nnz-Forum: Quo Vadis, Servicegesellschaft?
Montag, 05. Januar 2015, 20:52 Uhr
Der neue Geschäftsführer der GmbH, Gunnar Reuter, ist jetzt seit etwa zwei Jahren Jahr im Amt. Es ist an der Zeit, ein Resümee zu ziehen. Was hat sich geändert...
Der frühere Geschäftsführer musste bezahlt werden, geschätzt mit einer höheren fünfstelligen Summe. Das ist bei Reuter nicht der Fall, daher eine geniale Lösung, könnte man denken. Doch wo ist der Gewinn? Trotzdem wurden damals schwarze Zahlen geschrieben. Natürlich waren die Löhne niedrig.
Nach etwa einem halben Jahr wurde der neue Betriebsleiter in die Wüste geschickt, er hatte nie eine wirkliche Chance. Ersetzt wurde er durch Michael Mohr, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes der Linken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
Weder Herr Reuter (Jurist, Büroleiter der Landrätin) noch Herr Mohr (Studium Medienwirtschaft, momentan Studium Public Management) haben eine betriebswirtschaftliche Ausbildung. Der einzige Mitarbeiter mit betriebswirtschaftlicher Erfahrung, Wolfgang Kowol, wurde zum Vorarbeiter für den Bäderbetrieb abqualifiziert, seine Entscheidungsbefugnis tendiert gegen Null.
Die Service Gesellschaft wird also von Entscheidungsträgern geführt, die keinerlei Erfahrungen im Bereich Betriebswirtschaft aufweisen können. Es sind große Veränderungen im Plan, manche wurden bereits umgesetzt.
Es soll ein neues Betriebsgelände Am Salzagraben gekauft werden. Ach so, die Brücke dahin ist in einem desolaten Zustand. Kein Problem, machen wir neu. Kleine sechsstellige Summe, Peanuts. Drei Unimogs und das Spiegel'sche Haus in Werna steht auch auf der Kaufliste. Siebenstellige Summe? Eine Schrottimmobilie? Ach was, Grundbesitz wächst nicht auf dem Baum. Was wir damit machen? Wer weiß... Die Mieter in Werna werden sicher Schlange stehen.
Die Service baut die Turnhalle in Ellrich. Die Finanzierung und der Vertrag mit dem Landkreis scheint auf festen Füßen zu stehen. Das bringt ein kleines bisschen Sicherheit. Die Angestellten haben Angst, dass diese Seifenblase eines Tages platzt. Immerhin geht es um die Existenz von fast 130 Mitarbeitern.
Noch in dieser Woche wird ein neuer Betriebsrat gewählt, weil die Wahl vom 13. Mai des vergangenen Jahres erfolgreich angefochten wurde. Dass dies passieren konnte, geht auf das Konto der Geschäftsführung, dessen Anwalt ein Haar in der Suppe fand, das wiederum vom Arbeitsgericht Nordhausen aufgenommen wurde.
Als ehrenamtliche Richterin fungierte Hannelore Haase, Aufsichtsratsmitglied der Service Gesellschaft und Vorstandsmitglied des Kreisverbandes der Linken. Natürlich war sie in keiner Weise befangen... (wir berichteten bereits). Schon fast kurios mutet die Tatsache an, dass sowohl dem Gericht als auch dem Arbeitgeber (Beklagte!!!) geheime personenbezogene Daten und Schreiben des Wahlvorstandes vorgelegen haben soll, dem beklagten Betriebsrat aber nicht.
Weder das Gericht noch irgend jemand anders hat die Einsicht in die Wahlunterlagen beantragt. Die lagen versiegelt unter Verschluss. Gegen die betreffende Person, die diese Daten zur Veröffentlichung brachte, wird staatsanwaltlich ermittelt. Wäre dies im Landratsamt passiert, hätte der Urheber nicht einmal genug Zeit bekommen, seinen Schreibtisch zu räumen. Reaktion der Geschäftsführung der Service: Keine!
Wie alle wissen, wurde gegen Ende des letzten Jahres die Mannschaft der Reinigung arg gebeutelt. Personell stark unterbesetzt, fehlten in fast jeder Schule Reinigungskräfte. Von Seiten der Vorarbeiter hieß es: Was ihr nicht schafft, bleibt liegen! Auf der anderen Seite sollen auf Anweisung der Geschäftsführung heimliche Qualitätskontrollen durchgeführt worden sein, gipfelnd im Auslegen von Reinigungsködern. Und das, obwohl die Reinigungskräfte zum Feierabend fix und fertig waren. Das ist der Hammer, meinen die Betroffenen!
Und da wundert man sich über Misstrauen der Belegschaft gegenüber den Verantwortlichen. Doch jetzt mal etwas Positives. Die Löhne der Mitarbeiter wurden angehoben. Möglich wurde dies durch die Entscheidung des Kreistages, die Werterhaltung der kreiseigenen Schulen in die Hände der Service Gesellschaft zu legen.
Zitat von Vizelandrätin Jutta Krauth zur Erhöhung der Löhne: Es wurde nicht Belegschaftsinteressen nachgegeben! Ha Ha.
Das ist allein den 32 mutigen Mitarbeitern zu verdanken, die im Herbst 2013 in der Eingangshalle des Landratsamtes standen. Bereits damals versprach Frau Keller den Hausmeistern die 10 Euro. Doch eines hat die Geschäftsführung nicht bedacht: Mehr Geld verbessert nicht automatisch das Betriebsklima. Vertrauen kann man nicht kaufen! Da gibt es noch viel Nachholbedarf.
Das Fazit der gesamten Situation: Es scheint bergauf zu gehen mit der Service Gesellschaft. Die Mitarbeiter hoffen, dass nicht immer wieder nachgeschärft und nachjustiert werden muss, denn irgendwann ist das Pulver verschossen. Vielleicht ist nur noch einen Schuss im Lauf...
A. L.
Der frühere Geschäftsführer musste bezahlt werden, geschätzt mit einer höheren fünfstelligen Summe. Das ist bei Reuter nicht der Fall, daher eine geniale Lösung, könnte man denken. Doch wo ist der Gewinn? Trotzdem wurden damals schwarze Zahlen geschrieben. Natürlich waren die Löhne niedrig.
Nach etwa einem halben Jahr wurde der neue Betriebsleiter in die Wüste geschickt, er hatte nie eine wirkliche Chance. Ersetzt wurde er durch Michael Mohr, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes der Linken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
Weder Herr Reuter (Jurist, Büroleiter der Landrätin) noch Herr Mohr (Studium Medienwirtschaft, momentan Studium Public Management) haben eine betriebswirtschaftliche Ausbildung. Der einzige Mitarbeiter mit betriebswirtschaftlicher Erfahrung, Wolfgang Kowol, wurde zum Vorarbeiter für den Bäderbetrieb abqualifiziert, seine Entscheidungsbefugnis tendiert gegen Null.
Die Service Gesellschaft wird also von Entscheidungsträgern geführt, die keinerlei Erfahrungen im Bereich Betriebswirtschaft aufweisen können. Es sind große Veränderungen im Plan, manche wurden bereits umgesetzt.
Es soll ein neues Betriebsgelände Am Salzagraben gekauft werden. Ach so, die Brücke dahin ist in einem desolaten Zustand. Kein Problem, machen wir neu. Kleine sechsstellige Summe, Peanuts. Drei Unimogs und das Spiegel'sche Haus in Werna steht auch auf der Kaufliste. Siebenstellige Summe? Eine Schrottimmobilie? Ach was, Grundbesitz wächst nicht auf dem Baum. Was wir damit machen? Wer weiß... Die Mieter in Werna werden sicher Schlange stehen.
Die Service baut die Turnhalle in Ellrich. Die Finanzierung und der Vertrag mit dem Landkreis scheint auf festen Füßen zu stehen. Das bringt ein kleines bisschen Sicherheit. Die Angestellten haben Angst, dass diese Seifenblase eines Tages platzt. Immerhin geht es um die Existenz von fast 130 Mitarbeitern.
Noch in dieser Woche wird ein neuer Betriebsrat gewählt, weil die Wahl vom 13. Mai des vergangenen Jahres erfolgreich angefochten wurde. Dass dies passieren konnte, geht auf das Konto der Geschäftsführung, dessen Anwalt ein Haar in der Suppe fand, das wiederum vom Arbeitsgericht Nordhausen aufgenommen wurde.
Als ehrenamtliche Richterin fungierte Hannelore Haase, Aufsichtsratsmitglied der Service Gesellschaft und Vorstandsmitglied des Kreisverbandes der Linken. Natürlich war sie in keiner Weise befangen... (wir berichteten bereits). Schon fast kurios mutet die Tatsache an, dass sowohl dem Gericht als auch dem Arbeitgeber (Beklagte!!!) geheime personenbezogene Daten und Schreiben des Wahlvorstandes vorgelegen haben soll, dem beklagten Betriebsrat aber nicht.
Weder das Gericht noch irgend jemand anders hat die Einsicht in die Wahlunterlagen beantragt. Die lagen versiegelt unter Verschluss. Gegen die betreffende Person, die diese Daten zur Veröffentlichung brachte, wird staatsanwaltlich ermittelt. Wäre dies im Landratsamt passiert, hätte der Urheber nicht einmal genug Zeit bekommen, seinen Schreibtisch zu räumen. Reaktion der Geschäftsführung der Service: Keine!
Wie alle wissen, wurde gegen Ende des letzten Jahres die Mannschaft der Reinigung arg gebeutelt. Personell stark unterbesetzt, fehlten in fast jeder Schule Reinigungskräfte. Von Seiten der Vorarbeiter hieß es: Was ihr nicht schafft, bleibt liegen! Auf der anderen Seite sollen auf Anweisung der Geschäftsführung heimliche Qualitätskontrollen durchgeführt worden sein, gipfelnd im Auslegen von Reinigungsködern. Und das, obwohl die Reinigungskräfte zum Feierabend fix und fertig waren. Das ist der Hammer, meinen die Betroffenen!
Und da wundert man sich über Misstrauen der Belegschaft gegenüber den Verantwortlichen. Doch jetzt mal etwas Positives. Die Löhne der Mitarbeiter wurden angehoben. Möglich wurde dies durch die Entscheidung des Kreistages, die Werterhaltung der kreiseigenen Schulen in die Hände der Service Gesellschaft zu legen.
Zitat von Vizelandrätin Jutta Krauth zur Erhöhung der Löhne: Es wurde nicht Belegschaftsinteressen nachgegeben! Ha Ha.
Das ist allein den 32 mutigen Mitarbeitern zu verdanken, die im Herbst 2013 in der Eingangshalle des Landratsamtes standen. Bereits damals versprach Frau Keller den Hausmeistern die 10 Euro. Doch eines hat die Geschäftsführung nicht bedacht: Mehr Geld verbessert nicht automatisch das Betriebsklima. Vertrauen kann man nicht kaufen! Da gibt es noch viel Nachholbedarf.
Das Fazit der gesamten Situation: Es scheint bergauf zu gehen mit der Service Gesellschaft. Die Mitarbeiter hoffen, dass nicht immer wieder nachgeschärft und nachjustiert werden muss, denn irgendwann ist das Pulver verschossen. Vielleicht ist nur noch einen Schuss im Lauf...
A. L.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
