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Lebenshaltung ist in Thüringen deutlich gestiegen

Freitag, 25. Mai 2001, 07:37 Uhr
Nordhausen (nnztls). Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Thüringen von April bis Mai 2001 um 0,8 Prozent und erreichte einen Indexstand von 111,6 (Basis 1995 = 100). Detaillierte Zahlen wie immer in der nnz.

Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise im Mai deutlich angestiegen. Damit setzt sich die seit November 2000 zu verzeichnende Verteuerung der Verbraucherpreise fort. Erhebliche Preissteigerungen wurden für Nahrungsmittel registriert. Um durchschnittlich 2,2 Prozent erhöhten sich hier die Preise. Molkereiprodukte waren um 2,8 Prozent teuerer, darunter Milch um 10,2 Prozent, Obst um 3,3 Prozent, darunter Zitrusfrüchte um 8,2 Prozent. Für Gemüse mussten die Käufer 9,6 Prozent mehr bezahlen, darunter für Kartoffeln 33,0 Prozent.
Bei den Getränken wurde Kaffee um 2,4 Prozent und Bier um 0,9 Prozent teuerer. Auch bei Fleisch und Fleischwaren lagen die Preise deutlich über dem Vormonatspreis (Geflügel- und Rindfleisch 1,0 Prozent sowie Schweinefleisch 1,5 Prozent). Neben den Preissteigerungen für Nahrungsmittel ließen die Kraftstoffpreise den Preisindex deutlich hochschnellen. Die Preisspirale dreht sich weiter nach oben. Die Kraftfahrer mussten Mitte Mai 6,1 Prozent mehr für Kraftstoffe bezahlen als noch im April. Im öffentlichen Nahverkehr kam es zu einem Preisanstieg um 0,7 Prozent bei Straßenbahntarifen. Verbraucherfreundliche Preisentwicklungen gab es für Heizöl (- 2,8 Prozent), Bananen (- 6,3 Prozent) und Schnittblumen (- 1,5 Prozent).
Die Jahresteuerungsrate betrug im Mai 4,4 Prozent. Damit ist die Jahresteuerung erheblich gegenüber dem Stand April 2001 (3,4 Prozent) angestiegen. Die Erhöhung der Nahrungsmittelpreise und der Preise für Kraftstoffe beeinflussen diese Rate maßgebend. Nahrungsmittel waren im Mai 2001 um 9,2 Prozent teuerer als vor einem Jahr. Im Jahresvergleich sind nennenswert Fleischwaren 16,7 Prozent, Milch 11,7 Prozent, Butter 11,2 Prozent, Obst 11,2 Prozent, Gemüse 13,2 Prozent. Gas und die Umlage für Zentralheizung bzw. Fernwärme verteuerten sich um 30,4 bzw. 23,7 Prozent. Die Kraftstoffpreise lagen im Mai 2001 um 18,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im April 2001 lag die Jahresteuerung der Kraftstoffe bei 10,7 Prozent.
Autor: nnz

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