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Wohn-Haft

Dienstag, 07. Oktober 2014, 15:11 Uhr
Mit seinem Roman „Wohn-Haft“ taucht Manfred Haferburg tief in den Alltag der DDR-Jahre ein. Protagonist Manni ist, wie einst der Autor, im Kernkraftswerk Greifswald angestellt. Nach mehreren Unfällen wagt er den Bruch mit dem System. Donnerstag kommender Woche wird der Autor im Theater aus seinem Buch lesen...

Zu einer eindrücklichen Lesung laden der Lions Club Nordhausen und das Theater Nordhausen am Samstag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr ein. Mit seinem Roman „Wohn-Haft“ taucht Manfred Haferburg tief in den Alltag der DDR-Jahre ein.

Protagonist Manni ist Oberschichtleiter im Kernkraftwerk Greifswald. Er kämpft mit den Unzulänglichkeiten der Kraftwerkstechnik und der Ineffizienz der ostdeutschen Arbeitswelt. Bei einem Unfall im Kraftwerk in Mannis Schicht stirbt ein Mitarbeiter. Manni versucht, gegen die Verharmlosung und Verleugnung des Unfalls zu widerstehen. Nach einem zweiten Unfall im Kraftwerk wagt er den Bruch mit dem politischen System.

In seinem Vorwort zu „Wohn-Haft“ schreibt Wolf Biermann: „Das ist ein tapferes Bekenntnis zur Angst auch der Mutigen, zur Furcht der Widersacher, zum Zittern der Rebellen und zum Recht auch der Freiheitskämpfer auf Feigheit.“

Autor Manfred Haferburg (Foto: Agentur) Autor Manfred Haferburg (Foto: Agentur) Manfred Haferburg, geboren 1948 in der DDR, war im Kernkraftwerk Greifswald angestellt. Als er sich weigerte, für die Stasi zu arbeiten, verlor er seinen Beruf, seine Familie und die Freiheit. Heute lebt Haferburg mit seiner Frau in Paris. Er ist registrierter Zeitzeuge für die Stiftung Aufarbeitung.

Karten für die Lesung „Wohn-Haft“ mit Manfred Haferburg am 18. Oktober um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: red

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