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Es war spannend, es wird spannend

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 14:32 Uhr
Der letzte Tag des Jahres 2014. Zeit für einen kurzen Rückblick auf die vergangenen 364 Tage. Da ist selbst in unserer überschaubaren Region viel passiert. Auch bei der nnz selbst...


Das Augenscheinlichste ist das neue Layout, dass in den kommenden Wochen auch den Kyffhäuser- und den Eichsfelder Nachrichten „verpasst“ wird. Es ist moderner und anpassungsfähiger geworden. Dynamisch nennen das wohl die Fachleute.

Doch die eigentlichen Veränderungen der nnz machen die „Neuen“ im Team aus. Da ist Sandra Witzel, die für Sie, liebe Leser, den Südharz fest „im Griff“ hat. Da ist Uwe Tittel neu an Bord, mit dem ich bereits von 1992 bis Anfang 1995 in einer Redaktion in Nordhausen zusammenarbeiten durfte. Uwe kümmert sich um den Sport. Vor allem aber um jene Sportarten, die nicht immer im medialen Fokus stehen. Kegeln zum Beispiel, aber auch Radball. Und die vielen „Altbekannten“, die schon über Jahre zur Mannschaft gehören. Und da ist Angelo Glashagel, der das Team im Full-Time-Job verstärkt hat. Mit den „Neuen“ konnte die Palette der Berichterstattung erweitert, konnten auch neue Leserkreise erschlossen werden. Das Schöne im Online-Revier: all das kann gemessen werden.

In den zurückliegenden zwölf Monaten hat sich zudem gezeigt, dass die Nordthüringer Online-Zeitungen das geblieben sind, was sie im Jahr ihrer Geburt waren: ein alternatives Angebot für Informationen. Und das ist gut so, denn Mainstream gibt es im Kiosk der Informationen bereits genug. Wir haben immer wieder die redaktionellen Finger in Wunden gelegt, unabhängig von Parteifarben.

Menschen, die in diesen Farben denken und handeln, können unterschiedlich mit dieser Art des Journalismus umgehen. Die meisten akzeptieren es, einige, wie unsere ehemalige Landrätin, reagierten mit dem Rauswurf der nnz und dieses Autors aus ihrem Freundeskreis bei Facebook. Was für eine Bestrafung?

All das zusammengenommen aber zeigt uns, dass dieser Weg der richtige Weg ist. Den werden wir auch weiterhin bestreiten. Wir grenzen uns strikt ab gegen das politisch Extreme. Egal, ob links oder rechts. Eine rechtsextreme NPD wird bei uns auch künftig keine Plattform bekommen. Eine AfD wohl schon, sie gehört spätestens seit dem September dieses Jahres zum politischen Alltag in Thüringen.

Und wie steht es mit Pegida, Legida und vielleicht Nogida? Noch gibt es in Nordthüringen keine solche Bewegung, noch gehen in Nordhausen oder Heiligenstadt keine Menschen auf den Straßen protestierend spazieren. Sollten sie es aber tun, dann werden wir darüber berichten. Mit dem möglichen Maß an Objektivität. Genau die aber scheint vielen Akteuren der selbsternannten seriösen Medien nicht nur beim Pegida-Phänomen abhanden gekommen zu sein.

Es wird also spannend, dieses 2015. Nicht nur, weil wir uns im Landkreis Nordhausen einen neuen Landrat oder eine neue Landrätin wählen müssen. Auch, weil es Umbrüche innerhalb der Gesellschaft geben wird, die in den nächsten Monaten intensiver wahrgenommen werden. Seien Sie, liebe Leser/Nutzer der nnz, weiterhin gespannt und mischen Sie sich weiter munter ein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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