Steht Planungsverband vor dem Aus?
Mittwoch, 30. Mai 2001, 13:36 Uhr
Nordhausen/Urach (nnz). Paukenschlag aus Urbach: Der Gemeinderat hat beschlossen, daß die Gemeinde einen Antrag auf Auflösung des Planungsverbandes für das künftige Industriegebiet stellen soll. nnz hat in Urbach und Nordhausen nachgefragt.
Beschlossen wurde am Montagabend in Urbach: Antrag der Gemeinde Urbach auf Auflösung des Planungsverbandes Industriegebiet Goldene Aue. Hintergrund ist nach nnz-Informationen die Unzufriedenheit der Gemeinde über die derzeitige Stimmverteilung innerhalb des Verbandes, vor allem die 50 Prozent der Stimmen, welche die Stadt Nordhausen ausübt. Der Verband soll nach der Auflösung auch wieder neu gegründet werden, allerdings mit anderer Stimmverteilung. Der Gemeinderat hegte schon lange Zeit die Befürchtung, daß nach einem abgeschlossenen Bebauungsplan kein Investor in Sicht wäre und schließlich doch eine Dreckschleuder hingesetzt werde, die weit genug von Nordhausen entfernt sei, sagte Urbachs Bürgermeister Bernd Sebert der nnz.
So einfach ist das Prozedere der Auflösung dennoch nicht. Die Auflösung des Verbandes könne nur mit einem einstimmigen Beschluß aller Verbandsmitglieder vollzogen werden. Also kann das Urbacher Begehren wohl nur eine Willensbekundung sein. Für den Nordhäuser Dezernenten Dietrich Beyse (CDU) ist eine Auflösung derzeit nun wirklich kein Thema. Wir wollen dieses Industriegebiet mit aller Macht, meinte Beyse. Sollten die Stimm-Karten neu gemischt werden, dann würde das auch eine Veränderung der Finanzierung bedeuten. Die wird gegenwärtig (entsprechend der Anteile) zur Hälfte von der Stadt Nordhausen übernommen. Die Rede ist zur Zeit von rund 200.000 Mark und die Summen werden mit einem Planungsfortschritt immer größer. Das wären dann schon Größenordnungen, die für einen Gemeindehaushalt wie ihn die Kommunen der Goldenen Aue haben, wohl eine Nummer zu groß.
Im Planungsverband wartet man jetzt erst einmal ab, bis der offizielle Beschluß vorliegt. Dann werde es sicherlich weitere Gespräche geben. Eine Auflösung des Planungsverbandes und der damit verbundene Anfang vom Ende ist deshalb auch mehr im Bereich der Phantasie angesiedelt. Der Urbacher Akt hat wohl auch nur symbolischen Charakter, für die Stadt Nordhausen im Moment kein Thema.
Autor: nnzBeschlossen wurde am Montagabend in Urbach: Antrag der Gemeinde Urbach auf Auflösung des Planungsverbandes Industriegebiet Goldene Aue. Hintergrund ist nach nnz-Informationen die Unzufriedenheit der Gemeinde über die derzeitige Stimmverteilung innerhalb des Verbandes, vor allem die 50 Prozent der Stimmen, welche die Stadt Nordhausen ausübt. Der Verband soll nach der Auflösung auch wieder neu gegründet werden, allerdings mit anderer Stimmverteilung. Der Gemeinderat hegte schon lange Zeit die Befürchtung, daß nach einem abgeschlossenen Bebauungsplan kein Investor in Sicht wäre und schließlich doch eine Dreckschleuder hingesetzt werde, die weit genug von Nordhausen entfernt sei, sagte Urbachs Bürgermeister Bernd Sebert der nnz.
So einfach ist das Prozedere der Auflösung dennoch nicht. Die Auflösung des Verbandes könne nur mit einem einstimmigen Beschluß aller Verbandsmitglieder vollzogen werden. Also kann das Urbacher Begehren wohl nur eine Willensbekundung sein. Für den Nordhäuser Dezernenten Dietrich Beyse (CDU) ist eine Auflösung derzeit nun wirklich kein Thema. Wir wollen dieses Industriegebiet mit aller Macht, meinte Beyse. Sollten die Stimm-Karten neu gemischt werden, dann würde das auch eine Veränderung der Finanzierung bedeuten. Die wird gegenwärtig (entsprechend der Anteile) zur Hälfte von der Stadt Nordhausen übernommen. Die Rede ist zur Zeit von rund 200.000 Mark und die Summen werden mit einem Planungsfortschritt immer größer. Das wären dann schon Größenordnungen, die für einen Gemeindehaushalt wie ihn die Kommunen der Goldenen Aue haben, wohl eine Nummer zu groß.
Im Planungsverband wartet man jetzt erst einmal ab, bis der offizielle Beschluß vorliegt. Dann werde es sicherlich weitere Gespräche geben. Eine Auflösung des Planungsverbandes und der damit verbundene Anfang vom Ende ist deshalb auch mehr im Bereich der Phantasie angesiedelt. Der Urbacher Akt hat wohl auch nur symbolischen Charakter, für die Stadt Nordhausen im Moment kein Thema.
