Mit den Landsenioren auf Genuss-Tour
Donnerstag, 09. Oktober 2014, 09:48 Uhr
Für den 8. Oktober war sie angekündigt, die Genusstour durch den Harz. Die Landsenioren traten sie voller Erwartung an. Schnitzel, Eisbein, Sauerbraten? Weder das eine noch andere fand sich auf dem Teller. Lecker aber war sie allemal. Eine Kombination von leiblichen und geistigen Genüssen, wie Kurt Frank, der für die nnz unterwegs war, feststellte...
Nordhausen/Harz. Der erste Genuss stellte sich mit dem Erscheinen der Reiseleiterin Elke Franke am Scheunenhof in Sundhausen ein. Originell als Kiepe-Frau verkleidet. Mit Tragekorb auf dem Rücken. Gefüllt mit Spezialgebäck. Von Friwi. Aus Stolberg. Ihrer großen Liebe, wie sie meinte. Einen Beutel für jeden Teilnehmer. Immerhin 47 Personen.
Elke redete fortan. Ohne Unterlass. Steffen Keitel, der Busfahrer, kam nicht zu Wort, sich vorzustellen. In Halberstadt halten wir, tat sie kund. Die Kaffeerösterei Löper erwartete die Senioren. Zum Frühstück. Belegte Brötchen und ein Getränk aus köstlichen Bohnen. In großen Tassen. Dank eines speziellen Röstverfahrens, verriet Uwe, der Chef, würden dem Kaffee Bitterstoffe entzogen. Bekömmlich auch für Leute, die an Sodbrennen litten.
Die Fahrt führte zum Jagdschloss Spiegelberge unweit der Kreisstadt. Der Keller beherbergt einen Rekordhalter: das Gröninger Riesenweinfass. 1594 erbaut, über 60 Tonnen schwer, 5,70 Meter hoch und 9,40 Meter lang. Fassungsvermögen: 144000 Liter. Exakt 63 Tonnen Eichenholz umhüllen es, weiß Chris Schöne, der Hausherr.
Seit 1782 hat das Ungetüm im Schloss seinen Platz. Es ist das älteste, größte und einzige noch original erhaltene Riesenweinfass der Welt. Chris Schöne war nicht nur ein guter Erzähler. Er betätigte sich auch vortrefflich als Kellermeister, schenkte fleißig Rotwein in die Gläser. Der hob die Stimmung.
Die steigerte sich im Benediktinerkloster Huysburg. Bei einem deftigen Mittagsmahl: Schweinemedaillon mit Buttererbsen, Kroketten, Nachtisch. Im 11. Jahrhundert gegründet, wurde die alte Klosteranlage umfassend saniert und als Ort benediktinischer Gastfreundschaft hergerichtet. 35 Euro zahlt der Gast für eine Übernachtung .Mit Frühstück im Doppelzimmer. Vier Euro legt drauf, wer einzeln nächtigt. Dann kam Gernrode. Und die Likörfabrik. Wer wollte und sich konditionell in der Lage fühlte, probierte alle Köstlichkeiten, die das Haus bietet. Voll Glas. Chefin Rolle und eine Mitarbeiterin sorgten unermüdlich für Nachschub. Kredenzten eine Sorte nach der anderen. In verschiedenen Geschmacksrichtungen:
Johannisbeeren, Sanddorn, Kirsch, Obstler, Kaffee, Hexenbitter, Nuss, Rhabarber. Zehn an der Zahl. Der eine oder andere in der Runde zeigte sich äußerst trinkfest, kippte ein Gläschen nach dem anderen in sich rein. Wer sich einen Affen holte, blieb ein Geheimnis.
Es bestätigte sich einmal mehr: Die große Familie der Vereinigung der Landsenioren bringt auch über 80-Jährige flott auf die Beine. Rolf Lauer (86) und Manfred Zyriax (85) aus Görsbach werden nicht das letzte Mal mit auf Reisen gehen. Bis zum 90. wollen sie dabei sein. Mindestens.
Autor: redNordhausen/Harz. Der erste Genuss stellte sich mit dem Erscheinen der Reiseleiterin Elke Franke am Scheunenhof in Sundhausen ein. Originell als Kiepe-Frau verkleidet. Mit Tragekorb auf dem Rücken. Gefüllt mit Spezialgebäck. Von Friwi. Aus Stolberg. Ihrer großen Liebe, wie sie meinte. Einen Beutel für jeden Teilnehmer. Immerhin 47 Personen.
Elke redete fortan. Ohne Unterlass. Steffen Keitel, der Busfahrer, kam nicht zu Wort, sich vorzustellen. In Halberstadt halten wir, tat sie kund. Die Kaffeerösterei Löper erwartete die Senioren. Zum Frühstück. Belegte Brötchen und ein Getränk aus köstlichen Bohnen. In großen Tassen. Dank eines speziellen Röstverfahrens, verriet Uwe, der Chef, würden dem Kaffee Bitterstoffe entzogen. Bekömmlich auch für Leute, die an Sodbrennen litten.
Die Fahrt führte zum Jagdschloss Spiegelberge unweit der Kreisstadt. Der Keller beherbergt einen Rekordhalter: das Gröninger Riesenweinfass. 1594 erbaut, über 60 Tonnen schwer, 5,70 Meter hoch und 9,40 Meter lang. Fassungsvermögen: 144000 Liter. Exakt 63 Tonnen Eichenholz umhüllen es, weiß Chris Schöne, der Hausherr.
Seit 1782 hat das Ungetüm im Schloss seinen Platz. Es ist das älteste, größte und einzige noch original erhaltene Riesenweinfass der Welt. Chris Schöne war nicht nur ein guter Erzähler. Er betätigte sich auch vortrefflich als Kellermeister, schenkte fleißig Rotwein in die Gläser. Der hob die Stimmung.
Die steigerte sich im Benediktinerkloster Huysburg. Bei einem deftigen Mittagsmahl: Schweinemedaillon mit Buttererbsen, Kroketten, Nachtisch. Im 11. Jahrhundert gegründet, wurde die alte Klosteranlage umfassend saniert und als Ort benediktinischer Gastfreundschaft hergerichtet. 35 Euro zahlt der Gast für eine Übernachtung .Mit Frühstück im Doppelzimmer. Vier Euro legt drauf, wer einzeln nächtigt. Dann kam Gernrode. Und die Likörfabrik. Wer wollte und sich konditionell in der Lage fühlte, probierte alle Köstlichkeiten, die das Haus bietet. Voll Glas. Chefin Rolle und eine Mitarbeiterin sorgten unermüdlich für Nachschub. Kredenzten eine Sorte nach der anderen. In verschiedenen Geschmacksrichtungen:
Johannisbeeren, Sanddorn, Kirsch, Obstler, Kaffee, Hexenbitter, Nuss, Rhabarber. Zehn an der Zahl. Der eine oder andere in der Runde zeigte sich äußerst trinkfest, kippte ein Gläschen nach dem anderen in sich rein. Wer sich einen Affen holte, blieb ein Geheimnis.
Es bestätigte sich einmal mehr: Die große Familie der Vereinigung der Landsenioren bringt auch über 80-Jährige flott auf die Beine. Rolf Lauer (86) und Manfred Zyriax (85) aus Görsbach werden nicht das letzte Mal mit auf Reisen gehen. Bis zum 90. wollen sie dabei sein. Mindestens.






