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Blamage auf der ganzen Linie

Samstag, 15. Mai 2004, 20:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Am 27. Spieltag der Fußball-Landesklasse Ost empfing heute Nachmittag die FSG Salza den FC Weißensee 03, während Wacker 90 beim Absteiger SSV Lobeda antreten musste. Von beiden Nordhäuser Mannschaften erwarteten die Fans volle Erfolge. Dazu ein Bericht von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Eigentlich hätte es eine klare Angelegenheiten werden müssen, für beide Teams. Aber es kam mal wieder ganz anders. Die 140 zahlenden Zuschauer in Salza verließen enttäuscht den Karl-Henze-Sportplatz. Der Abstiegkandidat hatte die Platzherren vorgeführt. Die Salzaer Kicker schienen heute Blei an den Füßen zu haben. Kaum etwas gelang. Erwähnenswerte Chancen in der Begegnung mit Kreisliga-Niveau gab es für die Platzherren in den ersten 45 Minuten keine, sieht man von einen Kopfball von Rieger ab, der knapp das Tor verfehlte (6.).

Zu Beginn der zweiten Habzeit passierte ausgerechnet Türhüter Kühlewind, sonst die Zuverlässigkeit in Person, ein folgenschwerer Fehler, den die harmlosen Gäste zur Führung nutzten. Sein Abschlag landete direkt vor den Füßen von Zuleger. Der nahm Maß und setzte das Leder aus gut 40 Metern in die Maschen (49.). Die Böhm-Truppe versuchte zwar noch, wenigstens ein Unentschieden zu erreichen, aber sie spielten zu durchsichtig, ideenlos und ohne Biss. Ein Konter in der 79. Minute brachte dann die endgültige Entscheidung, als Bock allein vor Kühlewind auftauchte und mit seinem Treffer den 2:0-Sieg für Weißensee sicher stellte. Die Salza-Kicker verloren verdient, denn sie hatten heute die schlechteste Saisonleistung auf eigenem Platz geboten.

Nicht viel besser präsentierte sich heute Wacker beim Absteiger SSV Lobeda. Die Platzherren gingen durch Knabe (47.) und Sommer (60.) sogar in Führung. Danach schienen die Wackeren endlich aufzuwachen. In der letzten Viertelstunde schafften Marcel Verkouter (73.), der in der 83. Minute Gelb Rot sah, und Ludwig (85.) wenigstens noch den Ausgleich. Trotzdem ist das Ergebnis für die Nordhäuser eine herbe Blamage, die sich auch damit nicht entschuldigen lässt, dass mit Pohl (Rot gesperrt), Aschenschwandtner, Demmer und Nebelung vier Leistungsträger fehlten. Mit diesem Resultat haben die Schützlinge von Trainer Uwe Etzrodt die letzte Chance verspielt, vielleicht doch noch das Unmögliche ­ das Erreichen der Relegation - wahr zu machen.

Die Spiele von heute
Sömmerda gegen Schleiz 2:0
Vimaria Weimar gegen Stadtilm 2:2
Greiz gegen Schmölln 2:2
Ilmenau gegen Zeulenroda 1:1
Bad Blankenburg gegen Rudisleben 1:0

Die aktuelle Tabelle
1. Schmölln (62 Punkte)
2. Bad Blankenburg (51)
3. Niederpöllnitz (spielt morgen in Meuselwitz) (50)
4. Ilmenau (46)
5. Wacker 90 Nordhausen (44)
6. Greiz (44)
7. Sömmerda (41)
8. Salza (36)
Autor: rh

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