nnz-Betrachtung: Oh du Fröhliche...
Montag, 24. November 2014, 11:49 Uhr
Ja, die Weihnachtszeit naht. Die ersten Anzeichen das dass Fest der Feste bevor steht, stapeln sich schon seit Monaten in den Regalen der Supermärkte. Seit heute werden auch im Stadtbild die ganz großen Festtagsgeschütze aufgefahren...
Der Elektronikmarkt der neuen Einkaufspassage fährt die ganz großen Geschütze auf (Foto: Angelo Glashagel)
Ach ja, Weihnachten. Besinnlichkeit und Ruhe. Räuchermännchen und Plätzchenduft. Und Geschenke. Viele Geschenke.
Das Weihnachten auch ein ganz dickes Geschäft ist, dass der Kommerz, die Beschallung und der Stress rund um das Fest von Jahr zu Jahr scheinbar zunehmen - ist es nicht müßig sich darüber aufzuregen? Am Ende rennen die meisten Menschen doch wieder los und stürzen sich in das Getümmel, auch wenn es einem nicht unbedingt behagt. So wie jedes Jahr.
Für die Händler dürften die kommenden Tage nicht weniger stressig sein, als für ihre Kunden. Denn wer Umsatz machen will, muss auffallen, sich irgendwie über die Masse der Konkurrenz erheben. Früher gab es für sowas mal Marktschreier. Heute gilt: je größer der Händler, desto aufwendiger müssen Dekoration und Werbung sein, die um unsere Aufmerksamkeit heischen.
Der Elektronikmarkt der neuen Einkaufspassage fährt die ganz großen Geschütze auf (Foto: Angelo Glashagel)
Wer heute am Blasiikirchplatz vorbeifährt, der wird verwunderte Blicke auf den sonst voll besetzten Parkplatz werfen. Denn der Elektronikmarkt der neuen Einkaufspassage hat in Erwartung des kommenden Weihnachtsgeschäftes vom Mutterkonzern die ganz großen Geschütze angefordert.
Aber das Motto "größer ist besser" zieht ja heutzutage nicht mehr. Laut muss es auch sein. Und bunt. Mit vielen Leuchtelämpchen. Aus den Lautsprechern tönen beständig die bekannten Werbebotschaften des Konzerns. Die Reaktion der Passanten auf den roten Werbetruck reichten von "Oh, super" bis "Hmm, seltsam". Im Laufe des Tages soll das Ungetüm mit verschiedenen Waren des Marktes bestückt werden. Die Aufmerksamkeit wird dem Elektronikriesen gewiss sein. Aufgabe erfüllt.
Traditioneller aber nicht minder Eindrucksvoll: der Weihnachtsbaum auf dem Nordhäuser Rathausplatz (Foto: Angelo Glashagel)
Ach ja, ganz im Sinne der Tradition, aber eigentlich nicht minder Eindrucksvoll, ging man heute auf dem Rathausplatz zu Werke. Gut 12 Meter misst der Weihnachtsbaum, der vor dem Rathaus aufgestellt wurde. Auch der immergrüne Riese wird bald leuchten, dank der Lichterketten, die heute mittels Hebebühne angebracht wurde. Groß und Hell gilt also auch hier. Aber immerhin wird der Baum leise sein. Fast schon besinnlich.
Angelo Glashagel
Autor: red
Der Elektronikmarkt der neuen Einkaufspassage fährt die ganz großen Geschütze auf (Foto: Angelo Glashagel)
Ach ja, Weihnachten. Besinnlichkeit und Ruhe. Räuchermännchen und Plätzchenduft. Und Geschenke. Viele Geschenke.
Das Weihnachten auch ein ganz dickes Geschäft ist, dass der Kommerz, die Beschallung und der Stress rund um das Fest von Jahr zu Jahr scheinbar zunehmen - ist es nicht müßig sich darüber aufzuregen? Am Ende rennen die meisten Menschen doch wieder los und stürzen sich in das Getümmel, auch wenn es einem nicht unbedingt behagt. So wie jedes Jahr.
Für die Händler dürften die kommenden Tage nicht weniger stressig sein, als für ihre Kunden. Denn wer Umsatz machen will, muss auffallen, sich irgendwie über die Masse der Konkurrenz erheben. Früher gab es für sowas mal Marktschreier. Heute gilt: je größer der Händler, desto aufwendiger müssen Dekoration und Werbung sein, die um unsere Aufmerksamkeit heischen.
Der Elektronikmarkt der neuen Einkaufspassage fährt die ganz großen Geschütze auf (Foto: Angelo Glashagel)
Wer heute am Blasiikirchplatz vorbeifährt, der wird verwunderte Blicke auf den sonst voll besetzten Parkplatz werfen. Denn der Elektronikmarkt der neuen Einkaufspassage hat in Erwartung des kommenden Weihnachtsgeschäftes vom Mutterkonzern die ganz großen Geschütze angefordert. Aber das Motto "größer ist besser" zieht ja heutzutage nicht mehr. Laut muss es auch sein. Und bunt. Mit vielen Leuchtelämpchen. Aus den Lautsprechern tönen beständig die bekannten Werbebotschaften des Konzerns. Die Reaktion der Passanten auf den roten Werbetruck reichten von "Oh, super" bis "Hmm, seltsam". Im Laufe des Tages soll das Ungetüm mit verschiedenen Waren des Marktes bestückt werden. Die Aufmerksamkeit wird dem Elektronikriesen gewiss sein. Aufgabe erfüllt.
Traditioneller aber nicht minder Eindrucksvoll: der Weihnachtsbaum auf dem Nordhäuser Rathausplatz (Foto: Angelo Glashagel)
Ach ja, ganz im Sinne der Tradition, aber eigentlich nicht minder Eindrucksvoll, ging man heute auf dem Rathausplatz zu Werke. Gut 12 Meter misst der Weihnachtsbaum, der vor dem Rathaus aufgestellt wurde. Auch der immergrüne Riese wird bald leuchten, dank der Lichterketten, die heute mittels Hebebühne angebracht wurde. Groß und Hell gilt also auch hier. Aber immerhin wird der Baum leise sein. Fast schon besinnlich.
Angelo Glashagel
