Frau Keller, so funktioniert das nicht!
Dienstag, 04. November 2014, 18:33 Uhr
Er saß nach der Wende in einem Stadtrat, war Fraktionsvorsitzender und Beigeordneter, dann ging er in die Landespolitik, Landtagsabgeordneter und Minister. Aber solch ein Schauspiel wie heute hatte der Mann noch nicht erlebt...
Jürgen Reinholz ist satt, pappesatt. Diese eigenartige Völlegefühl stellte sich bei ihm am heutigen Nachmittag ein. Da war Klausurtagung im Landratsamt angesetzt.
Zehn Minuten hielt Kreistagsmitglied Reinholz das aus, was ihm geboten wurde. Die Verwaltung legte den Klausur-Teilnehmern den Entwurf für den kommenden Haushalt vor. An sich ein normaler Vorgang, wenn da nicht ein Defizit von 3,5 Millionen Euro unterm Strich geblinkt hätte.
"Sowas habe ich noch nicht erlebt, dass es sich eine Verwaltung mit zig Fachleuten erlaubt, den Mitgliedern des Kreistages einen unausgeglichenen Entwurf zu präsentieren. So frei nach dem Motto: Jetzt müsst ihr Streichungen vornehmen", entrüstet sich Jürgen Reinholz.
Der hatte dann noch Landrätin Birgit Keller gefragt, was denn ihre Landtagsfraktion mit einem CDU-Finanzminister gemacht hätte, wenn der es sich erlaubt hätte, solch einen Entwurf vorzulegen? Auch Frau Keller, damals als finanzpolitisch linke Fachfrau, hätte ihn verbal in der Luft zerrissen.
Aber hier gehe es laut Reinholz darum, die unangenehme Arbeit den Kreistagsmitgliedern zu überlassen, um selbst mit sauberer Weste dazustehen. Doch das werde mit ihm nicht funktionieren. Reinholz erwartet zur nächsten Sitzung einen ausgeglichenen Entwurf, dann könne die politischen Diskussionen beginnen und Prioritäten gesetzt werden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redJürgen Reinholz ist satt, pappesatt. Diese eigenartige Völlegefühl stellte sich bei ihm am heutigen Nachmittag ein. Da war Klausurtagung im Landratsamt angesetzt.
Zehn Minuten hielt Kreistagsmitglied Reinholz das aus, was ihm geboten wurde. Die Verwaltung legte den Klausur-Teilnehmern den Entwurf für den kommenden Haushalt vor. An sich ein normaler Vorgang, wenn da nicht ein Defizit von 3,5 Millionen Euro unterm Strich geblinkt hätte.
"Sowas habe ich noch nicht erlebt, dass es sich eine Verwaltung mit zig Fachleuten erlaubt, den Mitgliedern des Kreistages einen unausgeglichenen Entwurf zu präsentieren. So frei nach dem Motto: Jetzt müsst ihr Streichungen vornehmen", entrüstet sich Jürgen Reinholz.
Der hatte dann noch Landrätin Birgit Keller gefragt, was denn ihre Landtagsfraktion mit einem CDU-Finanzminister gemacht hätte, wenn der es sich erlaubt hätte, solch einen Entwurf vorzulegen? Auch Frau Keller, damals als finanzpolitisch linke Fachfrau, hätte ihn verbal in der Luft zerrissen.
Aber hier gehe es laut Reinholz darum, die unangenehme Arbeit den Kreistagsmitgliedern zu überlassen, um selbst mit sauberer Weste dazustehen. Doch das werde mit ihm nicht funktionieren. Reinholz erwartet zur nächsten Sitzung einen ausgeglichenen Entwurf, dann könne die politischen Diskussionen beginnen und Prioritäten gesetzt werden.
Peter-Stefan Greiner
