Arbeitsmarktdaten: Landkreis Nordhausen mit schlechtester Entwicklung
Donnerstag, 05. Oktober 2000, 15:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Trotz positiver Signale vom ersten Arbeitsmarkt, trotz der allgemeinen Konjunkturbelebung in Deutschland, trotz gesunkener Arbeitslosenzahlen selbst in Nordthüringen: Im Landkreis Nordhausen ist die Arbeitslosenquote erneut angestiegen. Im September lag sie bei 19,1 Prozent, und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert vom August. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer stieg im Vormonat erstmals wieder über 9.000 an (9.031). Seitens des Arbeitsamtes wird die ansteigende Tendenz mit den auslaufenden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) sowie Strukuranpassungmaßnahmen (SAM) aus dem Vorjahr begründet. ABM und SAM seien im vergangenen Jahr besonders großzügig im Landkreis Nordhausen "angeschoben" worden. Viele Menschen hätten danach keinen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden und seien wieder als arbeitslos registriert worden. Außerdem zeichne sich vor allem im Landkreis Nordhausen eine hohe Fluktuation ab, so eine Mitarbeiterin des Nordhäuser Amtes zur nnz. Es sei die schleppende wirtschaftliche Entwicklung vor allem im Landkreis Nordhausen, die sich auch in der Vermittlung deutlich mache. So seien die Mitarbeiter des Arbeitsamtes froh, wenn sie in einem Unternehmen mal eine oder zwei Stellen vermitteln könnten. Wie dramatisch die Situation im Landkreis ist, macht ein Vergleich mit den "September-Daten" der zurückliegenden Jahre deutlich. So gab es lediglich im Jahr 1997 mit 20,9 Prozent eine höhere Arbeitslosenquote als in diesem Jahr. Hier die September-Quoten im Vergleich:
1991: 10,9 %
1992: 12,6 %
1993: 19,0 %
1994: 17,6 %
1995: 15,7 %
1996: 17,7 %
1997: 20,9 %
1998: 17,5 %
1999: 18,9 %
2000: 19,1 %
Autor: psg1991: 10,9 %
1992: 12,6 %
1993: 19,0 %
1994: 17,6 %
1995: 15,7 %
1996: 17,7 %
1997: 20,9 %
1998: 17,5 %
1999: 18,9 %
2000: 19,1 %
