Weniger Nebenwohnsitze sollen mehr Geld bringen
Freitag, 25. Mai 2001, 15:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Zur Haushaltskonsolidierung wurde von der SPD-Stadtratsfraktion gefordert, dass die Stadtverwaltung Maßnahmen ergreift, um die Zahl der mit Nebenwohnsitz in Nordhausen gemeldeten Bürger zu reduzieren. Ebenso war die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer angesprochen worden.
Eine Steuer für den Zweitwohnsitz wird es jetzt allerdings nicht geben, darauf einigte sich die SPD-Fraktion mit dem Bürgermeister und zuständigen Dezernenten der Stadt Nordhausen, Klaus Wahlbuhl (SPD). Der Hintergrund dieser Diskussion ist, dass die Stadt Nordhausen vom Land nur Zuschüsse an Hand der mit Hauptwohnsitz gemeldeten Personen bekommt und nicht für die mit Nebenwohnsitz. Zur Zeit sind in der Stadt Nordhausen rund 2.100 Personen mit Nebenwohnsitz gemeldet. "Wenn wir diese Zahl um die Hälfte reduzieren könnten, würden wir rund eine Million Mark mehr vom Land bekommen", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Jendricke.
Auch die Stadtverwaltung ist der Vermutung, dass nicht alle registrierten Nebenwohnsitze sachgerecht sind, daher wird dieser Personenkreis angeschrieben und um Überprüfung der Meldedaten gebeten. "Teilweise sind es Leute, die seit Jahren hier arbeiten und leben und schon lange nicht mehr ihren Lebensmittelpunkt in der alten Heimat haben", meinte Jendricke. Für Studenten sollen laut SPD-Fraktion besondere Anreize geschaffen werden, sich hier mit Hauptwohnsitz anzumelden, unter anderem könnte die Übernahme der Semesterbeiträge locken. "Solche Regelungen gibt es bereits in anderen Universitätsstädten, die bezahlen lieber 200 Mark an die Studenten und bekommen 1000 Mark pro Jahr vom Land", erklärte Matthias Jendricke dazu.
Auch an künftige Neuanmelder in der Stadt Nordhausen wurde gedacht. Diese werden es allerdings künftig schwieriger haben, sich hier mit Nebenwohnsitz zu melden, denn ohne eine sachgerechte Begründung und das Ausfüllen eines Fragebogen läuft dann nichts mehr, so die sozialdemokratische Fraktion im Nordhäuser Stadtrat.
Autor: nnzEine Steuer für den Zweitwohnsitz wird es jetzt allerdings nicht geben, darauf einigte sich die SPD-Fraktion mit dem Bürgermeister und zuständigen Dezernenten der Stadt Nordhausen, Klaus Wahlbuhl (SPD). Der Hintergrund dieser Diskussion ist, dass die Stadt Nordhausen vom Land nur Zuschüsse an Hand der mit Hauptwohnsitz gemeldeten Personen bekommt und nicht für die mit Nebenwohnsitz. Zur Zeit sind in der Stadt Nordhausen rund 2.100 Personen mit Nebenwohnsitz gemeldet. "Wenn wir diese Zahl um die Hälfte reduzieren könnten, würden wir rund eine Million Mark mehr vom Land bekommen", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Jendricke.
Auch die Stadtverwaltung ist der Vermutung, dass nicht alle registrierten Nebenwohnsitze sachgerecht sind, daher wird dieser Personenkreis angeschrieben und um Überprüfung der Meldedaten gebeten. "Teilweise sind es Leute, die seit Jahren hier arbeiten und leben und schon lange nicht mehr ihren Lebensmittelpunkt in der alten Heimat haben", meinte Jendricke. Für Studenten sollen laut SPD-Fraktion besondere Anreize geschaffen werden, sich hier mit Hauptwohnsitz anzumelden, unter anderem könnte die Übernahme der Semesterbeiträge locken. "Solche Regelungen gibt es bereits in anderen Universitätsstädten, die bezahlen lieber 200 Mark an die Studenten und bekommen 1000 Mark pro Jahr vom Land", erklärte Matthias Jendricke dazu.
Auch an künftige Neuanmelder in der Stadt Nordhausen wurde gedacht. Diese werden es allerdings künftig schwieriger haben, sich hier mit Nebenwohnsitz zu melden, denn ohne eine sachgerechte Begründung und das Ausfüllen eines Fragebogen läuft dann nichts mehr, so die sozialdemokratische Fraktion im Nordhäuser Stadtrat.
