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Forum: IS Terror nicht vom Himmel gefallen

Montag, 13. Oktober 2014, 10:53 Uhr
Im Forum äußert sich ein Leser zum Thema: Der IS Terror ist nicht vom Himmel gefallen.

Befördert in einer langen Kette verfehlter Politik des Westens, besonders der USA, im Nahen Osten, hat sich diese fanatische Terrorgruppe zu einer weltweiten Gefahr entwickelt. Die auf Lügen basierende Intervention im Irak und Syrien hat diese Entwicklung eingeleitet.

Die folgende "Demokratisierung" nach veralteten Strickmustern im Irak ist total fehlgeschlagen, hat dieses Land tief zerrissen und diese fatale Entwicklung nach dem verfrühten Abzug der Amerikaner eingeleitet. Die damals noch amerikanischen Interessen dienende Terrorgruppe des heutigen IS wurde im Kampf der USA zum Sturz von Assad in Syrien benutzt und mit modernen Waffen aufgerüstet, die heute bei der Errichtung eines Islamischen Staates zur Wirkung kommen.

Diese von Allmachtsinteressen geleitete Politik ist total gescheitert und wieder sieht der Westen keine andere Lösung als militärische Gewalt zur Durchsetzung geopolitischer Interessen in dieser Region. Da wird schon mal die UNO vom Friedensnobelpreisträger Obama mit seinen militärischen Alleingängen überrumpelt, der sich obendrein eine eigenartige "Koalition" von Willigen schmiedet, die scheinbar nicht mehr als ihren Namen dafür hergeben.

Nun ist die IS Terrorgruppe für die USA "nutzbar" um Assad zu stürzen, derweil die Türkei hofft, auf diesem Wege die Kurden zu schwächen und an einer eigenen Staatsbildung zu hindern. Tausende Menschen müssen in dieser Region dafür ihr Leben geben und führen in diesem Interessenspiel der "Allmächtigen" einen aussichtslosen Kampf, der gar mit Waffen aus Deutschland gewonnen werden soll. Wenn diesen geopolitischen Interessen nicht endlich Einhalt geboten wird, gibt es keinen Frieden. Militärisch ist dort keine Lösung möglich. Mit welchem Recht maßen sich die USA mit ihrem Krieg in Syrien an, dass Völkerrecht zu brechen?? Die UNO muss das Heft des Handelns bekommen.

Die "Logik" des Westens, die Welt in guter Westen und böse Schurken aufzuteilen ist vorwiegend Ursache für die verheerenden Folgen, wie das auch Afghanistan zeigt. Eine geschlossenen zivile Intervention und nicht geopolitische Interessen mit militärischer Gewalt sind die Lösung. Flüchtlingsschutz, humanitäre Hilfe und konsequente Austrocknung des Terrors.

Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khh

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