Es ist ein Wohlfühlort
Samstag, 20. September 2014, 13:44 Uhr
Die neue Bibliothek, die noch nicht ganz einen Monat geöffnet hat, organisierte heute den "Tag der offenen Tür". Gelegenheit für die nnz einmal nach dem Stand der Dinge zu fragen...
Es wurde viel und lange gestritten über das neue Bürgerhaus. Gut drei Wochen ist die Eröffnung nun her und Bibliothek und Ratssaal können von der Öffentlichkeit genutzt werden. Zum heutigen Tag der offenen Tür waren, wie schon zur Eröffnung, zahlreiche Besucher erschienen.
Die Fördervereine der verschiedenen Kultureinrichtungen der Stadt waren vertreten und übernahmen die Versorgung mit Getränken und Gebäck. Verschiedene Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Halbstundentakt, ein Theaterstück und ein Puppenspiel bildeten das Programm des Tages. Die direkten Nachbarn des Bürgerhauses lud Bibliotheksleiterin Seidel auf ein Glas Sekt ein um "auf gute Nachbarschaft" anzustoßen.
Besonderes Highlight war die Präsentation des Projektes "Das Buch, das Brücken baut". Schüler, Senioren und Künstler arbeiteten ein Jahr lang jede Woche zusammen, um zur Eröffnung der Bibliothek ein Gesamtkunstwerk präsentieren zu können. Da die Eröffnung aber mehrfach verschoben wurde, konnten sie das Ergebnis ihrer Arbeit erst heute präsentieren.
Aus Geschichten und Erzählungen der Alten sammelte die junge Generation Inspiration für Theaterszenen, Lieder, Tänze und Zeichnungen. In der Jugendkunstschule entstand ein überdimensioniertes "Buch", das heute als Kulisse für die Darbietungen im Ratssaal diente.
Der Besucher konnte also zum Tag der offenen Tür viel entdecken. Wie aber sieht es unter der Woche aus?
"Wir arbeiten an der Kante", sagt Bibliotheksleiterin Hildegard Seidel, und meint, das sie und ihre Kollegen alle Hände voll zu tun haben. "Ich hätte nicht gedacht, das es so gut funktionieren würde. Das Konzept geht auf", sagte Seidel und berichtete, das schon am Morgen Besucher kämen, die Zeitungen und Magazine im Eingangsbereich lesen würden.
"Wir haben Junge und Alte Nutzer, die sich im Haus aufhalten. Und nicht nur um Bücher auszuleihen.", erklärte die Bibliotheksleiterin. Vor allem Schüler der Realschulen würden häufiger in die Bibliothek kommen, um Hausaufgaben zu machen andere würden den Internetzugang nutzen. "Es ist ein Wohlfühlort", sagt Seidel.
Haben sich die Nordhäuser also schon mit dem architektonischen Neuzugang versöhnt? Nach so kurzer Zeit ist das schwer zu sagen. Gut 10.000 Euro habe man mit neuen Benutzerausweisen bisher eingenommen, sagte Seidel. Mehr Zahlen stehen derzeit noch nicht zur Verfügung. Man wird also sehen müssen, ob es der Reiz des
Neuen ist, welcher dem Haus derzeit so viele Besucher beschert, oder ob sich die Bibliothek als der Ort etablieren kann, als der sie von ihren Verfechtern immer angepriesen wurde. Im Moment scheint vieles dafür zu sprechen.
Angelo Glashagel
Autor: redEs wurde viel und lange gestritten über das neue Bürgerhaus. Gut drei Wochen ist die Eröffnung nun her und Bibliothek und Ratssaal können von der Öffentlichkeit genutzt werden. Zum heutigen Tag der offenen Tür waren, wie schon zur Eröffnung, zahlreiche Besucher erschienen.
Die Fördervereine der verschiedenen Kultureinrichtungen der Stadt waren vertreten und übernahmen die Versorgung mit Getränken und Gebäck. Verschiedene Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Halbstundentakt, ein Theaterstück und ein Puppenspiel bildeten das Programm des Tages. Die direkten Nachbarn des Bürgerhauses lud Bibliotheksleiterin Seidel auf ein Glas Sekt ein um "auf gute Nachbarschaft" anzustoßen.
Besonderes Highlight war die Präsentation des Projektes "Das Buch, das Brücken baut". Schüler, Senioren und Künstler arbeiteten ein Jahr lang jede Woche zusammen, um zur Eröffnung der Bibliothek ein Gesamtkunstwerk präsentieren zu können. Da die Eröffnung aber mehrfach verschoben wurde, konnten sie das Ergebnis ihrer Arbeit erst heute präsentieren.
Aus Geschichten und Erzählungen der Alten sammelte die junge Generation Inspiration für Theaterszenen, Lieder, Tänze und Zeichnungen. In der Jugendkunstschule entstand ein überdimensioniertes "Buch", das heute als Kulisse für die Darbietungen im Ratssaal diente.
Der Besucher konnte also zum Tag der offenen Tür viel entdecken. Wie aber sieht es unter der Woche aus?
"Wir arbeiten an der Kante", sagt Bibliotheksleiterin Hildegard Seidel, und meint, das sie und ihre Kollegen alle Hände voll zu tun haben. "Ich hätte nicht gedacht, das es so gut funktionieren würde. Das Konzept geht auf", sagte Seidel und berichtete, das schon am Morgen Besucher kämen, die Zeitungen und Magazine im Eingangsbereich lesen würden.
"Wir haben Junge und Alte Nutzer, die sich im Haus aufhalten. Und nicht nur um Bücher auszuleihen.", erklärte die Bibliotheksleiterin. Vor allem Schüler der Realschulen würden häufiger in die Bibliothek kommen, um Hausaufgaben zu machen andere würden den Internetzugang nutzen. "Es ist ein Wohlfühlort", sagt Seidel.
Haben sich die Nordhäuser also schon mit dem architektonischen Neuzugang versöhnt? Nach so kurzer Zeit ist das schwer zu sagen. Gut 10.000 Euro habe man mit neuen Benutzerausweisen bisher eingenommen, sagte Seidel. Mehr Zahlen stehen derzeit noch nicht zur Verfügung. Man wird also sehen müssen, ob es der Reiz des
Neuen ist, welcher dem Haus derzeit so viele Besucher beschert, oder ob sich die Bibliothek als der Ort etablieren kann, als der sie von ihren Verfechtern immer angepriesen wurde. Im Moment scheint vieles dafür zu sprechen.
Angelo Glashagel















