selbstläufer.
Vier Minute später erhöhte Katrin Schneider mit verwandeltem Strafwurf auf 10:7. Miezen-Torhüterin Verena Flöck erwischte einen überragenden Tag und hielt einfach alles, was zu halten war. Durch einen Dreifach-Schlag war dann der Thüringer HC wieder auf 10:11 heran. Die Abwehr agierte nun etwas wacher und im Angriff konnte das gewohnte Tempospiel aufgezogen werden. Trier kämpfte verbissen für die riesengroße Überraschung. Im THC-Tor konnte sich Jana Krause zum Ende der ersten Hälfte steigern und zeigte einige schöne Paraden. Im Nachwurf erzielte Danick Snelder mit dem 11:11 den Ausgleich für den Deutsche Meister.(25. Minute). Die Niederländerin war es auch, die eine Minute später den ersten Führungstreffer erzielte. Die Abwehr der Thüringerinnen hatte sich stabilisiert und erlaubte den Gästen keine erfolgreichen Aktionen mehr. In die Kabine ging es mit einer versöhnlichen 14:11 Pausenführung für die Gastgeber.
Der Thüringer HC kam deutlich konzentrierter aus der Halbzeitpause und baute die Führung innerhalb von drei Minuten auf 17:11 aus. Trier war stehend KO - im Angriff ging überhaupt nichts mehr. Dem Deutschen Meister gelang nun alles. Kreisspielerin Danick Snelder verwandelte aus dem Rückraum zum 19:11. Kurze Zeit später setzte Jakubisova per Tempogegenstoß den 20. Treffer für ihre Mannschaft.
Die Abwehr des Tabellenführers war für die Miezen kaum zu überwinden und Torhüterin Jana Krause hatte ihr Tor seit der 20. Minute vernagelt und ließ keine Treffer zu. Maxime Struijs beendet mit ihrem Tor zum 12:23 die Torflaute der Gäste. Zuvor war der THC sage und schreibe ganze 21 Minuten ohne Gegentreffer geblieben und hatte das Spiel von einem 7:11 Rückstand auf 23:11 gedreht, was einem 16:0-Lauf für den Deutschen Meister entsprach.
Das Spiel war längst entschieden, doch die Thüringerinnen wollten sich anscheinend dringend für die ersten schwachen 20 Anfangsminuten bei ihren Fans entschuldigen. Die Gastgeberinnen zeigten weiter tollen Tempohandball und bauten die Führung weiter aus. So erkämpfte sich Svenja Huber den Ball in der Abwehr und überlief alles bei der 29:13 Führung. Trainer Herbert Müller nutzte die zweite Halbzeit um allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben und einige Stammkräfte, vor allem die durch eine Zerrung gehandicapte Kerstin Wohlbold, zu schonen. Am Ende steigerte der THC seinen eigenen Bundesligarekord von +19 Toren mit einem 39:17 Sieg gegen die Trierer Miezen auf eine 22 Tore-Differenz.
Herbert Müller (THC): Wir waren in der ersten Halbzeit nicht vorhanden und sind in der zweiten Halbzeit volles Tempo gegangen. Es ist immer schwer in so eine Partie als Topfavorit zu gehen. Wir haben heute mal wieder gelernt, jeden Gegner in der Bundesliga ernst zu nehmen. Was wir aber in der zweiten Halbzeit geleistet haben, war unglaublich. Ein riesen Kompliment an Torhüterin Verena Flöck, sie hat toll gehalten. In meiner Mannschaft erteile ich ein Sonderlob an Danick Snelder. Wie sie heute auf Rückraum Mitte gespielt hat, war der Wahnsinn. Sie sagt schon immer zu mir, dass ich sie völlig falsch einschätze. Sie gehört in den Rückraum. Das habe ich dann heute auch gelernt. Das wird für Kerstin ganz, ganz schwer in Leipzig ...
Stefanie Lapp
Autor: redDie meisten Treffer der Partie erzielte Katrin Engel (10/8) für den THC - für die Miezen war Katrin Schneider mit acht Toren (8/1) erfolgreichste Werferin.
Die Partie begann völlig anders als erwartet. Denn der Tabellenletzte spielte von der ersten Minute ohne Respekt vor dem hohen Favoriten und dieser kam einfach nicht aus den Startlöchern. Das erste Tor der Partie gehörte den Gästen - Katrin Schneider überwand Dinah Eckerle aus der Fernwurfzone. Die THC-Abwehr stand zu passiv und im Angriff traf man nur per Strafwurf. So konnten die Miezen über die Stationen 3:1, 4:2 und 5:3 in Führung bleiben.
Trainer Herbert Müller hatte genug gesehen und bat seine Mädels bereits in der siebten Minute zum Gespräch. Kurz darauf gelang Katrin Engel das erste Feldtor für ihre Mannschaft, davor hatte sie bereits dreimal von der Siebenmeterlinie getroffen. Im Angriff blieben die Thüringerinnen der Chancentod, reihenweise wurden freie Würfe nicht verwandelt. Auch noch nach 15 gespielten Minuten führte der Tabellenletzte aus Trier mit 8:7 und spätestens jetzt war wohl jedem in der Salza-Halle bewusst: das wird heute kein Selbstläufer.
Vier Minute später erhöhte Katrin Schneider mit verwandeltem Strafwurf auf 10:7. Miezen-Torhüterin Verena Flöck erwischte einen überragenden Tag und hielt einfach alles, was zu halten war. Durch einen Dreifach-Schlag war dann der Thüringer HC wieder auf 10:11 heran. Die Abwehr agierte nun etwas wacher und im Angriff konnte das gewohnte Tempospiel aufgezogen werden. Trier kämpfte verbissen für die riesengroße Überraschung. Im THC-Tor konnte sich Jana Krause zum Ende der ersten Hälfte steigern und zeigte einige schöne Paraden. Im Nachwurf erzielte Danick Snelder mit dem 11:11 den Ausgleich für den Deutsche Meister.(25. Minute). Die Niederländerin war es auch, die eine Minute später den ersten Führungstreffer erzielte. Die Abwehr der Thüringerinnen hatte sich stabilisiert und erlaubte den Gästen keine erfolgreichen Aktionen mehr. In die Kabine ging es mit einer versöhnlichen 14:11 Pausenführung für die Gastgeber.
Der Thüringer HC kam deutlich konzentrierter aus der Halbzeitpause und baute die Führung innerhalb von drei Minuten auf 17:11 aus. Trier war stehend KO - im Angriff ging überhaupt nichts mehr. Dem Deutschen Meister gelang nun alles. Kreisspielerin Danick Snelder verwandelte aus dem Rückraum zum 19:11. Kurze Zeit später setzte Jakubisova per Tempogegenstoß den 20. Treffer für ihre Mannschaft.
Die Abwehr des Tabellenführers war für die Miezen kaum zu überwinden und Torhüterin Jana Krause hatte ihr Tor seit der 20. Minute vernagelt und ließ keine Treffer zu. Maxime Struijs beendet mit ihrem Tor zum 12:23 die Torflaute der Gäste. Zuvor war der THC sage und schreibe ganze 21 Minuten ohne Gegentreffer geblieben und hatte das Spiel von einem 7:11 Rückstand auf 23:11 gedreht, was einem 16:0-Lauf für den Deutschen Meister entsprach.
Das Spiel war längst entschieden, doch die Thüringerinnen wollten sich anscheinend dringend für die ersten schwachen 20 Anfangsminuten bei ihren Fans entschuldigen. Die Gastgeberinnen zeigten weiter tollen Tempohandball und bauten die Führung weiter aus. So erkämpfte sich Svenja Huber den Ball in der Abwehr und überlief alles bei der 29:13 Führung. Trainer Herbert Müller nutzte die zweite Halbzeit um allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben und einige Stammkräfte, vor allem die durch eine Zerrung gehandicapte Kerstin Wohlbold, zu schonen. Am Ende steigerte der THC seinen eigenen Bundesligarekord von +19 Toren mit einem 39:17 Sieg gegen die Trierer Miezen auf eine 22 Tore-Differenz.
Stimmen zum Spiel:
Jana Arnosova (Trier): Glückwunsch an den THC. Wir haben leider nur die erste Halbzeit gut gespielt. Auf diese erste Halbzeit sind wir auch sehr stolz. Was in der zweiten Halbzeit passiert ist, können wir selbst nicht erklären. Mit so einer Klatsche müssen wir jetzt nach Hause fahren.Herbert Müller (THC): Wir waren in der ersten Halbzeit nicht vorhanden und sind in der zweiten Halbzeit volles Tempo gegangen. Es ist immer schwer in so eine Partie als Topfavorit zu gehen. Wir haben heute mal wieder gelernt, jeden Gegner in der Bundesliga ernst zu nehmen. Was wir aber in der zweiten Halbzeit geleistet haben, war unglaublich. Ein riesen Kompliment an Torhüterin Verena Flöck, sie hat toll gehalten. In meiner Mannschaft erteile ich ein Sonderlob an Danick Snelder. Wie sie heute auf Rückraum Mitte gespielt hat, war der Wahnsinn. Sie sagt schon immer zu mir, dass ich sie völlig falsch einschätze. Sie gehört in den Rückraum. Das habe ich dann heute auch gelernt. Das wird für Kerstin ganz, ganz schwer in Leipzig ...
Stefanie Lapp
