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Überwiegend zufrieden und optimistisch für die Zukunft

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 20:00 Uhr
Einem Großteil der Menschen in Deutschland geht es in finanzieller Hinsicht so gut wie schon lange nicht mehr, sie schauen optimistisch in die Zukunft. Das ist ein wesentliches Ergebnis der Studie „Vermögensbarometer 2014“, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) heute in Berlin vorgestellt hat...


„58 Prozent der Befragten empfinden ihre Lebensumstände als gut oder sehr gut. Das ist der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre“, so DSGV-Präsident Georg Fahrenschon anlässlich der Vorstellung der Studie im Rahmen der Pressekonferenz zum Weltspartag in Berlin.

Beispielsweise im Jahr 2005 hätten nur 40 Prozent ihre eigene finanzielle Situation so gut eingeschätzt. Die gute Stimmung in der Bevölkerung zeige sich auch daran, so Fahrenschon, dass die Gruppe der Bundesbürger, die ihre Verhältnisse negativ bewerten, sich im gleichen Zeitraum von 18 auf neun Prozent halbiert habe. Ausgehend von der guten Lage seien 20 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sich ihre finanzielle Situation innerhalb der kommenden zwei Jahre sogar noch weiter verbessern werde. Fahrenschon: „Diese positive Entwicklung ist sicher in großem Maße der insgesamt guten Beschäftigungssituation und den zuletzt höheren Lohnabschlüssen zu verdanken. Die Bundesbürger schauen trotz aller globalen Krisenherde mit viel Zuversicht in die Zukunft.“

Allerdings gebe es noch immer geschlechterspezifische Unterschiede in der Bewertung. Während 62 Prozent der Männer ihre eigene finanzielle Lage als „gut“ oder „besser“ bewerteten, sei dies nur bei 55 Prozent der Frauen so. „Auch diese Zahlen zeigen, dass es nach wie vor zwischen den Geschlechtern Unterschiede bei den Einkommens- und Vermögensverhältnissen gibt“, so Fahrenschon.

Auffällig sei auch, dass sich die Generation der 50- bis 60-Jährigen am meisten Sorgen um die zukünftige finanzielle Situation mache. Sorgenfrei bezüglich ihrer Finanzen fühlen sich in dieser Altersgruppe nur 52 Prozent. Bei den 30- bis 40 Jährigen sind es mit 65 Prozent deutlich mehr. „Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man mit der Vorsorge für das Alter möglichst frühzeitig beginnen.“

Besonders erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass vor allem die im Kern berufstätige Bevölkerung zwischen 30 und 60 Jahren ihre finanzielle Vorsorge aktiv betreibe. Der Anteil derjenigen, die eine Rücklage bildeten, liege in dieser Gruppe zwischen 75 und 81 Prozent.
Autor: red

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