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Eine grüne Oase am Rande der Stadt

Samstag, 15. Mai 2004, 20:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Kleingartenanlage „Am Roßmannsbach“ in Nordhausen Ost ist als Musteranlage ein Außenobjekt der Landesgartenschau Nordhausen 2004. Heute wurde sie offiziell für die Besucher eröffnet. Ein Bericht von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes eröffnete heute Vormittag Oberbürgermeisterin Barbara Rinke die Kleingartenanlage „Am Roßmannsbach“ als Außenobjekt der Landesgartenschau 2004. Zuvor hatte Vereinsvorsitzender Walter Hub auf die beachtlichen Leistungen der Vereinsmitglieder während der Vorbereitung der Anlage zur Landesgartenschau hervorgehoben.

Über 4.000 Arbeitsstunden wurden von den etwa 280 Kleingärtnern des Vereins geleistet. So rekonstruierte man den Hauptweg, pflanzte über 400 Rosen und gestaltete einen Anregungsgarten mit Insektenhotel, Feuchtbiotop, Hoch- und Hügelbeeten. Dabei erhielt man auch Hilfe von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, den Herren Uwe Patzig und Jens Kohlhause. Stolz ist man auch auf die gepflegten Rasenwege innerhalb der Anlage. Da es keine finanzielle Unterstützung von Seiten der Landesgartenschau GmbH gab, haben die 42 Vereine des Kreisverbandes Nordhausen mit ihren 3.000 Mitgliedern und auch mit Hilfe des Landesverbandes der Gartenfreunde Thüringen die Teilnahme an der Landesgartenschau Nordhausen 2004 selbst finanziert.

Barbara Rinke würdigte die Leistungen der Hobbygärtner und wies auch auf die Bedeutung des Kleingartenwesens innerhalb der Stadt hin. Begeistert war das Stadtoberhaupt von der übersichtlichen Gestaltung und Anordnung der Beete des Mustergartens und des Insektenhotels, das von der Nordthüringer Lebenshilfe gGmbH Nordhausen gebaut wurde. Informationstafeln im Vereinshaus geben Auskunft über das rege Vereinsleben, die gemeinsamen Ausflüge und über die Entwicklung der Kleingartenanlage „Am Roßmannsbach“. Die schmucke grüne Oase wird am 25. Juni 2004 70 Jahre alt. Zu den Gratulanten werden auch die Mitglieder der Partner. Kleingartenanlage aus Bochum-Wattenscheid gehören.

„Wir möchten das Kleingartenwesen im Landkreis Nordhausen noch mehr an die Öffentlichkeit bringen. Die Kleingärten haben gegenüber den Laubenpiepern von früher auch in der heutigen Zeit nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Hier vereinen sich sinnvolle Freizeitbeschäftigung an der frischen Luft, Freude bei der Ernte von Obst und Gemüse sowie Spaß bei gemeinsamen Veranstaltungen. Und ganz nebenbei schaffen und erhalten die Kleingärtner städtische Grünflächen, die allen zugute kommen. Und das zum Nulltarif“, so Dieter Springmann, Vorsitzender des Kreisverbandes Nordhausen der Kleingärtner e. V. in seiner kurzen Ansprache. Im Rahmen dieser Veranstaltung in der Vereinsgaststätte wurden u. a. die Oberbürgermeisterin, die Landesgartenschau-Chefin Inge Klaan, Uwe Patzig, Jens Kohlhause, die Nordthüringer Lebenshilfe gGmbH Nordhausen sowie 22 Mitglieder des Vereins, die sich besonders bei der Vorbereitung und Verschönerung der Kleingartenanlage „Am Roßmannsbach“ verdient gemacht haben, mit der Ehrenurkunde des Landesverbandes Thüringen bzw. mit der Ehrenurkunde des Kreisverbandes Nordhausen ausgezeichnet.

Die zahlreichen Besucher, die an der offiziellen Eröffnung teilgenommen haben, waren sich einig: Die Anlage „Am Rossmannsbach“ ist einen Besuch wert. Sie gibt wertvolle Ideen und Anregungen zum Selbermachen. Die Mitglieder des Gartenvereins stehen den Besuchern für Gespräche jederzeit zur Verfügung. Zahlreiche Verbände des Landes Thüringen sowie aus Sachsen und Hessen haben sich schon zum Besuch und Erfahrungsaustausch angemeldet.
Autor: rh

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