Weihnachtsmarkt - hier und da
Freitag, 12. Dezember 2014, 08:09 Uhr
Na, verehrte Leser der nnz, haben sie schon den diesjährige Nordhäuser Weihnachts(advents)markt besucht? Vielleicht mal so mitten in der Woche? Die nnz hat den Versuch unternommen und einen Vergleich angestellt, der zwar nicht ganz fair ist,...
... aber zum Nachdenken anregen soll. Wir waren also am Mittwoch gegen 18.45 Uhr auf dem Platz vor dem Nordhäuser Theater. Einige der Martkstände hatten bereits geschlossen oder waren mit dem Schließvorgang beschäftigt. Das Karussell war mit einer Kette verschlossen.
Vielleicht, so dachten wir uns, war der Zeitpunkt des Besuches auch nur falsch gewählt. Also, zweiter Versuch. Am Donnerstagabend, eine Stunde früher, 17.45 Uhr. Zugegeben, es waren einige Besucher mehr, die wir registrierten, auch stand das Karussell noch für eine Fahrt bereits, doch das war es dann auch. Ob die Standbetreiber mit diesen beiden Tagen wirklich zufrieden sind, wollten sie noch nicht verraten.
Jetzt eine - zugegeben unverschämte - Blende in den Prenzlauer Berg nach Berlin. Dort gibt es auch einen kleinen Weihnachtsmarkt. Eingebettet ist der in das Ensemble der Kulturbrauerei. Dort können die Organisatoren die beiden Höfe nutzen. Die privaten Macher lassen sich hier Jahr für Jahr etwas einfallen, schaffen mit wenig Aufwand tatsächlich vorweihnachtliche Atmosphäre.
Um Himmelswillen, soll hier nicht Berlin mit Nordhausen verglichen werden. Wenn ich als Organisator aber will, dass der Markt, wie er auch immer genannt wird, besucht wird, dann sollte hier schon ein wenig mehr Ideenreichtum vorhanden sein. Und wenn das Theater nicht jeden Tag in Nordhausen zum Fensteröffnen einlädt, dann...
Vielleicht wäre es tatsächlich besser, die Organisation eines Weihnachtsmarktes einem oder mehreren Profis zu überlassen. Vielleicht ist hier privatwirtschaftliches Interesse/Engagement besser aufgehoben als kommunales. Bei allem Respekt vor den Nordhäuser Markt-Machern - aber dieser 2014ner Markt ist eine mittlere Katastrophe. Und trotzdem wird er morgen und übermorgen wieder überlaufen sein. Mangels Alternativen in der Region.
Nur, wenn man sich auf den Wochenenden ausruhen will, dann sollte auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachts/Adventsmarkt nicht drei Wochen stattfinden zu lassen. In Mühlhausen wurde der Weihnachtsmarkt gestern eröffnet und wird am Sonntagabend schließen. Neben den 60 (!) Ständen gibt es eine Programmfülle, die ihresgleichen sucht.
Vielleicht sollten sich die Nordhäuser Weihnachtsmarktfachfrauen und -männer Gedanken machen. Knapp ein Jahr haben sie dazu Zeit. Vielleicht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red... aber zum Nachdenken anregen soll. Wir waren also am Mittwoch gegen 18.45 Uhr auf dem Platz vor dem Nordhäuser Theater. Einige der Martkstände hatten bereits geschlossen oder waren mit dem Schließvorgang beschäftigt. Das Karussell war mit einer Kette verschlossen.
Vielleicht, so dachten wir uns, war der Zeitpunkt des Besuches auch nur falsch gewählt. Also, zweiter Versuch. Am Donnerstagabend, eine Stunde früher, 17.45 Uhr. Zugegeben, es waren einige Besucher mehr, die wir registrierten, auch stand das Karussell noch für eine Fahrt bereits, doch das war es dann auch. Ob die Standbetreiber mit diesen beiden Tagen wirklich zufrieden sind, wollten sie noch nicht verraten.
Jetzt eine - zugegeben unverschämte - Blende in den Prenzlauer Berg nach Berlin. Dort gibt es auch einen kleinen Weihnachtsmarkt. Eingebettet ist der in das Ensemble der Kulturbrauerei. Dort können die Organisatoren die beiden Höfe nutzen. Die privaten Macher lassen sich hier Jahr für Jahr etwas einfallen, schaffen mit wenig Aufwand tatsächlich vorweihnachtliche Atmosphäre.
Um Himmelswillen, soll hier nicht Berlin mit Nordhausen verglichen werden. Wenn ich als Organisator aber will, dass der Markt, wie er auch immer genannt wird, besucht wird, dann sollte hier schon ein wenig mehr Ideenreichtum vorhanden sein. Und wenn das Theater nicht jeden Tag in Nordhausen zum Fensteröffnen einlädt, dann...
Vielleicht wäre es tatsächlich besser, die Organisation eines Weihnachtsmarktes einem oder mehreren Profis zu überlassen. Vielleicht ist hier privatwirtschaftliches Interesse/Engagement besser aufgehoben als kommunales. Bei allem Respekt vor den Nordhäuser Markt-Machern - aber dieser 2014ner Markt ist eine mittlere Katastrophe. Und trotzdem wird er morgen und übermorgen wieder überlaufen sein. Mangels Alternativen in der Region.
Nur, wenn man sich auf den Wochenenden ausruhen will, dann sollte auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachts/Adventsmarkt nicht drei Wochen stattfinden zu lassen. In Mühlhausen wurde der Weihnachtsmarkt gestern eröffnet und wird am Sonntagabend schließen. Neben den 60 (!) Ständen gibt es eine Programmfülle, die ihresgleichen sucht.
Vielleicht sollten sich die Nordhäuser Weihnachtsmarktfachfrauen und -männer Gedanken machen. Knapp ein Jahr haben sie dazu Zeit. Vielleicht.
Peter-Stefan Greiner








