nnz-online

nnz-Interview: Auf ein Wort, Herr Kleofas (2)

Montag, 05. Januar 2015, 08:08 Uhr
Das Jahr 2014, das nun schon hinter uns liegt, war das Jahr des FSV Wacker Nordhausen. In der Regionalliga etabliert, trotz einer Berg- und Talfahrt, viele neue Freunde und Fans gewonnen, trotzdem nicht von allen Partnern vollauf akzeptiert. Die nnz sprach exklusiv mit Präsident Nico Kleofas, der sich Freude und Frust von der Seele redete...


nnz: Herr Kleofas, das erste Turnier in der Halle liegt mit einem beinahe historischen Sieg hinter der Mannschaft, wie geht es in den kommenden Tagen und Wochen weiter?

Kleofas: Wir werden noch an zwei Hallen-Fußball-Turnieren teilnehmen. Am 10. Januar in Meiningen und am 11. Januar in Erfurt. Dann beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde.

nnz: Wird es im Kader personelle Veränderungen geben?

Kleofas: Von unserer Seite aus sind keine personellen Veränderungen geplant. Wir werden aber einige Spieler als Gäste zum Probetraining und zu Vorbereitungsspielen einladen und dort auf mehreren Positionen testen.

nnz: Geht es ein wenig genauer?

Kleofas: Nehmen wir einen Blick auf die Tabelle. Wir haben zwar mit die meisten Tore geschossen, mit 17 aber auch viele Gegentore erhalten. Hier könnte einiges verbessert werden. Der Trainer wird ausprobieren und wie immer wird mit entscheidend sein, ob die Verstärkung auch menschlich in das Team passt. Wir können sowohl gespannt als auch entspannt sein.

nnz: Immer wieder gibt es Gerüchte um Begehrlichkeiten anderer Vereine in Richtung von Wacker-Spielern. Vor einer Woche bereits flatterte ein solches Gerücht aus Wolfsburg durch die Medienwelt. Man sei an Manuel Farrona-Pulido interessiert...

Kleofas: Es gibt bis zum heutigen Tag keine offiziellen Anfragen an unseren Verein, auch nicht zu Manuel. Er hat einen Ein-Jahres-Vertrag mit Option auf Verlängerung. Und ich kann ihnen sagen, dass ich in den kommenden Wochen einige Gespräche mit unserem Torschützenkönig führen werde. Um es deutlich zu sagen: Der Verein wird um Farrona-Pulido kämpfen und ich bin mir sicher, dass wir ihn nicht freiwillig abgeben werden.

nnz: Nun der Blick auf die Rückrunde. Ist die abgesichert?

Kleofas: Es wackelt kein Sponsor, wir haben klare Verträge, die von uns und unseren Partnern so auch eingehalten werden.

nnz: Nehmen wir an: Wacker Nordhausen steht am Ende der Saison auf Platz 1 der Tabelle...

Kleofas: Dann werden wir die Relegation spielen.

nnz: Und dann?

Kleofas: Sollten wir dann als Sieger den Platz verlassen, dann wird Nordhausen in der dritten Liga spielen. So einfach ist das.

nnz: Heißt das....

Kleofas: Ja, das heißt, dass wir derzeit die Unterlagen sowohl für die Regionalligalizenz an den NOFV als auch für die 3. Liga an den DFB bearbeiten und abschicken werden. Dazu gab es bereits intensive Gespräche mit dem Präsidium des NOFV, insbesondere mit dessen Präsident Rainer Milkoreit. Gerade Herr Milkoreit ist als Thüringer dem Nordhäuser Fußball schon seit Jahren und Jahrzehnten gewogen und er wird uns auch weiterhin beraten.

nnz: Wenn das „Projekt 3. Liga“ wirtschaftlich und sportlich abgesichert sein sollte, dann bleibt immer noch der sorgenvolle Blick auf den Zustand des Albert-Kuntz-Sportparks (AKS).

Kleofas: Hier ist die Politik gefragt, genauer gesagt, die Stadt Nordhausen als Eigentümerin des AKS. Nach den ersten Ansätzen im vergangenen Jahr durch einen entsprechenden Stadtratsbeschluss, ist es nun wieder ziemlich ruhig geworden. Ich persönlich halte wenig von der Idee einer mobilen Flutlichtanlage. Die würde je Spiel 10.000 Euro kosten. Bleibt auch noch die Frage ungeklärt, wo die vier Masten überhaupt hingestellt werden sollen. Hinter die Sitzplatztribüne? In die Kleingärten. Sollen die schweren Anlagen über den weichen Hauptplatz gefahren werden?

Ich bin auch ein wenig enttäuscht über das Vorgehen des Rathauses. So waren Vertreter der Verwaltung zu Gesprächen in Meuselwitz und Jena. Dort sollen Möglichkeiten einer Kooperation abgesprochen worden sein. Vom Verein war niemand dazu eingeladen, auch hatten wir keine offizielle Information.Ich betrachte dieses Agieren als hilflos.

nnz: Und was ist mit der Landespolitik?

Kleofas: Hier gab es bereits einige hoffnungsvolle Gespräche mit der neuen Landesregierung, Unterstützung sagte uns auch der NOFV in Person von Rainer Milkoreit zu. Fazit: Wenn wir an der dritten Liga scheitern sollten, dann nicht aus sportlichen oder wirtschaftlichen Gründen, sondern am AKS.

nnz: Vielen Dank, Herr Kleofas, für das Gespräch.


nnz-Service: Die Vorbereitungsspielen

24. Januar: Spiel gegen eine unterklassige Mannschaft
28. Januar: Spiel gegen Goslaer SC (Spielort wird noch festgelegt)
30. Januar bis 7. Februar: Trainingslager im türkischen Belek.
14. Februar: Spiel gegen Hessen Kassel (Spielort wird noch festgelegt)
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de