nnz-online

Dritter Anlauf gegen Neustrelitz

Freitag, 26. September 2014, 11:23 Uhr
Am 8. Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost empfängt Wacker Nordhausen die vorjährige Spitzenelf und den Meister der Saison 2013/14, die TSG Neustrelitz. Das wird der dritte Auftritt gegen diesen Gegner sein, der Wacker bisher immer das Nachsehen gab...


Unter Leitung von Referee Max Burda aus Berlin wird das Spiel am Sonntag um 13.30 Uhr angepfiffen. Die Elf von Trainer Jörg Goslar will den Beweis antreten, dass das bisherige gute Abschneiden mit erst zwei Niederlagen in sieben Punktspielen (in Zwickau und Auerbach jeweils auf fremden Plätzen) und der daraus resultierende 4. Platz in der Tabelle kein Zufall waren, sondern das Ergebnis harter Arbeit.

Zu Hause wurde bis jetzt jedes Spiel gewonnen. Das ist natürlich auch am 28. September das Ziel. Zuversichtlich macht uns da das taktisch und spielerisch überzeugende Auftreten beim Staffelfavoriten 1. FC Magdeburg vor einer Woche. Neben objektiven Beobachtern mussten selbst die Magdeburger – wenn auch zähneknirschend – die Leistung der Südharzer beim 1:1 in der MDCC-Arena anerkennen. Daran will die Wacker-Mannschaft nahtlos anknüpfen.

Es war schon beeindruckend, wie die Nordhäuser die heiße und zum Teil durch Magdeburger Fans eingenebelte Atmosphäre wegsteckten und besonders in der ersten Stunde den Kopf oben behielten. Dem dann folgenden Druck des 1. FC konnte sich Wacker immer wieder geschickt entziehen und selbst eigene Nadelstiche bei Kontern setzen, sodass selbst Trainer Jens Härtel am Ende mit dem Unentschieden nicht unzufrieden war.

Der Vorjahrsmeister TSG Neustrelitz hat Wacker 2013/14 in beiden Spielen besiegt – 2:1 in Nordhausen und gar 2:0 in Neustrelitz und souverän die Regionalliga beherrscht, scheiterte in der Relegation für die 3. Liga jedoch an Mainz’ U23-Vertretung.
Nach dem für Außenstehende etwas merkwürdigen Abgang des Meistertrainers Thomas Brdarić nach Wolfsburg und dem Rücktritt des Sportlichen Leiters Oliver Bornemann (von der TSG wurden Meinungsverschiedenheiten als Grund genannt) ist nun Torsten Gütschow, früher Torjäger bei Dynamo Dresden und Nationalspieler, als Trainer in die Pflicht genommen. Der Ex-Wackermann Marco Weißhaupt, zuletzt „Spion“ im Magdeburger Spiel, ist weiterhin Co-Trainer.

Der Start der Gäste in die Saison verlief unerwartet etwas holprig, erst zwei Erfolge stehen zu Buche. Als Neustrelitz vor 14 Tagen beim ZFC Meuselwitz gegen 9 Mann mit 1:4 Prügel bezogen hatte, wertete die Vereinseite der TSG das als einen „schlechten Witz“ und schrieb, man stecke im „Abstiegsstrudel“. Straftraining folgte. Ein 0:0 gegen Tabellenführer Zwickau (Wacker verlor 0:3) war das letzte Ergebnis, das zeigt, dass die „Nordlichter“ wohl doch noch leuchten können.

Man darf bei der Ausgeglichenheit der 16 Teams und dem gegenwärtigen 12. Tabellenplatz Neustrelitz keinesfalls abschreiben. So oder so liegt viel Würze in der Konstellation: Wacker will erstmals gegen Neustrelitz punkten, um in der Spitzengruppe zu bleiben und die TSG wird alles daransetzen, allmählich in der Tabelle nach vorn zu rücken, wohin ein Meister ja auch gehört. Natürlich fehlt ihnen heuer ein Velimir Jovanovic, der Wacker in Neustrelitz allein „erschoss“ und nun in Jena für die Tore verantwortlich zeichnet.

Bereits am Sonnabend um 15 Uhr empfängt Wacker II den FSV Martinroda.
Klaus Verkouter
Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2021 nnz-online.de