EVN: Anlage geht planmäßig in Betrieb
Dienstag, 16. September 2014, 12:40 Uhr
Die Arbeiten an der Bio-Methananlage schreiten voran. Heute erhielt einer der beiden Fermenter sein Dach. Während dessen füllen sich die Lager der Anlage. Im Dezember soll der Probebetrieb beginnen...
Auch im dichten Nebel herrscht auf der Baustelle der Bio-Methangasanlage zwischen Nordhausen und Bielen ständiges Kommen und Gehen. Baufahrzeuge, Laster und Traktoren rauschen über das Gelände.
Heute morgen erhielt der erste der "Fermenter", also das Teil der Anlage, in dem durch Biomasse Gas erzeugt wird, ein Dach. Nummer zwei soll in vier Wochen folgen. Bis Dezember sollen die Hydrolysestation und die vier Restgärbehälter ebenfalls fertiggestellt sein, denn dann will man mit dem Probebetrieb beginnen. Im Frühjahr könnte die Anlage dann die reguläre Produktion aufnehmen, hieß es von Seiten der Energieversorgung Nordhausen (EVN), deren Tochter die Anlage betreiben wird.
Am Ende soll die Anlage 34 Millionen Kilowattstunden Biogas im Jahr produzieren. Das sind gut 10 Prozent der Menge, die die EVN derzeit an die Haushalte vor Ort verkauft. Die Überreste der Gasproduktion könnten von den Bauern als biologischer Dünger auf den Feldern ausgebracht werden.
Die Ernte wird man dann schon eingebracht und eingelagert haben. Bereits jetzt sind 50 Prozent des Lagers mit gut 10.000 Tonnen Maissilage belegt. Ist das Lager voll, wären genug Kapazitäten vorhanden, die Anlage ein Jahr lang zu betreiben. Trotz Baustelle und Erntebetrieb blieb das von einigen befürchtete Verkehrschaos bisher aus.
Lediglich zur Mais-Ernte im September und Oktober sowie zur Zuckerrüben-Ernte im November gäbe es ein verstärktes Verkehrsaufkommen, sagte EVN-Geschäftsführer Rolf Göppel. Ein anderer Kritikpunkt war die Geruchsentwicklung gewesen. Noch riecht die frische Ernte eher wie geschnittenes Gras, aber wie verhält es sich, wenn die Gärung einsetzt?
Auch hier sei mit keinen Belastungen für die Stadt zu rechnen, meinte Göppel. Ist ein Silo voll, wird die Silage abgedeckt. Auch beim Anschneiden der Silos zwecks Entnahme würde die Geruchsentwicklung lokal begrenzt bleiben.
Angelo Glashagel
Autor: redAuch im dichten Nebel herrscht auf der Baustelle der Bio-Methangasanlage zwischen Nordhausen und Bielen ständiges Kommen und Gehen. Baufahrzeuge, Laster und Traktoren rauschen über das Gelände.
Heute morgen erhielt der erste der "Fermenter", also das Teil der Anlage, in dem durch Biomasse Gas erzeugt wird, ein Dach. Nummer zwei soll in vier Wochen folgen. Bis Dezember sollen die Hydrolysestation und die vier Restgärbehälter ebenfalls fertiggestellt sein, denn dann will man mit dem Probebetrieb beginnen. Im Frühjahr könnte die Anlage dann die reguläre Produktion aufnehmen, hieß es von Seiten der Energieversorgung Nordhausen (EVN), deren Tochter die Anlage betreiben wird.
Am Ende soll die Anlage 34 Millionen Kilowattstunden Biogas im Jahr produzieren. Das sind gut 10 Prozent der Menge, die die EVN derzeit an die Haushalte vor Ort verkauft. Die Überreste der Gasproduktion könnten von den Bauern als biologischer Dünger auf den Feldern ausgebracht werden.
Die Ernte wird man dann schon eingebracht und eingelagert haben. Bereits jetzt sind 50 Prozent des Lagers mit gut 10.000 Tonnen Maissilage belegt. Ist das Lager voll, wären genug Kapazitäten vorhanden, die Anlage ein Jahr lang zu betreiben. Trotz Baustelle und Erntebetrieb blieb das von einigen befürchtete Verkehrschaos bisher aus.
Lediglich zur Mais-Ernte im September und Oktober sowie zur Zuckerrüben-Ernte im November gäbe es ein verstärktes Verkehrsaufkommen, sagte EVN-Geschäftsführer Rolf Göppel. Ein anderer Kritikpunkt war die Geruchsentwicklung gewesen. Noch riecht die frische Ernte eher wie geschnittenes Gras, aber wie verhält es sich, wenn die Gärung einsetzt?
Auch hier sei mit keinen Belastungen für die Stadt zu rechnen, meinte Göppel. Ist ein Silo voll, wird die Silage abgedeckt. Auch beim Anschneiden der Silos zwecks Entnahme würde die Geruchsentwicklung lokal begrenzt bleiben.
Angelo Glashagel


