nnz-online

Mittelalter in Heringen

Samstag, 15. Mai 2004, 22:50 Uhr
Heringen (nnz). Wie sah die kleine Stadt in der Goldenen Aue wohl im Mittelalter aus? Bis morgen kann man Geschichte live erleben und am Heringer Schloß in eine vergangene Zeit eintauchen. Was Sie erwartet, weiß die nnz, die sich heute zu den Rittern und Königen gewagt hat.


Mittelalter in Heringen (Foto: nnz) Mittelalter in Heringen (Foto: nnz) Musik fernab der üblichen Charthits ist schon von weitem zu hören und lockt die Besucher zum Heringer Schloß. Dort spielen die "Dudelzwerge" und die bundesweit bekannte Gruppe "Schelmish". Lupus der Pilger begeistert mit magischen Darbietungen und verrückten Geschichten.

Zum drittem Mal lädt der Verein für lebendiges Mittelalter zu einem Spectaculum nach Heringen. Organisatorin Hannelore Müller ist froh in der Kommune große Unterstützung zu erfahren. Wenn es Probleme gibt, so wie in diesem Jahr auf Grund von Bauarbeiten, dann gibt es mit einem Mauerdurchbruch eine unkomplizierte Lösung, die doch noch einen Rundgang um das Schloß ermöglicht.

Für alle Altersgruppen lohnt der Besuch. Viele Angebote laden zum Zuschauen, Mitmachen oder Kaufen ein. Natürlich gibt es besondere Attraktionen für die Kinder mit einem Märchenerzähler, Bogenschießen und Schminken. Hannelore Müller hat jedoch beobachtet, daß die Kleinen vor allem von den Handwerkern begeistert sind. "Hier können sich die Kinder ausprobieren und mal selbst erleben wie ein Gegenstand entsteht. Das kennen viele sonst gar nicht mehr." meint sie.

Sobald dieses Fest beendet ist, geht es auch schon an die Planung für das Nächste. Außerdem ist der Verein auf zahlreichen ähnlichen Veranstaltungen in der Region unterwegs. Dabei werden neue Kontakte geknüpft und Ideen gesammelt. Sehr gern würden die Organisatoren Kontakte zu Gleichgesinnten in aller Welt aufbauen, um darzustellen wie vielfältig schon im Mittelalter die Handelsbeziehungen waren.

Über 100 Leute sind in diesem Jahr mit der Durchführung des Festes beschäftigt. 20 bis 30 gehören zum Verein für lebendiges Mittelalter. Da dort sehr viele junge Leute mitmachen, ist die Mitgliederzahl schwankend. Wegen Arbeit oder Ausbildung verlassen einige den Verein wieder. Die Mittelalterfans wollen nicht nur alte Traditionen wieder aufleben lassen. Ihnen ist es auch wichtig die Region Nordthüringen als eine Gegend mit einer spannenden Historie, interessanten Bauwerken und viel Kultur bekannter zu machen.

Hochkarätige Musiker, handwerkliche Darbietungen und typische Speisen locken auch Besucher von außerhalb nach Heringen. Für sie gab es die Möglichkeit zu campen. Wer es weniger naturnah möchte, hat es schwieriger eine Unterkunft zu finden. Im nächsten Jahr fänden es die Organisatoren sehr schön, wenn es mehr Übernachtungsmöglichkeiten gäbe.

Heringen bietet schließlich noch anderes als das Mittelalterfest. Über´s ganze Jahr locken Ausstellungen ins Schloß. Es gibt das Bronzedorf und ein ausgebautes Wanderwegenetz. Wer einmal zu einer "Zeitreise" hier war, kommt vielleicht auch mal als Tourist um die reizvolle Landschaft zu erkunden.

Für das Mittelalterspectaculum 2005 hat Hannelore Müller schon jetzt einige Ideen, die sie aber noch nicht verraten möchte. Eine weitere Attraktion des Vereins wird das Lichterfest auf der Burgruine Hohnstein sein. Wer mehr erfahren möchte klickt ins Internet. www.mittelalternordhausen.de
Autor: wf

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de