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nnz-Blick in die neue Theater-Spielzeit

Dienstag, 29. Mai 2001, 14:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit sechzehn Premieren will das Nordhäuser Theater in der kommenden Spielzeit wieder deutliche Zeichen für ein attraktives Kulturangebot im Norden Thüringens setzen. Vor allem die Fans der Schauspielsparte sollen auf ihre Kosten kommen.

Neunmal soll sich nach dem Willen der Chefetage des Theaters in der kommenden Spielzeit der Schauspiel-Premierenvorhang heben. Los geht es im September mit bewährter Kost von William Shakespeare: „Die Tragödie von Hamlet, dem Prinzen von Dänemark“. Die Nordhäuser Zuschauer erleben eine Inszenierung der deutschen Fassung von Frank-Patrick Steckel. Nur fünf Tage später wurde das Theater unterm Dach (TuD) als weiterer Ort für die Premiere eines Schauspiels von Albert Ostermaier ausgewählt, „Radio Noir“ heißt das Ganze. Im Schauspiel hervorzuheben wären weiterhin die „Idioten“ von Claudia Galea (TuD) und der dritte Teil der Deutschland-Tetralogie. Im März werden aus diesem „Viererpack“ „Ein Kinderspiel“ von Martin Walser und „Jochen Schanotta“ von Georg Seidel zur Aufführung kommen.

Im Musiktheater setzt der Kulturtempel auf Klassik: „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, „Nabucco“ von Giuseppe Verdi sowie „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing sollten das Publikum scharenweise an die Nordhäuser Promenade locken. Wer's nicht so schwer mag, der kann sich auf leichtere Unterhaltung in Form eines Klassikers von Andrew Lloyd Webber verlassen. Zwar wird nicht Madonna an den Rand des Südharzes kommen, doch „Evita“ sollte sich als Kassenschlager etablieren. Hier gibt's die Premiere am 3. Mai 2002.

Geplant sind auch zwei Produktionen des Theaterjugendklubs im Februar und Mai. Etwas sparsam ist man in der kommenden Spielzeit mit dem Ballett umgegangen, hier sind zwei Premieren mit „Dornröschen“ und dem dreiteiligen Abend „Triple Bill II“ vorgesehen. Auf zwei Bonbons will nnz nach dem Studium der Premierenvorschau dennoch hinweisen. So soll es im kommenden Jahr endlich wieder einen Bühnenball geben. Die Ballsüchtigen aus Nordhausen und Umgebung sollten sich deshalb schon den 22. Und 23. Februar 2002 fest im Terminkalender einschreiben. Und dann feiert die Stadt Nordhausen im kommenden Jahr auch noch ihren 1075. Geburtstag. Klar, daß da auch das Theater seinen Beitrag leisten will und muß. „Die Königin“ von Helmut Müller wird am 8. Juli auf dem Hof des Doms „Zum heiligen Kreuz“ in Nordhausen aufgeführt. Bei der Königin handelt es sich um eine Produktion des Mathildenverein Nordhausen und dabei werden Akteure des Nordhäuser Theaters ihren professionellen Beitrag leisten.

Bliebt zu erwähnen, daß neben dem Neuen auch Altbewährtes aus der jetzt noch laufenden Spielzeit übernommen wurde. Erneut zur Aufführung gelangen zum Beispiel „The Tender Land“, „Solaris“, „High Society“ oder „Orpheus und der Unterwelt“.
Autor: nnz

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