Bleicheröder feierten "ihre" Band
Sonntag, 27. Mai 2001, 10:15 Uhr
Bleicherode (nnz). Eigentlich hat es noch ein bißchen Zeit mit der großen Geburtstagsparty. Die Band, die gestern in Bleicherode ihren 20. Geburtstag feierte, wurde doch erst im Oktober 1981 gegründet. Gestern jedenfalls wurde auf jenem Saal gefeiert, auf dem vor 20 Jahren alles begann. nnz hat gratuliert.
Sie wollten ihrer Band zuerst den Namen Injektor geben, die beiden Gitarristen Michael Meikel Krusche und Roman Baumbach. Sie holten sich dann noch Uwe Bonke und Pete Weißhaupt und fanden, dass YOGA ganz gut passen würde. Die Namen der Bandmitglieder wechselten, der Stil blieb: es sollte vorzügliche Rockmusik angeboten werden. Gefragt waren zwischen Ebeleben und dem Eichsfeld vorwiegend Cover-Versionen international bekannter Gruppen. Im Oktober 1983 kam dann ein Mann zu YOGA, der heute als Ältester der jetzigen Truppe namens EMMA gilt: Ralf Kirchner. Von ihm wird über die Jahre hinweg der Bogen geschlagen zu dieser Geburtstagsfete in Bleicherode. Wer sich mehr in die Biografie von YOGA vertiefen will, der kann das HIER gern tun.
YOGA-EMMA lud gestern ein und die Bleicheröder Szene, mit allem was dazu gehört, gab sich ein Stelldichein. Da wurden natürlich die alten Zeiten noch einmal ausgewertet. Im Saal wurde das digitalisierte Material eines Super-8-Films an die Wand geworfen, Episoden aus einer Zeit, in der das Geldverdienen nicht im Mittelpunkt der musikalischen Arbeit stand. Zu DDR-Zeiten verdienten die YOGA-Jungs (Sonderstufe) für eine fünfstündige Party 42,50 DDR-Mark, offiziell versteht sich. Damals wie gestern mit dabei die legendäre Diskothek Resonanz mit Ralf Neugebauer, Jörg Meier und Rainer Lehnert, die Zeitreise sollte eben perfekt werden.
Was macht EMMA heute? Die Chance auf das ganz große Geld, die haben die sechs Jungs abgeschrieben, sie haben alle ihre Jobs behalten und den Spaß am Musizieren. Damals, vor einigen Jahren, da waren sie sozusagen auf dem Sprung nach oben. Sprungbrett waren das Nordhäuser Theater, Klaus Lage, ein Musical und die Zusammenarbeit mit Dieter Dehm. Der war gestern auch mit in Bleicherode. Ich werde mit den Jungs weiter zusammenarbeiten. Wir bereiten eine neue CD vor, fünf bis sechs Stücke sind bereits fertig, verrät Dehm im Gespräch mit nnz. Viel Zeit für Kultur hat der jetzige Apparatschick als stellvertretender Bundesvorsitzender der PDS nicht mehr, doch ein kleines Bonbon für die neue CD in petto.
Er hat den Klaus-Lage-Erfolgssong Tausendmal berührt für EMMA neu geschrieben und irgendwann in diesem Jahr soll er als Silberling auf den Markt gebracht werden.
Bis nach Mitternacht tobte gestern die Fete im Bleicheröder Kulturhaus. Es war eine Reise durch die Geschichte und durch die Musikformen. Ob nun Songs der Steve-Miller Band oder von Jürgen Kerth, ob nun Time is so cruel oder der Kleine Stern: Die Leute auf der Bühne und auf dem Parkett hatten ihren Spaß mit YOGA-EMMA. Und letztlich ist es wohl gut für alle, dass die Jungs von EMMA auf dem Boden geblieben und keine wirklichen STARS geworden sind.
Autor: psg
Sie wollten ihrer Band zuerst den Namen Injektor geben, die beiden Gitarristen Michael Meikel Krusche und Roman Baumbach. Sie holten sich dann noch Uwe Bonke und Pete Weißhaupt und fanden, dass YOGA ganz gut passen würde. Die Namen der Bandmitglieder wechselten, der Stil blieb: es sollte vorzügliche Rockmusik angeboten werden. Gefragt waren zwischen Ebeleben und dem Eichsfeld vorwiegend Cover-Versionen international bekannter Gruppen. Im Oktober 1983 kam dann ein Mann zu YOGA, der heute als Ältester der jetzigen Truppe namens EMMA gilt: Ralf Kirchner. Von ihm wird über die Jahre hinweg der Bogen geschlagen zu dieser Geburtstagsfete in Bleicherode. Wer sich mehr in die Biografie von YOGA vertiefen will, der kann das HIER gern tun.
YOGA-EMMA lud gestern ein und die Bleicheröder Szene, mit allem was dazu gehört, gab sich ein Stelldichein. Da wurden natürlich die alten Zeiten noch einmal ausgewertet. Im Saal wurde das digitalisierte Material eines Super-8-Films an die Wand geworfen, Episoden aus einer Zeit, in der das Geldverdienen nicht im Mittelpunkt der musikalischen Arbeit stand. Zu DDR-Zeiten verdienten die YOGA-Jungs (Sonderstufe) für eine fünfstündige Party 42,50 DDR-Mark, offiziell versteht sich. Damals wie gestern mit dabei die legendäre Diskothek Resonanz mit Ralf Neugebauer, Jörg Meier und Rainer Lehnert, die Zeitreise sollte eben perfekt werden.Was macht EMMA heute? Die Chance auf das ganz große Geld, die haben die sechs Jungs abgeschrieben, sie haben alle ihre Jobs behalten und den Spaß am Musizieren. Damals, vor einigen Jahren, da waren sie sozusagen auf dem Sprung nach oben. Sprungbrett waren das Nordhäuser Theater, Klaus Lage, ein Musical und die Zusammenarbeit mit Dieter Dehm. Der war gestern auch mit in Bleicherode. Ich werde mit den Jungs weiter zusammenarbeiten. Wir bereiten eine neue CD vor, fünf bis sechs Stücke sind bereits fertig, verrät Dehm im Gespräch mit nnz. Viel Zeit für Kultur hat der jetzige Apparatschick als stellvertretender Bundesvorsitzender der PDS nicht mehr, doch ein kleines Bonbon für die neue CD in petto.
Er hat den Klaus-Lage-Erfolgssong Tausendmal berührt für EMMA neu geschrieben und irgendwann in diesem Jahr soll er als Silberling auf den Markt gebracht werden.Bis nach Mitternacht tobte gestern die Fete im Bleicheröder Kulturhaus. Es war eine Reise durch die Geschichte und durch die Musikformen. Ob nun Songs der Steve-Miller Band oder von Jürgen Kerth, ob nun Time is so cruel oder der Kleine Stern: Die Leute auf der Bühne und auf dem Parkett hatten ihren Spaß mit YOGA-EMMA. Und letztlich ist es wohl gut für alle, dass die Jungs von EMMA auf dem Boden geblieben und keine wirklichen STARS geworden sind.
