Steter Tropfen hölt den Stein
Montag, 24. November 2014, 12:42 Uhr
Man kann an der Welt verzweifeln oder versuchen sie zu ändern. Mit den Mitteln die einem gegeben sind und in vielen kleinen Schritten. Ein deutsch-israelisches Musikprojekt tut genau das seit Jahren. Immer wieder kommen die Jugendlichen auch nach Nordhausen. Dieser Tage ist es wieder soweit...
Ein kakophones, kreatives Chaos präsentierte sich heute Vormittag den Besuchern der Musikschule. Hier wurde Klarinette und Flöte gespielt, zwei Schritte weiter Klavier und Schlagzeug, den Gang hinab Gitarre und Geige. Zwischen all den Tönen flogen Fetzen von Arabisch, Hebräisch, Deutsch und Englisch umher. Eine interkulturelle Gruppe israelischer Jugendlicher beehrt dieser Tage wieder die Stadt.
Die Truppe ist bunt gemischt und besteht aus jüdischen Israelis und aus israelisch-arabischen Christen und Moslems. Sie kommen aus Akko, Tel Aviv und Haifa. In den Abendnachrichten tauchen die Namen dieser Städte vor allem im Zusammenhang mit Terror, Tod und Hass auf.
Das es auch anders geht, das es ein anderes Israel gibt, dass wollen die Jugendlichen mit ihren Konzerten zeigen. Bei sich zu Hause und im fernen Deutschland.
"Es ist uns wichtig das die Jungen und Mädchen hier zusammenkommen, miteinander Musik machen und erkennen, dass die miese Politik, die versucht uns zu trennen, nicht existiert wenn unser Geist frei ist. Und die Musik befreit den Geist" sagte Kher Fody, einer der Lehrer der Gruppe.
Soraya Faour, Kher Foudy und Amir Ben Alon begleiten die Jugendlichen aus Israel (Foto: Angelo Glashagel)
Fody ist zum zweiten Mal in Deutschland. Sein Kollege Amir Ben Alon war schon sieben Mal mit Jugendlichen auf Konzertreise in der Bundesrepublik. Möglich gemacht hat das der Verein "Begegnungen 2005", den der Ilfelder Michael Krebs gegründet hat. Heute ist man in ganz Deutschland aktiv und hat sich nebem dem Südharz auch in Köln niedergelassen.
"Wir arbeiten eng mit dem Bildungszentrum "Green Village" in Tel Aviv zusammen, die sich sehr bemühen, das zusammenleben zwischen Israelischen Juden und Palästinensern zu verbessern", sagte Krebs, "wir wollen zeigen das es in Israel nicht nur Krieg und Bomben gibt, sondern auch Menschen, die an einer besseren Zukunft arbeiten".
Die Jugendlichen, die bereits im Projekt sind und Konzerte geben, müssen nicht mehr von der Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders überzeugt werden. Deswegen
sind die jungen Musiker vor allem an Schulen aktiv. Sie spielen arabische und jüdische Musik, Eigenkompositionen aber auch internationale Klassiker wie John Lennons "Imagine". Das eine andere Welt möglich ist, davon ist auch Michael Krebs überzeugt. "Wer etwas verändern will, der muss klein anfangen. Das braucht Zeit und viele, viele kleine Schritte."
Es geht darum zu zeigen, das man zusammenstehen kann und sich nicht trennen lassen muss (Foto: Angelo Glashagel)
Eine Kostprobe ihres Könnens gaben die Jungen und Mädchen am Vormittag im Bürgerhaus. Die zweite Beigeordnete Hannelore Haase und Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh waren gekommen, die Gäste in Nordhausen willkommen zu heißen. Bei der Gelgenheit zeigte auch der Rotary Club Nordhausen seine Wertschätzung für das Engagement der Musiker und Sänger und überreichte einen Scheck in Höhe von 800 Euro als Unterstützung.
Morgen, um 11 Uhr, wird die Truppe im Herder Gymnasium aufspielen. Im Verlauf der Woche geht es dann weiter nach Weimar und Heiligenstadt.
Angelo Glashagel
Autor: redEin kakophones, kreatives Chaos präsentierte sich heute Vormittag den Besuchern der Musikschule. Hier wurde Klarinette und Flöte gespielt, zwei Schritte weiter Klavier und Schlagzeug, den Gang hinab Gitarre und Geige. Zwischen all den Tönen flogen Fetzen von Arabisch, Hebräisch, Deutsch und Englisch umher. Eine interkulturelle Gruppe israelischer Jugendlicher beehrt dieser Tage wieder die Stadt.
Die Truppe ist bunt gemischt und besteht aus jüdischen Israelis und aus israelisch-arabischen Christen und Moslems. Sie kommen aus Akko, Tel Aviv und Haifa. In den Abendnachrichten tauchen die Namen dieser Städte vor allem im Zusammenhang mit Terror, Tod und Hass auf.
Das es auch anders geht, das es ein anderes Israel gibt, dass wollen die Jugendlichen mit ihren Konzerten zeigen. Bei sich zu Hause und im fernen Deutschland.
"Es ist uns wichtig das die Jungen und Mädchen hier zusammenkommen, miteinander Musik machen und erkennen, dass die miese Politik, die versucht uns zu trennen, nicht existiert wenn unser Geist frei ist. Und die Musik befreit den Geist" sagte Kher Fody, einer der Lehrer der Gruppe.
Soraya Faour, Kher Foudy und Amir Ben Alon begleiten die Jugendlichen aus Israel (Foto: Angelo Glashagel)
Fody ist zum zweiten Mal in Deutschland. Sein Kollege Amir Ben Alon war schon sieben Mal mit Jugendlichen auf Konzertreise in der Bundesrepublik. Möglich gemacht hat das der Verein "Begegnungen 2005", den der Ilfelder Michael Krebs gegründet hat. Heute ist man in ganz Deutschland aktiv und hat sich nebem dem Südharz auch in Köln niedergelassen.
"Wir arbeiten eng mit dem Bildungszentrum "Green Village" in Tel Aviv zusammen, die sich sehr bemühen, das zusammenleben zwischen Israelischen Juden und Palästinensern zu verbessern", sagte Krebs, "wir wollen zeigen das es in Israel nicht nur Krieg und Bomben gibt, sondern auch Menschen, die an einer besseren Zukunft arbeiten".
Die Jugendlichen, die bereits im Projekt sind und Konzerte geben, müssen nicht mehr von der Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders überzeugt werden. Deswegen
sind die jungen Musiker vor allem an Schulen aktiv. Sie spielen arabische und jüdische Musik, Eigenkompositionen aber auch internationale Klassiker wie John Lennons "Imagine". Das eine andere Welt möglich ist, davon ist auch Michael Krebs überzeugt. "Wer etwas verändern will, der muss klein anfangen. Das braucht Zeit und viele, viele kleine Schritte."
Es geht darum zu zeigen, das man zusammenstehen kann und sich nicht trennen lassen muss (Foto: Angelo Glashagel)
Eine Kostprobe ihres Könnens gaben die Jungen und Mädchen am Vormittag im Bürgerhaus. Die zweite Beigeordnete Hannelore Haase und Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh waren gekommen, die Gäste in Nordhausen willkommen zu heißen. Bei der Gelgenheit zeigte auch der Rotary Club Nordhausen seine Wertschätzung für das Engagement der Musiker und Sänger und überreichte einen Scheck in Höhe von 800 Euro als Unterstützung.
Morgen, um 11 Uhr, wird die Truppe im Herder Gymnasium aufspielen. Im Verlauf der Woche geht es dann weiter nach Weimar und Heiligenstadt.
Angelo Glashagel
















