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Diebesbeute wird zurückgegeben

Freitag, 14. Mai 2004, 11:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Jahr 1992 war es, da wurden aus der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zahlreiche Gegenstände gestohlen. Nach 12 Jahren waren die Exponate in Thüringen gefunden worden. In der kommenden Woche werden sie übergeben.


Beamte der Polizeidirektion Gotha haben kürzlich bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn A 4 zahlreiche gestohlene Exponate sichergestellt, die aus einem Einbruch stammen, der 1992 im Museum der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora begangen wurde. Die Ausstellungsstücke werden jetzt der Gedenkstätte zurückgegeben, darunter Habseligkeiten ehemaliger Häftlinge, Original-Schriftstücke der Lager-SS und Fundstücke aus dem unterirdischen Mittelwerk, in dem von 1943 bis 1945 durch KZ-Häftlinge die sogenannten „Vergeltungswaffen“ V 1 und V 2 gefertigt worden sind.

Zur Zeit wird in der Gedenkstätte eine neue Dauerausstellung zur Lagergeschichte erarbeitet, die Anfang 2006 im neu errichteten Lern- und Dokumentationszentrum eröffnet werden soll. Die sichergestellten Exponate werden dabei eine wichtige Rolle spielen, unterstreichen sie doch die Bedeutung Mittelbau-Doras als Modellfall der KZ-Zwangsarbeit. Über 20.000 Menschen überlebten die Zwangsarbeit auf den Baustellen und in den Rüstungsbetrieben des KZ-Komplexes Mittelbau-Dora nicht.
Autor: nnz

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