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Ein schmaler Grat

Freitag, 07. November 2014, 09:08 Uhr
Ich wollte nicht, dass meine Kinder vor den Dummköpfen mit Parteibuch abnicken müssen, berichtet die Nordhäuserin Jutta Wehmann in der OKN-Sendung „Ein schmaler Grat“ über die Wendezeit. Sie hat über die Ereignisse vor 25 Jahren Tagebuch geführt und kann sich an den Um- und Aufbruch noch sehr gut erinnern...

Auf schmalem Grat (Foto: OKN/S. Witzel) Auf schmalem Grat (Foto: OKN/S. Witzel)

Wir wollten etwas verändern, wir mussten etwas verändern, erzählt Jutta Wehmann im Bürgersender. Zuerst mit der Gründung der „Gesellschaft zur Förderung des Verständnisses von Religion und Humanität“, doch die Ereignisse überschlugen sich.

Mit den Zielen des „Neuen Forum“ konnte ich mich gut identifizieren. Leider haben nach dem 9. November die Kräfte des Kapitals schneller zugegriffen, als wir handeln konnten, ist im Tagebuch zu lesen.

Es war eine aufregende und anregende Zeit, von langen Diskussionsabenden in der Altendorfer Kirche bis hin zu den Demonstrationen. Es war ein schmaler Grat, leicht hätte die Situation eskalieren können. Bewaffnete Männer standen hinter Fenstern und vielen Demonstranten musste ich Steine aus den Händen nehmen, damit sie die Kerze halten konnten.

Der Hörfunkbeitrag über die Wendezeit gesprochen von Jutta Wehmann, Dana Gruben und Ngan Nguyen produziert von Sandra Witzel ist am 9. November um 14.00 Uhr auf der Frequenz 100.4 zu hören.
Autor: red

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