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Fünftes Angebot, um Streik abzuwenden

Freitag, 17. Oktober 2014, 16:21 Uhr
Die Deutsche Bahn hat der Gewerkschaft GDL ein weiteres Angebot unterbreitet. Es ist das fünfte in der laufenden Verhandlungsrunde. Einzelheiten in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...


Die Deutsche Bahn hat der GDL-Spitze heute Mittag ein fünftes Angebot zur Lösung des Tarifkonflikts unterbreitet. Vor dem Hintergrund des kurzfristig von der GDL angekündigten 60-Stunden-Streiks hat die DB sich entschieden, ein für dieses Wochenende geplantes Angebot auf heute vorzuziehen.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Wir haben uns entschieden, unser fünftes Angebot angesichts dieser massiven Streikankündigungen bereits heute vorzulegen, um erneut zu versuchen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und Schaden von Bahnkunden und Unternehmen abzuwenden.“

Die DB fordert die GDL auf, die Streiks zu unterlassen und am Sonntag in Berlin oder in Frankfurt wieder in die Verhandlungen einzusteigen. Das neue Angebot umfasst mehrere Punkte: Verbesserungen zum Einkommen und zur Entlastung, unter anderem durch zusätzliche Einstellungen. Außerdem bekräftigt die DB darin ihre Bereitschaft, mit der GDL auch über andere Berufsgruppen wie Zugbegleiter reden zu wollen. Weber: „Wir waren und wir sind zu allen Themen gesprächsbereit. Zu Gesprächen gehören allerdings zwei. Wir fordern die GDL auf, endlich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“

Einzelheiten des Angebots vom 17. Oktober 2014 sind:
  • Die DB erklärt sich weiterhin bereit, über die Forderungen der GDL für weitere Arbeitnehmergruppen wie zum Beispiel Zugbegleiter Sondierungsgespräche zu führen. Die DB kündigt der GDL einen Vorschlag über Regelungen zu materiellen Inhalten und zur gleichzeitigen Vermeidung konkurrierender Tarifverträge an.
  • Angebot zu Einkommensverbesserung für Lokomotivführer
  • Erhöhung der Entgelte für Lokomotivführer in drei Stufen um insgesamt 5 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten: 2,1 Prozent zum 1. Dezember 2014, weitere 1,5 Prozent zum 1. Juli 2015 und 1,4 Prozent zum 1. Juli 2016
  • Zahlung eines Einmalbetrages von rund 325 Euro für den Zeitraum vom 1. Juli 2014 bis 30. November 2014
  • Einstellung von 200 zusätzlichen Lokomotivführern im Jahr 2015 zum Abbau von Mehrarbeit
Autor: en

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