Keine 90 - nur noch 15 Bäume fallen im Gehege
Donnerstag, 06. November 2014, 13:38 Uhr
Keine 90 Bäume, wie ursprünglich vorgesehen, sondern nur noch 15 werden im kommenden Winterhalbjahr im Gehege fallen. Das teilte Stadtförster Axel Axt unserer Zeitung mit. Kurt Frank berichtet...
Nordhausen. Was bewog den Sinneswandel? Der Aufschrei der Nordhäuser? Der wäre gekommen, wenn Axt und Säge, wie im Winterhalbjahr geschehen, erneut großflächig in dem Naherholungsgebiet gewütet hätten.108 Bäume, unter ihnen mächtige Riesen, waren ihnen zum Opfer gefallen. Dementsprechend sah danach das Gehege aus.
Nach der großen Sauberaktion im April des Jahres, die diese Zeitung, tatkräftig unterstützt von Oberbürgermeister Klaus Zeh und dem Sachgebiet Umwelt und Grünanlagen, initiiert hatte, waren der Stadtförster und Sachgebietsleiter Steffen Meyer von weiteren 90 Baum-Fällungen ausgegangen. Dem eventuell einsetzenden Sturm der Entrüstung der Baum-und Gehegefreunde wollte man sich wohl doch nicht aussetzen.
Die noch zu fällenden 15 Bäume, darunter zwei größere Buchen beim Geiersberg, verteilten sich auf die gesamte Fläche, sagt Axt. Die Eingriffe seien marginal. Im Gegensatz zu den erfolgten Masseneinschlägen hinterließen sie keine nennenswerten Spuren. Seinerzeit lagen Astwerk und Gestrüpp kreuz und quer herum, was nachhaltig den Unwillen der Bevölkerung hervorrief.
Es werde auch künftig immer wieder vorkommen, dem Gehege diesen und jenen Baum zu entnehmen, bekräftigt der Stadtförster. Mangelnde Standfestigkeit, Fäulnis und Verkehrssicherungspflicht ließen das erwarten. Großflächige Einschläge wird es künftig nicht geben, versichert Axel Axt. Erfolg habe die Stadtparkkonzeption gezeitigt. Der Park sei attraktiver für Besucher geworden. Die für das Gehege läge nicht auf Eis.
Bei allem Verständnis für Baumpflegemaßnahmen, die ursprünglich anvisierte Zahl 90 wäre dann doch des Guten zu viel gewesen. Und die Kosten für die 108 Fällungen? Die überstiegen mit 49843,70 Euro am Ende die Einnahmen durch den Holzverkauf (37329,53 Euro) erheblich.
Die Frage, ob im Frühjahr erneut eine Aufräumungsaktion vorgesehen sei, konnte Axt noch nicht beantworten. Über Sachgebietsleiter Steffen Meyer könnte das Anliegen bei einer Dienstbesprechung mal zur Sprache gebracht werden.
Kurt Frank
Autor: redNordhausen. Was bewog den Sinneswandel? Der Aufschrei der Nordhäuser? Der wäre gekommen, wenn Axt und Säge, wie im Winterhalbjahr geschehen, erneut großflächig in dem Naherholungsgebiet gewütet hätten.108 Bäume, unter ihnen mächtige Riesen, waren ihnen zum Opfer gefallen. Dementsprechend sah danach das Gehege aus.
Nach der großen Sauberaktion im April des Jahres, die diese Zeitung, tatkräftig unterstützt von Oberbürgermeister Klaus Zeh und dem Sachgebiet Umwelt und Grünanlagen, initiiert hatte, waren der Stadtförster und Sachgebietsleiter Steffen Meyer von weiteren 90 Baum-Fällungen ausgegangen. Dem eventuell einsetzenden Sturm der Entrüstung der Baum-und Gehegefreunde wollte man sich wohl doch nicht aussetzen.
Die noch zu fällenden 15 Bäume, darunter zwei größere Buchen beim Geiersberg, verteilten sich auf die gesamte Fläche, sagt Axt. Die Eingriffe seien marginal. Im Gegensatz zu den erfolgten Masseneinschlägen hinterließen sie keine nennenswerten Spuren. Seinerzeit lagen Astwerk und Gestrüpp kreuz und quer herum, was nachhaltig den Unwillen der Bevölkerung hervorrief.
Es werde auch künftig immer wieder vorkommen, dem Gehege diesen und jenen Baum zu entnehmen, bekräftigt der Stadtförster. Mangelnde Standfestigkeit, Fäulnis und Verkehrssicherungspflicht ließen das erwarten. Großflächige Einschläge wird es künftig nicht geben, versichert Axel Axt. Erfolg habe die Stadtparkkonzeption gezeitigt. Der Park sei attraktiver für Besucher geworden. Die für das Gehege läge nicht auf Eis.
Bei allem Verständnis für Baumpflegemaßnahmen, die ursprünglich anvisierte Zahl 90 wäre dann doch des Guten zu viel gewesen. Und die Kosten für die 108 Fällungen? Die überstiegen mit 49843,70 Euro am Ende die Einnahmen durch den Holzverkauf (37329,53 Euro) erheblich.
Die Frage, ob im Frühjahr erneut eine Aufräumungsaktion vorgesehen sei, konnte Axt noch nicht beantworten. Über Sachgebietsleiter Steffen Meyer könnte das Anliegen bei einer Dienstbesprechung mal zur Sprache gebracht werden.
Kurt Frank


