Einfach mal verschoben
Montag, 06. Oktober 2014, 07:30 Uhr
Die nnz hatte sich in der zurückliegenden Woche über schnelle Einsparungen im Zuge der Diskussion zum künftigen Haushalt der Nordhäuser Stadtverwaltung gewundert. Kurz nach Erscheinen des Beitrags gab es eine Reaktion...
Die hätten wir zwar sofort veröffentlichen können, mussten sie aber erst einmal gründlich studieren, um sie zu verstehen.
Rückblick. Einst betrug das Defizit des Haushaltsentwurfes für die Jahre 2015 und 2016 fast 14 Millionen Euro. Durch nur eine einzige Beratung wurde diese "Lücke" um 2,4 Millionen Euro geschlossen und die nnz bat um Aufklärung.
Die kam am Donnerstagabend. Zusammengefasst wurde natürlich nicht in eine Glaskugel geschaut, aber es wurde mächtig verschoben. So waren die einst knapp 560.000 Euro für die bauliche Unterhaltung der Feuerwehr in die Position "Investition" oder in die "Folgejahre" verschoben.
Bei weiteren 680.000 Euro für die bauliche Unterhaltung von Schulen hofft man auf eine Absenkung des Eigenanteil durch "in Aussicht gestellte Zuwendungen" des Landes. In die nächsten Folgejahre sollen ebenfalls die bauliche Unterhaltung von Sportstätten (100.000 Euro) und der Zuschuss für die Altendorfer Kirche (84.000) verschoben werden.
Die geplante Ausstattung von Kindertagesstätten und die Kelleranlagen der Kranichstraße werden ebenfalls salopp den Investitionen zugeschoben. Und schon werden summa summarum 2,4 Millionen Euro Lückenschluss als Erfolg gefeiert. Eigentlich bedarf es dazu keiner Chefrunde.
Ein wenig gezaubert wurde dennoch, wenn aus "Aufwand" plötzlich eine "Investition" wird. Das Ganze hat aber immer noch einen Pferdefuß. Die zu Investitionen mutierten Ausgaben können erst dann besprochen werden, wenn es einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf gibt. Ohne Ausgleich keine Investition.
Es wird also noch einige Sitzungen geben - mit oder ohne Glaskugel und Pendel.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redDie hätten wir zwar sofort veröffentlichen können, mussten sie aber erst einmal gründlich studieren, um sie zu verstehen.
Rückblick. Einst betrug das Defizit des Haushaltsentwurfes für die Jahre 2015 und 2016 fast 14 Millionen Euro. Durch nur eine einzige Beratung wurde diese "Lücke" um 2,4 Millionen Euro geschlossen und die nnz bat um Aufklärung.
Die kam am Donnerstagabend. Zusammengefasst wurde natürlich nicht in eine Glaskugel geschaut, aber es wurde mächtig verschoben. So waren die einst knapp 560.000 Euro für die bauliche Unterhaltung der Feuerwehr in die Position "Investition" oder in die "Folgejahre" verschoben.
Bei weiteren 680.000 Euro für die bauliche Unterhaltung von Schulen hofft man auf eine Absenkung des Eigenanteil durch "in Aussicht gestellte Zuwendungen" des Landes. In die nächsten Folgejahre sollen ebenfalls die bauliche Unterhaltung von Sportstätten (100.000 Euro) und der Zuschuss für die Altendorfer Kirche (84.000) verschoben werden.
Die geplante Ausstattung von Kindertagesstätten und die Kelleranlagen der Kranichstraße werden ebenfalls salopp den Investitionen zugeschoben. Und schon werden summa summarum 2,4 Millionen Euro Lückenschluss als Erfolg gefeiert. Eigentlich bedarf es dazu keiner Chefrunde.
Ein wenig gezaubert wurde dennoch, wenn aus "Aufwand" plötzlich eine "Investition" wird. Das Ganze hat aber immer noch einen Pferdefuß. Die zu Investitionen mutierten Ausgaben können erst dann besprochen werden, wenn es einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf gibt. Ohne Ausgleich keine Investition.
Es wird also noch einige Sitzungen geben - mit oder ohne Glaskugel und Pendel.
Peter-Stefan Greiner
