Experten besuchten LGS
Montag, 17. Mai 2004, 17:21 Uhr
Experten besuchten LGS (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). In der vergangenen Woche hielt der Fachbeirat für Nachwachsende Rohstoffe (FbNR) eine Sitzung auf dem Gelände der Landesgartenschau ab. Was da so besprochen worden war, das gibt es mit dem Klick auf MEHR.Nach der Begrüßung der Fachbeiratsmitglieder, durch die Geschäftsführerin der Landesgartenschau, Inge Klaan, übernahm der Vorsitzende des Beirates, Egon Primas (CDU) die Leitung der Sitzung. Dieter Rötters vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt stellte den aktuellen Stand der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor, welches am 2. April 2004 vom Bundestag verabschiedet wurde, vor. Ziel des EEG ist, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung auf mindestens 12,5 Prozent bis zum Jahr 2010 und mindestens 20 Prozent bis zum Jahr 2020 zu steigern. Thüringen hat momentan den Spitzenplatz in Deutschland bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Das von der Bundesregierung für 2010 angestrebte Ziel erfüllt Thüringen schon heute. Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Dr. Armin Vetter vom Thüringer Zentrum Nachwachsende Rohstoffe, das Bioenergiekonzept von Thüringen vor und gab einen Überblick über die Forschungsschwerpunkte, die auch auf dem Stand Treffpunkt Thüringen (ehemalige Sporthalle) der Landesgartenschau in Nordhausen ausgestellt werden.
Egon Primas führte aus, dass der Erfolg von Thüringen in der Förderung der ganzen Bandbreite der erneuerbaren Energien liege. So gehören neben der Windenergie auch der Strom aus Biomasse, solare Strahlungsenergie, Strom aus Geothermie, Strom aus Wasserkraft sowie Strom aus Deponie, Klärgas und Grubengas zu den erneuerbaren Energien. Viele Menschen fühlen sich durch Windräder gestört und empfinden sie als Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Es ist unsere Aufgabe als Politiker, diese Emotionen aufzunehmen und bei der Gestaltung des Rechts zu berücksichtigen. Wir müssen eine vernünftige Balance zwischen den positiven und den negativen Aspekten finden.
Im Anschluss gab es einen gemeinsamen Rundgang über das Gelände der Landesgartenschau. Der Tagungsort könnte Beispiel für viele Veranstaltungen von Vereinen, Organisationen und anderem mehr sein, um zum Gelingen der Landesgartenschau beizutragen.
