Mittelalterliches Flair rund um den Nordhäuser Dom
Freitag, 25. Mai 2001, 19:24 Uhr
Nordhausen (nnz). Das erste Mittelalterfest in Nordhausen hat begonnen. Während rund um den Nordhäuser Dom Stände, Zelte und Buden aufgebaut wurden, gab es Innern des Gotteshauses die offizielle Eröffnung. nnz war für Sie dabei.
Monatelang hatten die Mitglieder des Mittelalter- und des Mathildenvereins für diesen Tag gearbeitet. Und bereits jetzt schätzten Beobachter ein: Es hat sich gelohnt. Ein bis auf den letzten Platz besetzter Dom war die erste Wertschätzung für die Mühen der Vorbereitung. Dem Hausherren Pfarrer Ipolt war es vorbehalten, diesen Abend zu eröffnen. Er lud die Gäste zu einer Reise in die Vergangenheit, in das 10. Jahrhundert ein. Es sei ein Jahrhundert des kulturellen Aufbruchs, des Suchens, der Kirche und der Ottonen gewesen. Hier, wo der Dom heute steht, nahm die Geschichte der stolzen Stadt Nordhausen ihren Lauf, hier seien die Wurzeln, hier möge man - mehr als 1.000 Jahre danach - sein Herz für die Kultur dieser Zeit öffnen.
Hannelore Müller, eine der Initiatoren dieses Mittelalterfestes gab zu bedenken, dass an dieser Stelle vor 1.000 Jahren Politik gemacht wurde, die auf das lose Gebilde Deutschland ausstrahlte. Dieses Mittelalterfest soll sowohl an die Zeit des Mittelalters, als auch an die Gegenwart erinnern. Einen Bogen wollte man schlagen. Der erste Versuch soll das Konzert von In Extremo am Abend im Nordhäuser Gehege sein. Mittelalter-Rock - bereits dieser Name würde als Sinnbild und Brückenschlag für das zweitägige Fest gelten. Schirmherr des Festes ist Landrat Joachim Claus (CDU). Sein Berufsstand, der sich meistens mit Visionen beschäftigt, sollte viel öfter den Blick in die Vergangenheit wagen, Wurzeln spüren und vielleicht auch daraus Kraft schöpfen, so Claus. Der Landrat ist sich sicher, dass dieses Fest weit über Nordhausen hinaus ausstrahlen wird, es würde die Geschichte der Stadt in all ihren Facetten dokumentieren.
Nach dem der Nordhäuser Männerchor das von Pfarrer Ipolt komponierte Mathilden-Lied gesungen hatte, wurde das Replikat des Bildes Kaiser Otto I. nimmt Abschied von seiner Mutter Mathilde feierlich enthüllt. Es war einst eines von sechs Gemälden, die der Berliner Professor Hans Looschen im Auftrag des Nordhäuser Magistrats 1913 schuf. Die Bilder zierten die Wände des damaligen Stadtverordnetensaals und wurden im Bombeninferno im April 1945 zerstört. Dem Engagement der Familie Müller und von Heidelore Kneffel ist es zu verdanken, dass gerade dieses Bild nun neu erstanden ist. Noch ist es nicht vollends bezahlt (es fehlen rund 800 Mark) und noch hat es keinen Platz, doch nach diesem Mittelalterfest soll sich das wohl geändert haben. Spenden können auf das Konto: 3000 65 65 bei der Nordhäuser Kreissparkasse eingezahlt werden.
Wolfgang Müller und Heidelore Kneffel war es denn auch vorbehalten, das Replikat zu enthüllen. Nicht nur das Blitzlichtgewitter unzähliger Fotoapparate, sondern vor allem die Neugier der Menschen bewiesen, dass Nordhäuser Geschichte in dieser speziellen Form in einer Stadt ihren festen Platz haben muß und haben wird. Der Beginn für das erste Mittelalterfest ist gemacht. Ab morgen werden rund um den Dom mittelalterliche Figuren, Stände und Zelte die Atmosphäre dieser Zeit in das 21. Jahrhundert holen. Ob nun die Stuntmantruppe um Sascha Borysenko, der fahrende Spielmann Theodorus Disphonikus, Kartenleger, Handwerker, Händler oder Musiker - sie alle werden ihr Bestes geben und werden Nordhausen um eine festive Attraktion reicher machen. nnz-Tip: Lassen Sie sich für zwei Tage entführen in eine Zeit, in der die Wurzeln der Stadt Nordhausen gelegt wurden, in eine Zeit der Geheimnisse und nehmen Sie viele Eindrücke mit: Herzlich willkommen für zwei Tage in der mittelalterlichen Stadt Nordhausen.
Autor: psg
Monatelang hatten die Mitglieder des Mittelalter- und des Mathildenvereins für diesen Tag gearbeitet. Und bereits jetzt schätzten Beobachter ein: Es hat sich gelohnt. Ein bis auf den letzten Platz besetzter Dom war die erste Wertschätzung für die Mühen der Vorbereitung. Dem Hausherren Pfarrer Ipolt war es vorbehalten, diesen Abend zu eröffnen. Er lud die Gäste zu einer Reise in die Vergangenheit, in das 10. Jahrhundert ein. Es sei ein Jahrhundert des kulturellen Aufbruchs, des Suchens, der Kirche und der Ottonen gewesen. Hier, wo der Dom heute steht, nahm die Geschichte der stolzen Stadt Nordhausen ihren Lauf, hier seien die Wurzeln, hier möge man - mehr als 1.000 Jahre danach - sein Herz für die Kultur dieser Zeit öffnen.Hannelore Müller, eine der Initiatoren dieses Mittelalterfestes gab zu bedenken, dass an dieser Stelle vor 1.000 Jahren Politik gemacht wurde, die auf das lose Gebilde Deutschland ausstrahlte. Dieses Mittelalterfest soll sowohl an die Zeit des Mittelalters, als auch an die Gegenwart erinnern. Einen Bogen wollte man schlagen. Der erste Versuch soll das Konzert von In Extremo am Abend im Nordhäuser Gehege sein. Mittelalter-Rock - bereits dieser Name würde als Sinnbild und Brückenschlag für das zweitägige Fest gelten. Schirmherr des Festes ist Landrat Joachim Claus (CDU). Sein Berufsstand, der sich meistens mit Visionen beschäftigt, sollte viel öfter den Blick in die Vergangenheit wagen, Wurzeln spüren und vielleicht auch daraus Kraft schöpfen, so Claus. Der Landrat ist sich sicher, dass dieses Fest weit über Nordhausen hinaus ausstrahlen wird, es würde die Geschichte der Stadt in all ihren Facetten dokumentieren.
Nach dem der Nordhäuser Männerchor das von Pfarrer Ipolt komponierte Mathilden-Lied gesungen hatte, wurde das Replikat des Bildes Kaiser Otto I. nimmt Abschied von seiner Mutter Mathilde feierlich enthüllt. Es war einst eines von sechs Gemälden, die der Berliner Professor Hans Looschen im Auftrag des Nordhäuser Magistrats 1913 schuf. Die Bilder zierten die Wände des damaligen Stadtverordnetensaals und wurden im Bombeninferno im April 1945 zerstört. Dem Engagement der Familie Müller und von Heidelore Kneffel ist es zu verdanken, dass gerade dieses Bild nun neu erstanden ist. Noch ist es nicht vollends bezahlt (es fehlen rund 800 Mark) und noch hat es keinen Platz, doch nach diesem Mittelalterfest soll sich das wohl geändert haben. Spenden können auf das Konto: 3000 65 65 bei der Nordhäuser Kreissparkasse eingezahlt werden.
Wolfgang Müller und Heidelore Kneffel war es denn auch vorbehalten, das Replikat zu enthüllen. Nicht nur das Blitzlichtgewitter unzähliger Fotoapparate, sondern vor allem die Neugier der Menschen bewiesen, dass Nordhäuser Geschichte in dieser speziellen Form in einer Stadt ihren festen Platz haben muß und haben wird. Der Beginn für das erste Mittelalterfest ist gemacht. Ab morgen werden rund um den Dom mittelalterliche Figuren, Stände und Zelte die Atmosphäre dieser Zeit in das 21. Jahrhundert holen. Ob nun die Stuntmantruppe um Sascha Borysenko, der fahrende Spielmann Theodorus Disphonikus, Kartenleger, Handwerker, Händler oder Musiker - sie alle werden ihr Bestes geben und werden Nordhausen um eine festive Attraktion reicher machen. nnz-Tip: Lassen Sie sich für zwei Tage entführen in eine Zeit, in der die Wurzeln der Stadt Nordhausen gelegt wurden, in eine Zeit der Geheimnisse und nehmen Sie viele Eindrücke mit: Herzlich willkommen für zwei Tage in der mittelalterlichen Stadt Nordhausen.