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Bleiben Sie schön akademisch

Freitag, 24. Oktober 2014, 16:43 Uhr
Viele junge Leute dürften heute noch ordentlich feiern: mit dem Erhalt ihrer Urkunden dürfen sie nun offiziell die Titel "Bachelor" und "Master" führen. Insgesamt 221 Absolventen durfte die Fachhochschule heute verabschieden. Einige werden gehen, andere werden Nordhausen noch eine Weile erhalten bleiben...

Die Absolventen der Studiengänge aus dem Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Foto: Angelo Glashagel) Die Absolventen der Studiengänge aus dem Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Foto: Angelo Glashagel)

Es hatte einmal alles ganz klein angefangen, erzählte der Präsident der Nordhäuser Fachhochschule, Prof. Dr. Jörg Wagner anlässlich der Graduationsfeier. Ein Hörsaal hatte gereicht, die ersten Absolventen zur Feierstunde unter zu bringen. Heute reicht nicht einmal mehr das "Auditorium Maximum", der größte Hörsaal einer Hochschule, um alle Studierenden zu verabschieden. Heute wurden sie deswegen in zwei Etappen geehrt.

Für den Einstieg in das Berufsleben und als Erinnerung an die Studentenzeit bekamen die Absolventen neben ihrer Urkunde auch noch ein kleines Geschenk: eine Tasse mit dem FH Logo. "Die Tasse kann ihr zukünftiges Büro zieren", scherzte Wagner, aber auch der Kaffee den man daraus trinken könne, könne manch Alumnus in naher Zukunft benötigen. "Wir haben Sie vor viele Herausforderungen gestellt, und Sie haben sie gemeistert", so Wagner weiter, "als Absolventen verlassen sie nun den geschützten Lebensabschnitt der studentischen Welt und werden neuen Herausforderungen in Beruf und Familie entgegen gehen."

Die Festredner, neben Herrn Wagner waren das Bürgermeister Jendricke, der Vorsitzende des Studentenrates Lars Domes und der Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Prof. Dr. Zahradnik, gaben den "Alumni" auch noch einige nützliche Tipps für den weiteren Lebensweg mit. Bürgermeister Jendricke beglücktwünschte die Eltern und Großeltern zu den Leistungen ihrer Sprößlinge und empfahl den Absolventen, ihre alten Komillitonen nicht aus den Augen zu verlieren.

Domes hoffte, dass die Studierenden eines Tages mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf ihre Zeit an der FH zurückblicken werden. Als Alumni seien sie nun Botschafter ihrer Hochschule, die sich als mündige und kritische Mitglieder der Gesellschaft dessen würdig zeigen sollen. Dekan Zahradnik war der Meinung, das nicht das erworbene Wissen das wichtigste sei, sondern die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Denken und sah in den versammelten Studenten und Studentinnen Wertorientierte, zuverlässige und kritische geistige Impulsgeber.

Manche sind schon im Studium über sich hinaus gewachsen. Marina Göbler etwa. Wie viele andere auch, hatte sie ihren Abschluss erst Ende September gemacht. Allerdings Hochschwanger. Vor neun Tagen wurde Sohn Joran geboren. "So lang hat er noch gewartet", sagte die junge Mutter. Sie beendet ihre akademische Karriere vorerst mit dem Bachelor Abschluss im Fach "Gesundheit und Soziales", will lieber in die Praxis. Ganz anders sieht es bei Komillitonin Nina Gabriel aus. Sie hat ihr Masterstudium bereits aufgenommen.

Viele Alumni werden heute ordentlich feiern (Foto: Angelo Glashagel) Viele Alumni werden heute ordentlich feiern (Foto: Angelo Glashagel) Neben den Bachelorkandidaten wurden auch die Absolventen des Masterstudiengangs "Public Management and Governance" ausgezeichnet. Für sie heißt es jetzt bewerben, bewerben, bewerben. Aber vielleicht halten sie auch ihrer Alma Mater die Treue und gehen selber in Forschung und Lehre.

Was auch immer die frisch gekürten Akademiker in Zukunft tun: heute Abend dürften die meisten von ihnen ordentlich feiern. In diesem Sinne fand auch Präsident Wagner die passenden Abschlussworte: "Hauen Sie drauf und bleiben Sie schön akademisch!"
Angelo Glashagel
Autor: red

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