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Weihnachtliche Weltreise in Nordhausen...

Freitag, 05. Dezember 2014, 06:00 Uhr
Und zwar nach Art der Traditionsbrennerei: feucht fröhlich. Die zehnte Adventsausstellung des Museums zeigt kunstvoll dekoriert, was andernorts auf der Welt Hochprozentiges getrunken wird. Zur Eröffnung wurden traditionell auch die besten Blumenkünstler gekührt...

Neue Adventsausstellung in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei (Foto: Angelo Glashagel) Neue Adventsausstellung in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei (Foto: Angelo Glashagel)

Scotch aus dem schottischen Hochland, Eierlikör aus Brasilien (den da stammt er ursprünglich her), Ouzo, Grappa, Aquavit bis hin zum Obstler aus dem Schwabenländle - in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei werden anlässlich der zehnten Adventsausstellung Spirituosen aus aller Welt gezeigt.

Doch die Hochprozentigen Köstlichkeiten sind vor dem Hintergrund der prächtig gestalteten Dekorationen fast schon Nebendarsteller. Zur gestrigen Eröffnung der Ausstellung bestaunten schon zahlreiche Gäste die Kunstfertigkeit der Floristen aus Nordhausen und Thüringen.

Die Ausstellungen zur Festzeit, das alles hätte einmal mehr oder weniger klein angefangen, erzählte der Leiter der "Tradi", Jochen Einenckel. Ab 2007 hatte man begonnen, die gut besuchte Ausstellung zum Jahresende thematisch auszurichten. Meist stand altes Handwerk im Fokus. Dieses Jahr wollte man hinaus in die Welt.

Letztes Jahr zählte die Ausstellung 3500 Gäste. Aber auch die Aktivitäten des Hauses im Jahr 2014 lockten viele Besucher, 28.500 insgesamt, berichtete Einenckel. Die kommen zum Großteil nicht aus Nordhausen, sondern aus ganz Deutschland oder darüber hinaus. Der Korn ist und bleibt die Marke, die man über die Region hinaus mit dem Namen Nordhausen verbindet. Wofür auch Oberbürgermeister Dr. Zeh seinen Dank aussprach, schließlich partizipiere die Stadt am Erfolg des privaten Museums. "Einen besseren Werbeträger als diesen, der sogar noch den Namen der Stadt trägt, kann man sich gar nicht wünschen", lobte Zeh.

Das Museum verbindet Korn und Kultur. "Allein unser Stück "Trinke was klar ist!" wurde am Theater 45 mal aufgeführt", freute sich Jochen Einenckel und ist sich sicher, dass im kommenden Jahr die 50 zu schaffen sind.

Hinzu kommen das Sommertheater und die Fuchsienausstellung. Die Floristik hat sich zum zweiten Aushängeschild des Hauses gemausert. Am gestrigen Abend wurden deswegen auch wieder die besten Adventskränze der Thüringer Floristen ausgezeichnet. Der kleine Wettkampf wird seit fünf Jahren vom Landesverband der Floristen in dem Nordhäuser Museum organisiert. Mit Traditionsbewusstsein und ihrem ganz eigenen Stil schaffte es Kathrin Eberhardt von "FlowerPower" auf Platz drei, gefolgt von Sandra Röder, Inhaberin der "Pusteblume". Beide hatten schon in den vergangenen Jahren in der Traditionsbrennerei gezeigt, was sie aus Grünzeug zaubern können. Der erste Platz ging aber an eine Newcomerin, Frau Ackermann.

Die Floristen und Floristinnen haben auch dieses Jahr wieder eindrucksvolles geleistet und die Ausstellung in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei kunstvoll ausgeschmückt (Foto: Angelo Glashagel) Die Floristen und Floristinnen haben auch dieses Jahr wieder eindrucksvolles geleistet und die Ausstellung in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei kunstvoll ausgeschmückt (Foto: Angelo Glashagel)

Stimmgewaltig untermalt wurde der Abend von Marvin Scott, der internationale Weihnachtslieder vortrug. Außerdem wird neben den Spirituosen auch feinstes Kristallglas gezeigt, denn ohne Glas trinkt es sich schlecht. Einige der Exponate stammen aus Museen aus Flensburg, Steinhagen, Bönnigheim bei Stuttgart und Rasselt in Belgien.

Das Rahmenprogramm bietet in den nächsten Wochen auch noch das eine oder andere Highlight:
  • Verkauf von Weihnachtskugeln: 13. und 14. 12.
  • Cantamus-Chor: 14. 12. um 14.30 Uhr
  • Weihnachtslesung mit Anja Eisner + Susanne Hinsching: 16.12. um 19.00 Uhr
  • Gitarrenkonzert Daniela Reise: 21. 12. um 17.00 Uhr
Die Ausstellung ist vom 5.12 bis zum 3.1.2015 jeweils zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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